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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.13 Verlust und Sperrung von EGA-Vorgaben  
3.13.1 Der DGV oder der Heimatclub eines Spielers kann die EGA-Vorgabe eines Spiers sperren oder diesen verwarnen, wenn dieser fahrlässig oder vorsätzlich gegen seine Pflichten aus dem EGA-Vorgabensystem verstößt.

Hinweis: Kann ein Regelverstoß des Spielers als ein Versuch angesehen werden, das Ergebnis der Runde zu manipulieren, so ist dies ein Verstoß gegen die Pflichten des Spielers nach Ziffer 3.5 und kann zu einer Sanktion nach Ziffer 3.13 führen.

Die Sperre erfolgt befristet. Die Dauer der Sperre richtet sich insbesondere nach der Schwere des Verstoßes, dessen Auswirkungen und dem Verhalten des Spielers nach erfolgtem Verstoß. Daneben sind die Auswirkungen der Sperre auf die sportliche Zukunft des Spielers zu berücksichtigen. Nur in besonders schweren Fällen kann eine Vorgabensperre von mehr als einem Jahr ausgesprochen werden. Zuständig für die Verhängung der Sperre bzw. einer Verwarnung ist der Heimatclub des Spielers, der auf Vorschlag seines Vorgabenausschusses entscheidet.

Gilt es als erwiesen, dass ein Spieler es versäumt hat, auswärtige vorgabenwirksame Ergebnisse seinem Heimatclub zu melden, so kann der Vorgabenausschuss seines Heimatclubs die Vorgabe des Spielers für einen Zeitraum sperren, der dazu ausreicht, die fehlenden Informationen zu erlangen und die Vorgabe neu zu berechnen.
Kurz gesagt: Ohne Mitgliedschaft, Spielrecht und Amateurstatus gibt es keine Vorgabe.

Die Aberkennung einer Vorgabe ist selten und kann nicht als Strafe für Verstöße verhängt werden, die nichts mit dem Vorgabensystem zu tun haben. Ein Verstoß gegen die Golfregeln oder gegen die Clubsatzung muss andere Konsequenzen haben, wenn der Golfclub es für nötig hält.

Für eine so gravierende Sanktion wie die Aberkennung einer Vorgabe gibt es Berufungsmöglichkeiten beim zuständigen LGV oder beim DGV. Um den Spieler zu schützen, hat ein Einspruch aufschiebende Wirkung, d. h., dass die Sperre der Vorgabe nicht sofort in Kraft tritt, wenn der Spieler dagegen beim LGV- oder DGV-Vorgabenausschuss Einspruch einlegt.
 
3.13.3 Der Spieler erhält vor Verhängung der Sperre oder vor der Verwarnung durch den Heimatclub Gelegenheit zur Stellungnahme. Er wird von der Sperre bzw. Verwarnung unter Darlegung der Gründe benachrichtigt.

Die Entscheidung des Heimatclubs unterliegt der Überprüfung durch den Vorgabenausschuss des zuständigen LGV, dessen Entscheidung wiederum der Überprüfung durch den Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV unterliegt.

Der jeweilige Antrag des Spielers bzw. des DGV-Mitglieds auf Überprüfung muss innerhalb einer Ausschlussfrist von sieben Tagen nach Kenntnis von der Entscheidung des DGV-Mitglieds bzw. LGV schriftlich beim Vorgabenausschuss des LGV bzw. DGV eingegangen sein.

Auf das Recht zur Überprüfung muss der Spieler bzw. das DGV-Mitglied hingewiesen werden. Für das Überprüfungsverfahren des DGV gilt die Rechts- und Verfahrensordnung (RVfO) des DGV. Die Überprüfung hat aufschiebende Wirkung.
Ohne Vorgabe ist kein vorgabenwirksames Spiel möglich. Der Grund für die Sperrung einer Vorgabe liegt meistens darin, dass der Spieler gegen die Funktionsweise des Vorgabensystems verstoßen hat und seine Vorgabe deshalb nicht stimmt. Wäre ihm ein Spiel mit der gesperrten Vorgabe erlaubt, würde dies den Sinn der Sperre in Frage stellen.  
3.13.4 Über die Sperre einer EGA-Vorgabe entscheidet der Heimatclub des Spielers.

Der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV ist zuständig, wenn er durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Heimatclub die Entscheidung an sich gezogen hat. Entscheidet der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV, gilt für das anzuwendende Verfahren die Rechts- und Verfahrensordnung (RVfO) des DGV.


3.13.5 Ist ein Spieler Mitglied in mehreren Golfanlagen, so darf nur sein Heimatclub seine Vorgabe sperren.


3.13.6 Verliert ein Spieler seinen Amateurstatus oder das Spielrecht in seinem Heimatclub, so erlischt seine EGA-Vorgabe automatisch, bis sein Amateurstatus oder sein Spielrecht wieder reaktiviert wird.
   
3.13.7 Ein Spieler mit gesperrter oder verlorener EGA-Vorgabe kann zu keinem Wettspiel melden, bei dem als Voraussetzung der Meldung oder Teilnahme eine Vorgabe oder der Amateurstatus nachgewiesen werden müssen. Gleiches gilt sinngemäß für EDS-Runden.


3.13.8 Während der Dauer der Sperre gilt für alle DGV-Mitglieder, in denen der Spieler Mitglied ist oder wird, ein Verbot, für diesen Spieler eine EGA-Vorgabe zu führen. Alle DGV-Mitglieder, in denen dieser Spieler Mitglied ist, sind durch das DGV-Mitglied, das die Sperre verhängt hat, über die Sperrung der EGA-Vorgabe zu informieren. Im Falle der Sperre einer EGA-Vorgabe der EGA-Vorgabenklasse 1 sind daneben der DGV und der betroffene LGV zu informieren.


3.13.9 Zu einer Entscheidung des Heimatclubs über die Sperre seiner Vorgabe hat der Spieler die Möglichkeit, innerhalb von sieben Tagen beim Vorgabenausschuss des LGV eine Überprüfung zu beantragen.

Zu einer Entscheidung des LGV haben der Spieler und sein Heimatclub die Möglichkeit, innerhalb von sieben Tagen beim Vorgabenausschuss des LGV eine Überprüfung zu beantragen.
Entscheidet der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV, gilt für das anzuwendende Verfahren die Rechts- und Verfahrensordnung (RVfO) des DGV. Zuständiges Organ für die Überprüfung der Entscheidung des Vorgabenausschusses ist der DGV-Vorstand.


3.13.10 Ausgenommen beim Wechsel des Heimatclubs, erlischt eine Vorgabe automatisch, wenn ein Spieler seine Mitgliedschaft bei einem DGV-Mitglied beendet.