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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.4 Rechte und Pflichten des Vorgabenausschusses  
Die folgenden Rechte und Verpflichtungen kann der Vorgabenausschuss auch an Spielleitung bzw. Sekretariat übertragen, trägt aber dennoch die Verantwortung.

3.4.1 Der Vorgabenausschuss stellt sicher, dass der Name eines Spielers vor Antritt zu jedem vorgabenwirksamen Wettspiel bzw. vor einem Extra-Day-Score (EDS) erfasst wird, sodass gewährleistet ist, dass das erzielte Ergebnis bei der Vorgabenverwaltung berücksichtigt wird.

Der Vorgabenausschuss hat, soweit zumutbar, dafür zu sorgen, dass alle vorgabenwirksamen Ergebnisse (inkl. „No Return“) der spielberechtigten Mitglieder bzw. Spielberechtigten für die das DGV-Mitglied Heimatclub ist, zu seiner Kenntnis gelangen.

Hierzu stellt er, soweit möglich, den Rücklauf ausgegebener Zählkarten und/oder den Erhalt von Ergebnislisten sicher, die die zur Vorgabenverwaltung notwendigen Informationen enthalten.
Diese Arbeit wird auf der Golfanlage von der Clubverwaltungssoftware verschiedener Softwareanbieter erledigt, die die Wettspiele auswertet und über das DGV-Intranet die Ergebnisse ggf. mit den Heimatclubs der auswärtigen Spieler austauscht.  
3.4.2 reserviert    
3.4.3 Der Vorgabenausschuss errechnet stets unverzüglich nach Kenntnisnahme eines vorgabenwirksamen Ergebnisses die EGA-Vorgabe für den betroffenen Spieler und sorgt für eine geordnete Aufzeichnung der EGA-Vorgabe in einem Vorgabenstammblatt.

Um den jederzeitigen Nachweis der EGA-Vorgabe zu ermöglichen, macht der Vorgabenausschuss des Heimatclubs die EGA-Vorgaben seiner Mitglieder zugänglich (Bsp. Aushang, Internet, Liste im Sekretariat, etc.).
Hier muss die Aufmerksamkeit auf das Wort „vorgabenwirksam" gelenkt werden. Nur solche Ergebnisse, aber nicht etwa auch nicht vorgabenwirksame Ergebnisse darf der Vorgabenausschuss zur sofortigen Vorgabenveränderung berücksichtigen. Der Vorgabenausschuss kann jedoch nicht vorgabenwirksame Ergebnisse sammeln und ist berechtigt und verpflichtet, dem Spieler die Vorgabe neu zu berechnen, wenn eine Reihe beanstandungsfreier nicht vorgabenwirksamer Ergebnisse eine abweichende Spielstärke dokumentiert. (Siehe Ziffer 3.15 und 3.16 EGA-VS)

Aus diesem Grund werden auch nicht vorgabenwirksame Ergebnisse in die Vorgabenstammblättern der Spieler übertragen, so dass der Vorgabenauschuss auch mehrere solcher Ergebnisse bei einer Überprüfung berücksichtigen kann.
 
3.4.4 Der Vorgabenausschuss sorgt dafür, dass alle vorgabenwirksamen Ergebnisse, die zu seiner Kenntnis gelangen, in chronologischer Reihenfolge in einem Vorgabenstammblatt zur Vorgabenverwaltung berücksichtigt werden.

Der Vorgabenausschuss meldet den Heimatclubs auswärtiger Spieler (Inland) stets unverzüglich alle vorgabenwirksamen Ergebnisse einschließlich „No Return“, die in einem vorgabenwirksamen Wettspiel des ausrichtenden DGV-Mitglieds erzielt wurden, mit Angabe von Datum, Ort, Course-Rating-Wert, Slope-Wert und Par einschließlich der Art des Spiels sowie Brutto- und Nettoergebnis und der für die Vorgabenfortschreibung notwendigen Stableford-Nettopunkte.
Als Meldung im Sinne von Ziffer 3.4.4 gilt auch die Übermittlung der Ergebnisse über das DGV-Intranet.

Hinweis: Für Spieler ausländischer Vereine sollte der Vorgabenausschuss die gleichen Informationen bereithalten. Auf Nachfrage der betreffenden Spieler muss diese Information ausgehändigt werden.
D. h., kein anderes Gremium im Golfclub oder auf der Golfanlage hat Einfluss auf die Vorgabe eines Spielers. Der Vorgabenausschuss kann (soweit ihm vom Vorgabensystem konkrete Aufgaben zugewiesen sind) nicht vom Vorstand oder der Geschäftsführung einer Golfanlage überstimmt werden. Natürlich kann der Vorstand oder die Geschäftsführung einen Vorgabenausschuss abberufen, wenn er der Ansicht ist, dieser würde seinen Aufgaben nicht gerecht, aber eine Einflussnahme in das „laufende Geschäft" des Ausschusses ist insoweit nicht möglich.

