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EGA-Vorgabensystem Erläuterung  
2.7 Zulässige Änderungen an einem vermessenen Platz  
2.7.1 Jedes DGV-Mitglied muss jederzeit die vermessene Länge der einzelnen Spielbahnen seines Platzes aufrechterhalten.




   
2.7.2 Vorgabenwirksame Bedingungen existieren nur bei einer vermessenen Länge von mindestens 2.750 Meter über 18 Löcher oder 1.375 Meter über neun Löcher.

   
2.7.3 Vorgabenwirksame Bedingungen existieren nicht, wenn die Länge des Platzes von der vermessenen Länge um mehr als 100 Meter über 18 Löcher abweicht oder um mehr als 50 Meter über neun Löcher.
   
2.7.4 Um die im Course-Rating berücksichtigten Besonderheiten des Platzes nach Ziffer 2.7.3 einzuhalten, sollen die Abschlagmarkierungen zur Bestimmung des Abschlags (siehe Golfregeln, Erklärung „Abschlag“) nicht mehr als zehn Meter vor oder hinter den jeweiligen Messpunkt gesetzt werden.

Anmerkung: Unter außergewöhnlichen Umständen darf auf höchstens zwei von 18 Löchern oder einem von neun Löchern der Abschlag mehr als zehn Meter vor oder hinter dem Messpunkt gesetzt werden. Dies ist nur zulässig, wenn Pflegearbeiten die Golfanlage dazu zwingen, die Abschläge außerhalb des o.g. Bereichs zu setzen. Weicht in diesen Fällen die Länge des Platzes um mehr als 100 Meter von der vermessenen Länge ab, so existieren keine vorgabenwirksamen Bedingungen (siehe Ziffer 2.7.3).
Üblicherweise handelt es sich bei solchen Veränderungen um Verkürzungen eines Platzes am Abschlag oder am Grün aufgrund von Renovierungsarbeiten.  
2.7.5 Die Abschläge sollten so gesetzt werden, dass die vermessene Länge des Platzes in jeder vorgabenwirksamen Runde von Tag zu Tag annähernd erhalten bleibt. Dies kann durch die Verwendung der Abschlagflächen vor oder hinter dem Messpunkt entsprechend den jeweiligen Witterungsbedingungen (Nässe / Trockenheit) geschehen.    
2.7.6 Das Spiel auf einem provisorischen Grün je neun Löcher ist zulässig, sofern dadurch die Länge des Platzes nicht mehr als zulässig verändert wird (siehe Ziffer 2.7.3).
Wird durch provisorische Grüns oder andere Veränderungen die Spielschwierigkeit des Platzes bedeutend verändert, so sollte der Deutsche Golf Verband angesprochen werden, falls vorgabenwirksame Bedingungen gewünscht werden.
   
2.7.7 Die Golfanlage muss dem Deutschen Golf Verband dauerhafte Veränderungen an einem vermessenen Platz melden. Diese Änderungen machen eine Überprüfung des Course-Ratings erforderlich und führen u. U. zu einem erneuten Rating des Platzes oder des betroffenen Teils des Platzes. Ziel ist es, die gerateten Platzbedingungen über die Saison beizubehalten.

Anmerkung:
Ein Platz ist mit seiner effektiven Spiellänge geratet worden, wie er sich in der Spielsaison unter normalen Bedingungen darstellt, wenn die meisten Runden gespielt werden. Verändert sich die Länge oder die Spielschwierigkeit bedeutend, beeinflusst dies die Ergebnisse und es verzerrt die Vorgaben.

Ziel des Greenkeeping-Teams sollte es sein, die gerateten Bedingungen möglichst zu jeder Zeit so konstant wie möglich zu halten. Nachfolgende Punkte lohnt es sich zu beachten:

- Verwenden Sie unterschiedliche Fahnenpositionen, z. B. sechs leichte, sechs mittlere und sechs schwere.

- Verändern Sie die Position der Abschlagmarkierungen, um die vermessene Länge aufrechtzuerhalten.

- Erhalten Sie die Daten des Course Ratings aufrecht, vor allem die Länge, Rough-Höhe, Breite der Landezonen und die Ballrollgeschwindigkeit auf den Grüns.

- Überlegen Sie ein geändertes Rating zu beantragen, anstelle nicht vorgabenwirksam zu spielen, falls größere Arbeiten geplant sind. Diese Situation kann entstehen, wenn ein Loch bedeutend verkürzt werden muss, verkürzte Abschläge benutzt werden müssen, wenn Bunker aus dem Spiel genommen wurden oder wenn der Platz um mehr als 100 Meter verkürzt wurde. Fragen Sie den Deutschen Golf Verband in diesen Fällen um Rat.