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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.3 Rechte und Pflichten des DGV-Mitglieds  
3.3.1 Ausschließlich DGV-Mitglieder sind, neben dem DGV und den LGV, berechtigt, die sich aus dem EGA-Vorgabensystem ergebenden Rechte auszuüben, soweit in diesen Bestimmungen nichts anderes geregelt ist. Das DGV-Mitglied ist Vorgabeninstanz.

Als Vorgabeninstanz führt es alle EGA-Vorgaben der spielberechtigten Mitglieder bzw. aufgrund Vertrages angeschlossener Personen, deren Heimatclub es ist.

Nur spielberechtigten Mitgliedern bzw. aufgrund Vertrages angeschlossenen Personen, deren Mitgliedschaft bzw. Spielrecht auf mindestens zwölf Monate angelegt ist und die Golfamateure im Sinne des DGV-Amateurstatuts sind, wird eine EGA-Vorgabe geführt.






DGV-Mitglieder sind die Golfclubs und Golfanlagen und nicht etwa die Spieler, wie vereinzelt falsch angenommen wird.

Nur so lange eine Mitgliedschaft oder ein Spielrecht bei einem DGV-Mitglied besteht, kann ein Spieler in Deutschland eine EGA-Vorgabe haben.

Zudem muss das DGV-Mitglied der Heimatclub des Spielers sein, damit er diesem eine Vorgabe bestätigen kann. Es ist nicht möglich, dass ein Spieler für 14 Tage im Urlaub in einem Golfclub Mitglied wird und dort nur für diese Zeit seine Vorgabe führen lässt.





 
3.3.2 Das DGV-Mitglied gewährleistet die ordnungsgemäße Anwendung des EGA-Vorgabensystems.

Bei Verstößen des DGV-Mitglieds gegen das EGA-Vorgabensystem kann der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV bzw. das Präsidium des DGV Sanktionen gemäß § 27 DGV-Satzung verhängen (vgl. auch Ziffer 3.1).

Einzelheiten des zu beachtenden Verfahrens regelt die Rechts- und Verfahrensordnung (RVfO) des DGV.
Spielleitungen und Vorgabenausschüsse haben zwar einen gewissen Ermessensspielraum, müssen sich mit ihren Entscheidungen aber stets im Rahmen des DGV-Vorgabensystems bewegen.  
3.3.3 Das DGV-Mitglied darf Teilnahmebeschränkungen für die Meldung zu Wettspielen erlassen, zu denen eine EGA-Vorgabe erforderlich ist. Diese können allgemein oder für ein einzelnes Wettspiel in Kraft gesetzt werden.


   
3.3.4 Das DGV-Mitglied setzt zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Anwendung des EGA-Vorgabensystems einen Vorgabenausschuss ein. Die Rechte und Pflichten des Vorgabenausschusses ergeben sich aus Ziffer 3.4. Der Vorgabenausschuss kann mit anderen Ausschüssen des DGV-Mitglieds kombiniert werden, wenn dies für praktikabel gehalten wird. Daraus und auch aus den Aufnahme- und Mitgliedschaftsrichtlinien des DGV ergibt sich, dass jedes DGV-Mitglied einen Vorgabenausschuss haben muss. Die Namen dieser Personen müssen den Spielern bekannt sein, damit diese sich bei Fragen an den Ausschuss wenden können und jeder weiß, wer die entsprechenden Kompetenzen hat und ggf. zum Handeln verpflichtet ist.  
3.3.5 Das DGV-Mitglied ist für die ordnungsgemäße Führung von EGA-Vorgaben entsprechend der Bestimmungen des EGA-Vorgabensystems verantwortlich.

Anmerkung 1: Jede Beanstandung über die Anwendung des EGA-Vorgabensystems, die von dem DGV-Mitglied nicht beantwortet werden kann, muss dieser dem DGV oder dem LGV vorlegen. Diese werden nach ihrem Ermessen in der fraglichen Sache die notwendigen Schritte zur Überprüfung des Sachverhalts unternehmen. Führt die Überprüfung eines Sachverhalts zu der Erkenntnis, dass gegen das EGA-Vorgabensystem verstoßen wurde, muss das DGV-Mitglied den Verstoß umgehend beheben. Tut es dies nicht, können Sanktionen entsprechend Ziffer 3.3.2 festgesetzt werden.
   
3.3.6 Das DGV-Mitglied muss Vorgabenstammblätter seiner Mitglieder mindestens für das laufende Jahr und das Vorjahr aufbewahren, auch wenn diese Termine nach Ende der Mitgliedschaft liegen.