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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
3.1 Rechte und Pflichten des DGV  
3.1.1 Das DGV-Vorgabensystem ist als Verbandsordnung Bestandteil der Satzung des DGV. Dem DGV obliegt aufgrund dessen die Anwendung und Auslegung des DGV-Vorgabensystems, soweit nicht nachfolgend allgemein oder aufgrund einer Ermächtigung im Einzelfall Zuständigkeiten auf andere Beteiligte durch den DGV übertragen sind.




   
3.1.2 Der DGV darf nicht von den Bestimmungen des EGA-Vorgabenystems abweichen, sofern dies nicht durch das EGA-Vorgabenystem gestattet ist.












   
3.1.3 Der DGV beruft einen Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss, der die ordnungsgemäße Anwendung des EGA-Vorgabensystems sicherstellen soll. Er entscheidet endgültig über alle ihm zur Entscheidung vorgelegten oder von ihm aufgegriffenen Fragen bzw. Streitigkeiten, soweit sie das EGA-Vorgabensystem betreffen. .    
3.1.4 Der DGV überträgt einzelne Aufgaben zur Sicherung der Qualität den LGV, die diese gemäß Ziffer 3.2 wahrnehmen.    
3.1.5 Der DGV ermittelt Course-Rating-Werte nach dem USGA-Course-Rating-System.    
3.1.6 Der DGV ist Lizenznehmer des EGA-Vorgabensystems.    
3.1.7 Der DGV muss das korrekte Zustandekommen von Vorgaben sicherstellen, die unter seiner Zuständigkeit veröffentlicht werden.    
3.1.8 Der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV nimmt für den Verband ausgewählte Rechte und Pflichten wahr.

Bei Verstößen gegen das EGA-Vorgabensystem kann der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV gemäß 27 Abs. 1 i. V. m. Abs. 3 DGV-Satzung Verwarnungen aussprechen und/oder Auflagen erteilen. Diese Entscheidungen werden nicht durch den Kontroll- und Schlichtungsausschuss des DGV ( 27 DGV-Satzung werden durch den Vorstand des DGV beschlossen. Einzelheiten zum zu beachtenden Verfahren regelt die Rechts- und Verfahrensordnung (RVfO) des DGV.
Hält sich ein DGV-Mitglied (Golfanlage) nicht an die Verbandsordnung, stellt dies einen Verstoß gegen die Verbandsregularien dar, der mit Sanktionen (Ermahnung, Aberkennung der Rechte als Vorgabeninstanz usw.) geahndet werden kann.  
3.1.9 Der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss des DGV hat das Recht, von den LGV und den DGV-Mitgliedern alle Informationen einzuholen, die nach seinem sachgemäßen Ermessen notwendig sind, um deren regularienkonforme Anwendung des EGA-Vorgabensystems sicherzustellen.    
3.1.10 Der DGV entscheidet alle strittigen Fragen, die ihm zum EGA-Vorgabensystem vorgetragen werden. Seine Entscheidung ist endgültig. Kommt er nicht zu einer Entscheidung, entscheidet der Vorgaben- und Course-Rating-Ausschuss der EGA endgültig.

Entscheidungen des Vorgaben- und Course-Rating-Ausschusses des DGV können entsprechend Ziffer 3.1.8 dem Vorstand des DGV vorgelegt werden.
   
3.1.11 reserviert    
3.1.12 Der DGV stellt die Rahmenbedingungen für das Spiel von EDS-Runden oder Wettspielen über neun Löcher auf (s. Ziffer 3.6.1c und 3.8.)
   
3.1.13 Der DGV legt fest, dass vor Beginn der EDS-Runde eine Registrierung der Runde durch den Spieler im Sekretariat erfolgen muss.    
3.1.14 Der DGV legt den Zeitraum vom 1. November bis 30. April als denjenigen fest, in dem ohne besondere Genehmigung durch den LGV unter Anwendung von „Besserlegen“ vorgabenwirksam gespielt werden kann.    
3.1.15 Der DGV legt den Prüfungsinhalt für die Regelprüfung (inkl. Etikette) vor Erlangung einer EGA-Vorgabe bzw. der Platzreife fest (s. Buch „Golfregeln in Frage und Antwort“).    
3.1.16 Der DGV legt ein Verfahren zur Entscheidung über die Aberkennung und Wiederzuerkennung von EGA-Vorgaben fest (siehe Ziffer 3.13 und 3.14).    
3.1.17 Der DGV legt ein Verfahren für Spieler fest, die mit einer Entscheidung aus Ziffer 3.13 (Sperren der Vorgabe), 3.14 (Wiederzuerkennung der Vorgabe) oder 3.16 (Generelle Überprüfung des Spielpotenzials) nicht einverstanden sind.    
3.1.18 Der DGV legt fest, dass etwaige Teilnahmebeschränkungen für Wettspiele nur durch die jeweilige Spielleitung erfolgen können.

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3.1.19 Der DGV ist zuständig, die EGA-Vorgaben im Bereich von +1,0 und besser zu überprüfen und ggf. neu festsetzen, um einen fairen Zugang zu nationalen und internationalen Meisterschaften zu gewährleisten, zu denen eine Höchstvorgabe verlangt wird. Eine Festsetzung der Vorgabe durch den DGV ist in diesen Fällen für den Heimatclub verbindlich.

Anmerkung zum Zweck der Überprüfung von niedrigen Vorgaben:
Der Zweck der Überprüfung niedriger Vorgaben liegt darin sicherzustellen, dass diese in Übereinstimmung mit dem Vorgabensystem berechnet wurden und dass alle auswärtigen Ergebnisse eingetragen wurden. Die Überprüfung der Vorgabenstammblätter im Intranet erfolgt durch Abgleich mit den Ergebnislisten oder Ranglisteneinträgen im Internet von nationalen oder internationalen Wettspielen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass Spieler mit unvollständigen Vorgabenstammblättern dazu neigen, niedrigere Vorgaben zu haben, als es ihrem Spielpotenzial entspricht. Während dies zwar keinen Einfluss auf ein Brutto-Zählspielergebnis hat, so hat es doch erheblichen Einfluss auf die Teilnahmemöglichkeit an wichtigen Wettspielen. Mit der Überprüfung wird ein gleichmäßigeres Teilnehmerfeld sichergestellt.

Für die Überprüfung werden z. B. folgende Faktoren herangezogen:
- die Anzahl Teilnehmer in einem Wettspiel,
- die Anzahl Wettspiele eines Spielers und
- die Bedeutung des Wettspiels (Verbandswettspiel, internationales Wettspiel, auswärtiges Wettspiel bei einem DGV-Mitglied, Wettspiel im Heimatclub).

Die Festsetzung einer neuen Vorgabe durch den DGV erfolgt unter Berücksichtigung und Gewichtung der o. g. Punkte sowie ggf. weiterer aussagekräftiger Faktoren.
Alle Vorgaben müssen korrekt sein. Aber Vorgaben, mit denen Spieler sich zu internationalen Wettspielen melden können und damit ggf. anderen Spielern einen Startplatz wegnehmen können, sind vor dem Hintergrund des Fairplay-Gedankens besonders sorgfältig zu prüfen. Dies erfolgt durch den DGV regelmäßig und unter Berücksichtigung der gleichen Aspekte wie in den Ziffern 3.15 bzw. 3.16 des EGA-Vorgabensystems für alle Spieler auf Clubebene vergleichbar vorgesehen.