Deutscher Golf Verband e.V.
Spanish Int. Amateur Championship

Spanish Int. Amateuer Championship - Tag für Tag

 

03.03.2012 – Die Finals der Internationalen Spanischen Amateur Meisterschaften stehen an. Bei den Ladies auf dem Platz El Valle in Murcia wird Karolin Lampert gegen die Niederländerin Ileen Domela Nieuwenhuis antreten, während bei den Herren ein bärenstarker Marcel Schneider zeitgleich in Alcanada auf Mallorca um den Titel kämpft.


Tag 4 Herren:
Marcel Schneider hat seine derzeit bestechende Form am zweiten Matchplay-Tag der Spanischen Internationalen Amateur Meisterschaften erneut unter Beweis gestellt. Gegen den Spanier Jon Rahm lief es anfangs zwar nicht ganz nach Wunsch, so dass der Schwabe nach sechs Bahnen 3down lag. Ganz ruhig spielte Schneider weiter, holt auf und ging mit 1down auf das 18.Tee. Dort glich er aus und erzwang so das erste Extraloch. Im Stile eines Klassegolfers spielte der Spieler vom GC Monrepos die Bahn 1 taktisch klug und lochte einen Putt von etwa 3,5 Metern absolut perfekt ein. Dieses Birdie bedeutete den Sieg, da der Spanier nur das Par schaffte.

Das Halbfinale gegen den Franzosen Franck Daux war fast schon entspannt sicher. Marcel Schneider machte ein gutes Spiel und lag ständig in Führung. Nie hatte er eine wirklich kritische Situation zu überstehen und gewann schließlich souverän mit 5/3.

Im Finale trifft der Deutsche Nationalspieler am morgigen Sonntag auf Jack Hiluta. Der Engländer setzte sich etwas überraschend mit 1auf gegen den Führenden der Europäischen Rangliste, den Niederländer Daan Huizing durch.

National-Trainer Uli Zilg sieht diesem Finale gelassen entgegen: „Ich bin überzeugt von Marcel. Er spielt auf so hohem Niveau und ist in echt beeindruckender Form. Er strahlt eine solche Ruhe aus, spielt absolut unaufgeregt und selbst schlechte Schläge bringen ihn nicht in Bedrängnis.“
Die nötige Portion Selbstvertrauen hat Marcel Schneider schon früh in diesem Jahr getankt, als er in Australien einen Titel gewonnen hat, ein weiteres Turnier auf Rang fünf beendete und zuletzt in Portugal als Zweiter nur dem Teamkollegen Moritz Lampert den Vortritt lassen musste.


Tag 4 Damen:
Karolin Lampert hält die Deutschen Farben in Spanien bei den Ladies im Rennen.
Gegen die Spanierin Ainhoa Olarra Mujika ging die Spielerin vom GC St.Leon-Rot sofort in Führung und baute diese bis Bahn 11 zum 4auf aus. Die Spanierin holte dann zwar mit zwei Birdies noch auf, aber letztlich brachte „Karo“ den Sieg mit 1auf ins Clubhaus.
Im Halbfinale gegen Chloe Williams ging es noch spannender zu. Die Waliserin sah sich früh mit einem deutlichen Rückstand konfrontiert. 4auf lag Karolin Lampert nach nur sieben Bahnen. Auf der 12 hatte Williams den Rückstand aber wieder aufgeholt und das Spiel ging bei a/s praktisch wieder von vorne los. „Das Spiel kann auch kippen, aber Karo hat immer, wenn es eng wurde, mit Birdies reagiert“, war Nationaltrainer Stephan Morales von der Vorstellung seiner Spielerin sehr angetan. Morales weiter: „Karolin hat immer unbeirrt weiter aggressiv zur Fahne gespielt und nie eine Schwäche erkennen lassen. Das ist beeindruckend, vor allem für ihr Alter.“ Am Ende wurde der Mut und das Kämpferherz der Badenerin belohnt. Sie gewann mit 2/1.

Im Finale wartet mit Ileen Domela Nieuwenhuis eine schwere Aufgabe für Karolin Lampert. Die Niederländerin hatte in der ersten Matchplay-Runde Ann-Kathrin Lindern ausgeschaltet und kommt mit der Empfehlung, die Spanierin Silvia Banón mit 6/5 regelrecht vom Platz gefegt zu haben. Vor zwei Jahren hatte Nieuwhuis bei der Mädchen-EM auch einmal Sophia Popov geschlagen.
„Am letzten Tag kommt es nochmals auf die körperliche und geistige Fitness an. Karo macht dabei einen sehr guten Eindruck“, ist Stephan Morales durchaus optimistisch für das große Finale, zumal die Spielerin mit Isabell Gabsa, die nach ihrem eigenen Ausscheiden als Caddie in Murcia geblieben ist, als Team einen sehr harmonischen Eindruck macht.

Aus Deutscher Sicht bietet der Finaltag in Spanien sowohl bei den Herren, wie auch bei den Damen also jede Menge Spannung und die Hoffnung auf einen weiteren großen Titel, nachdem in der noch jungen Saison schon mehrfach bei DGV Siege der Kaderspieler gefeiert werden konnten.