 
3.4.5 Ausschließlich der Vorgabenausschuss des Heimatclubs führt für spielberechtigte Mitglieder die EGA-Vorgabe und erstellt dazu ein Vorgabenstammblatt für jede dieser Personen mit dem in Anhang A vorgegebenen Inhalt. Bei einem Wechsel des Heimatclubs informiert das DGV-Mitglied den neuen Heimatclub über die aktuelle EGA-Vorgabe und stellt dem Vorgabenausschuss des neuen Heimatclubs eine Kopie des bisherigen Vorgabenstammblatts zur Verfügung.

Der Vorgabenausschuss übernimmt unverändert eine ordnungsgemäß nachgewiesene EGA-Vorgabe eines Spielers in die Vorgabenverwaltung, wenn das DGV-Mitglied neuer Heimatclub des Spielers wird.

Diese Regelung gilt sinngemäß für Vorgaben, die im Ausland im Bereich der EGA geführt werden.
In anderen Fällen soll der Übernahme eine Prüfung gemäß Ziffer 3.16 vorausgehen.
   
3.4.6 Der Vorgabenausschuss ist zuständig für die Sperrung bzw. Aberkennung sowie die Wiederzuerkennung von EGA-Vorgaben gemäß Ziffer 3.13 bzw. 3.14 und die Herauf- bzw. Herabsetzung von EGA-Vorgaben gemäß Ziffer 3.16 und benachrichtigt die Spieler entsprechend darüber.
Er meldet Einzelheiten einer Herabsetzung nach Ziffer 3.16.7 (Herabsetzung für ein einzelnes Wettspiel) dem Heimatclub des Spielers.
   
3.4.7 Der Vorgabenausschuss hat das Recht, bevor ein vorgabenwirksames Wettspiel begonnen hat, dieses bei besonders schlechten Wetter- oder Platzverhältnissen als „nicht vorgabenwirksam“ zu deklarieren.

Anmerkung: Ein Vorgabenausschuss darf ein Wettspiel nicht als „nicht vorgabenwirksam“ erklären, oder ein Teilnehmerfeld in zwei Wettspiele aufteilen, nur um damit die Regelungen des EGA-Vorgabensystems zu umgehen und die Ergebnisse bzw. Teile davon nicht werten zu lassen. Dies würde gegen die Grundlagen des Vorgabensystems verstoßen, das von jedem Spieler so viele vorgabenwirksame Ergebnisse wie möglich erwartet.
   
3.4.8 Der Vorgabenausschuss überprüft die EGA-Vorgaben der Mitglieder, deren Vorgabe er führt, mindestens einmal im Jahr gemäß Ziffer 3.15 (Überprüfung von EGA-Vorgaben auf Grundlage von Spielergebnissen).

Darüber hinaus überprüft der Vorgabenausschuss die Vorgaben der Spieler der Vorgabenklasse 5 auch zwischen den jährlichen Intervallen, wenn dies vom Spieler beantragt wird. Änderungen auf Grundlage dieser Überprüfung liegen in seinem sachgemäßen Ermessen.

Anmerkung:
Aufgaben und Zusammensetzung eines Vorgabenausschusses:
Auf immer mehr Golfanlagen stehen Spielführer, Clubmanager und ihre Mitarbeiter der Herausforderung einer aktuellen Vorgabenverwaltung gegenüber.

Deshalb enthält das EGA-Vorgabensystem 2016 ein computergestütztes Verfahren, dass die meisten Funktionen automatisch anwendet. Dennoch behält der Ausschuss nach wie vor die Verantwortung für die Anwendung der Ziffern des Vorgabensystems, insbesondere anlässlich der Überprüfung der Vorgaben.

Die endgültige Entscheidung darüber, welche Vorgaben verändert werden müssen und um wie viele Schläge dies geschehen soll, liegt beim Vorgabenausschuss.

Die Kenntnis des Vorgabensystems ist eine grundlegende Voraussetzung für den Ausschuss. Daher ist es wichtig, dass die Mitglieder des Ausschusses ihr Wissen, auch und speziell über Neuerungen, regelmäßig auffrischen. Der Ausschuss mit der Verantwortung für das Vorgabensystem (ggf. auch mit anderer Zuständigkeit) muss aus mindestens drei Mitgliedern bestehen und sollte beide Geschlechter enthalten.