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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.15 Überprüfung von EGA-Vorgaben auf Grundlage von Spielergebnissen  
3.15.1 Der Vorgabenausschuss jedes DGV-Mitglieds muss mindestens einmal im Jahr die EGA-Vorgaben der Mitglieder der Vorgabenklassen 1-5 des Heimatclubs daraufhin überprüfen, ob sie das tatsächliche Spielpotenzial des betreffenden Spielers wiedergeben.

Spieler der Vorgabenklasse 5 können auch unterjährig eine Überprüfung bei ihrem Vorgabenausschuss veranlassen. Zwischen zwei vom Spieler angeregten Überprüfungen müssen mindestens drei Monate und vier vorgabenwirksame Ergebnisse liegen.
Das Vorgabensystem reagiert nur auf normale Veränderungen des Spielpotentials eines Spielers. Spielt ein Spieler dauerhaft besser oder schlechter als seine Vorgabe, so entwickelt sich die Vorgabe zwar auch in die entsprechende Richtung, aber vielleicht nicht schnell genug, um das aktuelle Spielpotential auszudrücken.

Aus diesem Grund muss der Vorgabenausschuss einmal jährlich die Vorgabenentwicklung darauf überprüfen, ob in einzelnen Fällen eine zusätzliche Anpassung erforderlich ist.


 
3.15.2 Die Überprüfung basiert auf mindestens acht vorgabenwirksamen Ergebnissen über einen Zeitraum von zwölf Monaten (siehe Online-Anhang zur Überprüfung von Vorgaben unter www.ega-golf.ch). Für Spieler mit weniger als acht Ergebnissen kann der Zeitraum auf 24 Monate ausgedehnt werden. Wer nicht spielt, verdirbt auch keine Wettspielstatistik und zeigt auch keine Leistung, die überprüfbar wäre. Deshalb bleiben Vorgaben von Nicht-Spielern unberücksichtigt, sind aber auch nicht aktuell. Erst wenn ein solcher Spieler wieder spielt, um eine aktuelle Vorgabe zu erhalten (mindestens vier Ergebnisse), werden diese Ergebnisse in der nächsten Überprüfung verwertet.  
3.15.3 Es wird empfohlen, dass der Vorgabenausschuss im Anschluss an die Überprüfung alle angemessenen Vorgabenveränderungen durchführt (Herauf- und Herabsetzungen). Jedoch liegen alle Veränderungen letztendlich im Ermessen des Vorgabenausschusses.

Anmerkung 1: Dem DGV oder den LGV müssen alle Veränderungen von Vorgaben zwischen +0,9 und -4,4 zur Bestätigung vorgelegt werden. Gleiches gilt für Vorgaben der Klasse 2, aus denen sich eine Vorgabe in der Vorgabenklasse 1 ergibt.

Vorgaben von +1,0 und besser werden vom DGV überprüft und festgesetzt und bei einer notwendigen Veränderung dem Heimatclub des Spielers mitgeteilt (siehe Ziffer 3.1.18).

Anmerkung 2: Die maximale Vorgabenveränderung ergibt sich folgender Tabelle:

Vorgabenklasse 1 2 3 4 5
Maximale Anpassung +/-1 +/-2 +/-3 +/-3 +/-3

(aus dem Online-Anhang zur Vorgabenüberprüfung unter www.ega-golf.ch)

Erklärung: Überprüfung von EGA-Vorgaben auf Grundlage von Spielergebnissen
Der Hauptzweck der Überprüfung der Vorgaben ist es, festzustellen, ob die Ergebnisse eines Spielers in den Vorgabenklassen 1-5 das Spielpotenzial widerspiegeln, wie es sich durch die EGA-Vorgabe ausdrückt. Die Überprüfung ist ein wesentliches Verfahren im EGA-Vorgabensystem.

Sie ist dazu entwickelt worden, um festzustellen, ob die Spieler Vorgaben haben, die hinreichend ihren Leistungen entsprechen.
Um den Vorgabenausschüssen dabei zu helfen, begründete Entscheidungen zu treffen und mit dem Ziel, diese einheitlich und dauerhaft zu ermöglichen, wurde die Überprüfung der Vorgaben eingeführt. Die Auswertung identifiziert Spieler, deren Ergebnisse im Verhältnis zu ihrer Vorgabe außerhalb des erwarteten Bereichs liegen. Vorgaben dieser Spieler sollten für eine Veränderung in Betracht gezogen werden. Andere Punkte bezüglich des Spielpotenzials des Spielers können ebenfalls berücksichtigt werden.

Wenn alle Seiten, vor allem die Vorgabeninstanz und die Spieler, ihrer Verantwortung gerecht werden, wird die überwiegende Mehrheit der Spieler keine Anpassung aus der Vorgabenüberprüfung benötigen.

Für die Überprüfung durch den DGV werden u. a. zusätzlich folgende Faktoren herangezogen:
- die Anzahl Teilnehmer in einem Wettspiel,
- die Anzahl Wettspiele eines Spielers und
- die Bedeutung des Wettspiels (Verbandwettspiel, internationales Wettspiel, auswärtiges Wettspiel eines DGV- Mitglieds, Wettspiel im Heimatclub.

Die Festsetzung einer neuen Vorgabe durch den DGV erfolgt unter Berücksichtigung und Gewichtung der o. g. Faktoren.

Der Ablauf der Überprüfung und der jeweilige Eintrag in das Vorgabenstammblatt ist inzwischen computergestützt möglich, so dass die Hauptarbeit (die Auswahl der überhaupt zur Überprüfung anstehenden Mitglieder) nicht mehr beim Vorgabenausschuss liegt.

Der Vorgabenausschuss hat dabei nur noch die Aufgabe, in Einzelfällen die veränderten Vorgaben anzupassen, wenn er der bergündeten Ansicht ist, dass ein Spieler entgegen der von dem statistischen Verfahren bestimmten Vorgabenveränderung eine abweichende Vorgabe erhalten muss.