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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.10 Vorgabenberechnung nach Stableford  
3.10.1 Um eine EGA-Vorgabe zu errechnen, müssen alle vorgabenwirksamen Ergebnisse unter Berücksichtigung der vollen EGA-Spielvorgabe bzw. Club-Spielvorgabe (bei Wettspielen über neun Löcher unter Berücksichtigung von Ziffer 3.9.4) in Stableford-Nettopunkte umgerechnet werden.


Die Umrechnung der Wettspielergebnisse in Stablefordpunkte sorgt dafür, dass einzelne „Katastrophenlöcher" nicht das Bild des theoretischen Spielpotentials eines Spielers trüben. Spielt ein Spieler z.B. 17 Bogeys und verliert er auf der Bahn 18 durch einen dummen Zufall drei Bälle, so sind die 17 ersten Löcher ein besserer Hinweis auf sein Spielpotential als das 18. Loch. Im Stableford erhält er für die Bahn 18 dann keine Punkte, während er im Zählspiel sechs zusätzliche Schläge notieren muss.

 
3.10.2 Für die Vorgabenberechnung werden Stableford-Nettopunkte an jedem Loch im Verhältnis zum Par wie folgt vergeben:

Nettoergebnis
Schläge nach Anrechnung der Vorgabenschläge an einem Loch
Punkt(e)
Mehr als ein Schlag über Par oder kein Ergebnis eingetragen 0
Ein Schlag über Par1
Par2
Ein Schlag unter Par3
Zwei Schläge unter Par4
Drei Schläge unter Par5
usw.usw.


Dennoch kann und sollte gerade in den Vorgabenklassen 1 - 3 in mindestens 50% der Wettspiele Zählspiel gespielt werden, da es umsichtiges und taktisches Spiel fördert, was gerade in Ligaspielen verlangt wird und dann von „Stableford-Golfern" nicht erbracht werden kann.

S. hierzu Regel 32-1b.
 
3.10.3 Bei vorgabenwirksamen Wettspielen über neun Löcher müssen 18 Stableford-Nettopunkte zu dem erspielten Ergebnis hinzugezählt werden, um ein vorgabenwirksames Ergebnis zu erhalten. Ergebnisse über neun Löcher müssen im Vorgabenstammblatt als solche gekennzeichnet sein.    
3.10.4 (reserviert)    
3.10.5 Endergebnisse der Spielform „gegen Par“ werden durch Addition von 36 Punkten zu dem erzielten Endergebnis „gegen Par“ in ein Stableford-Nettoergebnis umgerechnet.
Beispiel:
-2 (= „2 down“): -2 + 36 =
34 Stableford-Nettopunkte

+5 (= „5 auf“): + 5 + 36 =
41 Stableford-Nettopunkte

+ / -0 (= „Square“): 0 + 36
= 36 Stableford-Nettopunkte

S. hierzu Regel 32-1a.

An Stelle von „2 down" kann man auch „minus 2" sagen, aber mit dem Begriff „2 unter" würde man den Eindruck erwecken ein durchaus respektables Zählspielergebnis (unter Par) bekannt zu geben.
Bei +/0 ("Square") ist zu unterscheiden, dass es auf der Runde (wenn das Endergebnis noch nicht feststeht) als Spielstand nur „square" heißt. „All square" drückt einen Gleichstand nach 18 Löchern aus.
 
3.10.6 Unter normalen Bedingungen hat ein Spieler seine Vorgabe bestätigt, wenn er 36 Stableford-Nettopunkte erzielt hat.

Erklärung „Stableford“
Das Stableford-System wird zur Berechnung von Vorgaben angewandt, um die Wirkung einzelner besonders schlechter Löcher auf die Vorgabenentwicklung abzuschwächen, die nicht das tatsächliche Spielpotenzial des Spielers widerspiegeln. Andere Vorgabensysteme nutzen ähnliche Verfahren des „Stroke-Control“.

Auf diese Art und Weise wird ein schlechtes Ergebnis in einer Zählspielrunde abgeschwächt, und sogar ein „No Return“ in einer Zählspielrunde kann zu einem vorgabenwirksamen Ergebnis umgerechnet werden.