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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.12 Änderungen von EGA-Vorgaben  
3.12.1 EGA-Vorgaben werden in sechs Vorgabenklassen (EGA-Vorgabenklassen 1 bis 6) geführt.


Es liegt nicht im Ermessen des Spielers oder des Vorgabenausschusses, ein vorgabenwirksames Ergebnis zu werten oder nicht. Eine Vorgabe kann nur dann möglichst genau das Spielpotential eines Spielers ausdrücken, wenn seine Ergebnisse nicht vorselektiert erfasst werden.  
3.12.2 Vorgabenwirksame Ergebnisse werden in Stableford-Nettopunkten in chronologischer Reihenfolge registriert.    
3.12.3 In einem Vorgabenstammblatt (Muster in Anhang A) müssen mindestens folgende Daten geführt werden:

- Das Datum des Wettspiels/EDS;
- Name des Wettspiels/Kennzeichnung als EDS
- Runde (1 oder 2 oder 3 bei Mehrrundenwettspielen)
- Name der Golfanlage;
- sowie weitere Daten wie den CR-Wert, den Slope, das Par,
- Spiel/Anzahl Löcher (Stb/Zählspiel) ggf. 3.15 /3.16
- Brutto-Ergebnis (Stb/Zählspiel)
- Stableford-Nettopunktzahl;
- die neue Vorgabe.
   
3.12.4 Erzielt ein Spieler der Vorgabenklassen 1-4 ein vorgabenwirksames Ergebnis, das innerhalb der für seine EGA-Vorgabe maßgebenden Pufferzone liegt, bleibt seine EGA-Vorgabe unverändert.    
3.12.5 Erzielt ein Spieler der Vorgabenklassen 1-4 ein vorgabenwirksames Ergebnis, das weniger Stableford-Nettopunkte als die auf seine EGA-Vorgabe anwendbare Pufferzone aufweist und das nicht nach Ziffer 3.6.3 als „nicht vorgabenwirksam“ gilt, wird die EGA-Vorgabe um 0,1 heraufgesetzt.
Eine EGA-Vorgabe kann ohne Zustimmung des Spielers höchstens auf 26,5 heraufgesetzt werden.
   
3.12.6 Erzielt ein Spieler ein vorgabenwirksames Ergebnis, das mehr Stableford-Nettopunkte als die auf seine EGA-Vorgabe anwendbare Pufferzone aufweist, wird seine EGA-Vorgabe um den aus nachfolgender Tabelle zu ermittelnden Wert (rechte Spalte) für jeden Stableford-Nettopunkt herabgesetzt, der über 36 Stableford-Nettopunkte hinaus erzielt wurde.    
3.12.7 EGA-Vorgaben werden folgendermaßen geändert:


Beispiel:
Reicht ein Spieler mit EGA-Vorgabe 11,2 ein Stableford-Nettoergebnis von 32 Punkten ein, wird seine EGA-Vorgabe 11,3. Reicht er dann ein Stableford-Nettoergebnis von 42 Punkten ein, wird seine EGA-Vorgabe um 6 x 0,2 = 1,2 herabgesetzt, d. h. auf eine EGA-Vorgabe von 10,1.

Anmerkung: Mehrrundenwettspiele
Die EGA-Vorgabe wird nach jeder Wettspielrunde unverzüglich fortgeschrieben. Dies gilt auch für Mehrrundenwettspiele und dort auch für die Wettspielwertung.

Sollte die für die Wettspielabwicklung eingesetzte Software dies für die Wettspielwertung von Mehrrundenwettspielen (also das Spiel um den Preis) nicht berechnen können, kann hier eine Wertung mit der Vorgabe der Spieler zu Beginn des Wettspiels vorgenommen werden. In der Ausschreibung eines Mehrrundenwettspiels ist auf den Wertungsmodus hinzuweisen.

Ein Spieler wird für die Wettspielwertung in der Preisklasse gewertet, mit der er die erste Runde des Wettspiels begonnen hat, auch wenn seine Vorgabe im Verlauf des Wettspiels durch eine Unterspielung oder Überspielung in einer anderen Wertungsklasse läge.
   
3.12.8 Sinkt die EGA-Vorgabe eines Spielers bei einer Herabsetzung von einer höheren EGA-Vorgabenklasse in eine niedrigere EGA-Vorgabenklasse, wird der Herabsetzungsmultiplikand (Tabelle Ziffer 3.12.11, rechte Spalte) der bisherigen EGA-Vorgabenklasse nur so lange angewendet, bis eine EGA-Vorgabe der nächstniedrigeren EGA-Vorgabenklasse erreicht ist. Die verbleibenden Stableford-Nettopunkte werden dann mit dem Herabsetzungsmultiplikanden der niedrigeren EGA-Vorgabenklasse verrechnet.

Beispiel:
Reicht ein Spieler mit EGA-Vorgabe 12,1 ein Stableford-Nettoergebnis von 42 Punkten ein, wird seine EGA-Vorgabe wie folgt reduziert:
12,1 – (3 x 0,3) = 12,1 – 0,9 = 11,2
11,2 – (3 x 0,2) = 11,2 – 0,6 = 10,6 (neue EGA-Vorgabe)
   
3.12.9 Herab- und Heraufsetzungen einer EGA-Vorgabe sind unverzüglich nach Kenntnisnahme von dem Ergebnis der vorgabenwirksamen Runde durch den Heimatclub vorzunehmen.
Anmerkung: Es liegt in der Verantwortung des Spielers (siehe Ziffer 3.5.7), Veränderungen seiner EGA-Vorgabe unmittelbar nach einer vorgabenwirksamen Runde vorzunehmen, auch wenn diese Ergebnisse erst nach Kenntnisnahme durch den Heimatclub in das Vorgabenstammblatt eingetragen werden. Die automatische Übermittlung der Ergebnisse durch das Intranet entbindet einen Spieler nicht von der Verantwortung für die Richtigkeit seiner evtl. veränderten Vorgabe.
   
3.12.10 Ein Spieler kann nicht durch ein Ergebnis aus einer EDS-Runde eine Vorgabe der Vorgabenklasse 1 erhalten.
Beispiel: Ein Spieler mit einer EGA-Vorgabe 4,8 erspielt in einer EDS-Runde 41 Stableford-Nettopunkte. Seine EGA-Vorgabe wird nur um 0,3 auf 4,5 herabgesetzt und nicht um 0,7 auf 4,1.
   
3.12.11 Die Vorgabe eines Spielers darf aufgrund eines Wettspielergebnisses über neun Löcher nicht auf eine Vorgabe der Vorgabenklasse 1 sinken.