Tag 3 Herren:
In teils dramatischen und sehr hochklassigen Partien schrumpfte die Zahl der Deutschen Vertreter im Feld nach zwei Matchplay-Runden kräftig zusammen.
Ganz souverän und mit überragendem Spiel zog Marcel Schneider in die Runde der letzten Acht ein. Zunächst überrollte der Spieler vom GC Monrepos den Norweger Kristoffer Ventura mit 7/6. Anschließend musste der starke Franzose Edouard Espana erleben, wie gut Schneider derzeit in Form ist. Auch beim 5/3-Sieg war der Australian Amateur Champion immer Herr der Lage und hatte nie eine kritische Phase zu überstehen.

Im mannschaftsinternen Duell setzte sich Moritz Lampert gegen Sebastian Schwind mit 3/2 durch. In der zweiten Partie des Tages ging der Spieler des GC St.Leon-Rot gegen den Waliser James Frazer mit 2 down auf die 16. Hier verkürzte er mit einem Birdie und machte die Partie so nochmals richtig eng. Nach geteilter 17 lag Lampert auf Bahn 18 viel besser als sein Kontrahent. Der Waliser kam aus einer schweren Lage nicht aufs Grün, hatte dann aber das große Glück, einen wiederum nicht optimal getroffenen Ball so gegen die Fahne zu chippen, dass der Ball fiel. Denkbar unglücklich schied Moritz Lampert so doch noch mit 1down aus.

Extrem dramatisch machte es Stefan Still. Gegen den Franzosen Adrien Saddier ging die Partie bis auf das 22.Loch, ehe sich der Münchner denkbar unglücklich geschlagen geben musste. Dabei zündeten beide Spieler ein Feuerwerk von Zauberschlägen und Birdies. Nationaltrainer Uli Zilg geriet förmlich ins Schwärmen: „Teilweise waren es Weltklasse-Schläge, die beide Spieler zeigten!“

Am vierten Tag ist damit zwar lediglich Marcel Schneider im Rennen, aber für ihn sieht Uli Zilg gute Aussichten: „Marcel ist in sehr guter Form und ich bin zuversichtlich, dass er auch morgen eine gute Leistung bringen wird.“  Schneider trifft auf den Spanier Jon Rahm.


Tag 3 Damen:
Auch bei den Damen lichtete sich in den beiden ersten Matchplay-Runden das Deutsche Feld. Ann-Kathrin Lindner hatte gegen Ileen Domela Nieuwenhuis mit 5/4 das Nachsehen. Die Niederländerin nutzte zwei frühe Fehler der Deutschen aus und hatte an einigen Bahnen auch das nötige Quäntchen Glück. Lindner spielte gut, konnte aber mit mehreren ausgelippten Putts nicht mehr aufholen.

Isabell Gabsa, die am Vortag mit der besten Runde des Tages geglänzt hatte, verlor ihr erstes Matchplay ebenso gegen eine der vielen Spanierinnen des Feldes, wie Olivia Cowan. Gabsa hatte noch auf der Backnine mit 2auf geführt, musste sich am Ende aber doch geschlagen geben.
Quirine-Louise Eijkenboom konnte dagegen die Schwedin Frida Gustafsson-Spang klar mit 4/3 bezwingen, nachdem sie nach neun Bahnen noch gleichauf lag. Auf der Backnine lief der Putter der Münchnerin heiß und sie zog Birdie für Birdie davon. Anschließend unterlag sie der Schottin Pamela Pretswell mit 2down. Mit Birdies auf den Bahnen 16 und 17 hatte Eijkenboom es gegen die 21.der Europäischen Rangliste am Ende aber noch einmal spannend gemacht.

Karolin Lampert bleibt somit als einzige Spielerin des DGV noch in der Meisterschaft. Nach Siegen gegen die in der EGA-Rangliste auf Rang 13 notierten Waliserin Amy Boulden (4/3) sowie gegen die Spanierin Ana Sanjuan Gutierrez (1auf) hat die junge Spielerin aus St.Leon-Rot morgen in der ersten Partie gegen Ainhoa Olarra Mujika gute Aussichten, das Halbfinale zu erreichen. „Mal sehen, wie weit Karo es noch schafft. Sie kann an einem guten Tag alle Gegnerinnen schlagen“, ist Stephan Morales zuversichtlich für den morgigen Tag.

Der Trainer des C-Kaders war nach diesem Tag insgesamt sehr zufrieden, denn dass vier seiner jungen Spielerinnen bei einer der bestbesetzten Damenmeisterschaften den Cut schaffen, war nicht unbedingt zu erwarten. "Das ist hier kein Jugendturnier", betont der Nationaltrainer die starke Leistung seines Kaders. Damit liegt der Nachwuchs des DGV international hervorragend, zumal heute die Anforderungen speziell für die jüngeren und somit noch nicht so routinierten Spielerinnen bei einem heftigen Wetterumschwung besonders hoch waren.




Tag 2 Herren:
Vier Spieler aus Deutschland haben die Lochwettspiele erreicht. Mit dieser sehr guten Zwischenbilanz endete die Zählspielqualifikation in Alcanda.
Sebastian Schwind legte eine sichere 72 nach und ist damit auf Rang 4.
Ganz stark präsentierte sich wieder einmal Marcel Schneider. Mit 69 Schlägen schob er sich auf den sechsten Rang vor. „Wenn es darauf ankommt, kann Marcel sich im Moment immer steigern“, zollte Nationaltrainer Uli Zilg seinem Schützling Respekt.
Stefan Still und Moritz Lampert lieferten mit jeweils 74 Schlägen eine Punktlandung ab und haben gleichauf als 24. den Cut geschafft.
Benedict Staben konnte sich zwar steigern, aber seine Aufholjagd wurde nicht mehr belohnt. Florian Kolberg ist mit seiner 79 noch auf den 51.Rang zurückgefallen. Für ihn ist das Turnier damit ebenso beendet, wie auch für Max Eichmeier, der mit Runden von 77 und 78 am Ende Rang 90 belegt.


Tag 2 Damen:
Das Ergebnis bei den Damen fällt gemischt aus.
Ann-Kathrin Lindner hat mit ihrer zweiten, sehr soliden Runde von 72 Schlägen auf Rang 7 den Einzug in die Lochspielrunden sicher geschafft. „Ich freue mich, denn ich habe hier das erste Mal bei einem großen, internationalen Turnier die Lochspiele erreicht“, war „Anka“ Lindner happy. Ganz ruhig spielte sie im letzten Flight des Tages ihren Ball und lochte am Ende auch schwierige Putts.
Ihre gute Ausgangslage durch zwei katastrophale Löcher verspielt hat dagegen Nina Holleder. Sie verpasste durch ihre 79 hauchdünn den Cut.
Erfreulich aus Sicht von Nationaltrainer Marcus Neumann: Lara Katzy konnte ihre starken Trainingsleistungen vom Winter bestätigt und war heute mit einer 71 im Aufwind. Den Cut hat sie dennoch verpasst, wie auch Denise Kalek, die heute ebenfalls eine solide 71 ins Clubhaus brachte.

Fast schon sensationell stark präsentierte sich der C-Kader von Nationaltrainer Stephan Morales. Isabell Gabsa ließ ihrer 72 die beste Runde des Tages folgen und schob sich dank der 67 auf den 3.Rang vor.
Auch Olivia Cowan steigerte sich und kletterte mit einer Runde von -1 auf Platz 19, schlaggleich mit Karolin Lampert.
Das ganz starke Mannschaftsbild rundete Quirine-Louise Eijkenboom ab, die mit einer Par-Runde auf Rang 26 sicher den Cut schaffte.

Fünf Deutsche im 32er-Lochspielfeld – das lässt für die folgenden Tage auf Hochspannung hoffen.



Tag 1 Herren:
Aus Deutscher Sicht ist der erste Tag solide gewesen. Sebastian Schwind hat eine 69 ins Clubhaus gebracht und liegt damit auf dem zweiten Rang. Der Franzose Romain Langasque liegt nach einer phantastischen 64 klar in Front.
Marcel Schneider und Moritz Lampert liegen gleichauf mit 73 Schlägen. Beide hatten dabei noch einige Schläge Luft. Mehrere Putts sind hauchdünn an der Lochkante hängen geblieben, so dass das ganz solide lange Spiel nicht belohnt wurde. Stefan Still brachte ebenfalls eine 73 ins Clubhaus.
Max Eichmeier und Benedict Staben haben mit einer 77 Schlägen die Runde beendet. Bei Staben waren Schläge, die nicht optimal getroffen waren, meist sofort auch richtig „teuer“. Da sich noch einige Dreiputts ins Spiel gemogelt hatten, ist fünf über Par die logische Konsequenz.
Nationaltrainer Uli Zilg ist für den zweiten Tag optimistisch: „Der Cut dürfte bei +1 oder Par sein, so dass für alle Spieler unseres Teams noch gute Chancen bestehen, sich für die Lochspielrunden zu qualifizieren!“

Tag 1 Damen:
Aus dem Deutscher Kader haben Ann-Kathrin Lindner und Nina Holleder mit jeweils -2 sehr starke Runden abgeliefert und liegen auf dem geteilten fünften Platz. Natalia Escuriola Martinez führt mit -5 das Feld an.
Ihre 2 unter Par haben Lindner und Holleder jeweils mit fünf Birdies und drei Bogeys erspielt.
Karoline Lampert liegt mit -1 ebenfalls hervorragend auf Rang 8.
Isabel Gabsa und Laura Lorenzen liegen mit +1 auf dem 15.Platz. Auch Quirine Eijkenboom und Olivia Cowan dürfen sich mit +5 auf Rang 42 noch große Hoffnungen machen, den Cut zu schaffen.

stebl´


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