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Alle Deutschen ausgeschieden

 
Vicki Troeltsch

28.6.2012 - Die Ladies British Open Amateur Championship 2012 sind für die deutschen Spielerinnen beendet. Bis auf Isi Gabsa schieden alle in der ersten Matchplay-Runde aus. Für die Ulmerin kam das Aus in Runde zwei.




Den Titel sicherte sich die Irin Stephanie Meadow. Im Finale bezwang sie die Spanierin Rocio Sanchez Lobato mit 4und3.



Update 28.6.2012

Ann-Kathrin Lindner unterlag Augusta James (CAN) mit 3und1, war nachher aber nicht unzufrieden: „Ich habe heute mein bestes Golf der Woche gespielt. Aber meine Gegnerin hat fehlerfrei gespielt.“

Vicki Troeltsch, die gestern mit einer 71er Runde so überzeugt hatte, unterlag der Engländerin Kelly Tidy mit 3und2.
"Mein langes Spiel war eigentlich gut, aber ich habe am Anfang meine Birdiechancen nicht genutzt und lag somit nach sechs Löchern "nur" 1 unte Par, aber 2down. Danach habe ich auch die kurzen,  wichtigen Putts nicht mehr gemacht. Somit lag ich schon 4down nach elf Bahnen. Kelly Tidy hatte einfach fantastische Putts und verschob keinen unter 3 Meter", fasst die Müncherin ihre Runde zusammen. "Hoffentlich kommt bald eine Revanche", fügte Troeltsch augenzwinkern hinzu.


Ariane Provot (FRA) war der Stolperstein für Nina Holleder. Die Spielerin aus St.Leon-Rot unterlag knapp mit 2und1.

Das erwartet umkämpfte Match lieferten sich Sophia Popov und Amanda Strang (SWE). Auf Bahn 18 hätte Popov die Partie ausgleichen können, zog am Ende aber doch mit 2down den Kürzeren.

Einzig Isi Gabsa überstand die morgentliche Matchplay-Runde. Gegen die Finnen Noora Tamminen setzte sich die Ulmerin mit 2und1 durch.

Die zweite Runde führte Gabsa gegen Ariane Provot. Nach neun Bahnen lagen beide all square. Am Ende hatte die Französin auch ihre zweite Deutsche Gegnerin geschlagen. Mit 2und1 endet die Partie gegen Isi Gabsa.

„Wir hatten sehr starke Gegnerinnen und nach ein paar Fehlern an den falschen Stellen war das Turnier schneller für uns beendet als wir es gedacht hatten“, analysiert Bundestrainer Marcus Neumann die Niederlagen der Deutschen Spielerinnen. Nach der guten Zählspiel-Qualifikation hatten wir uns natürlich mehr erhofft. Und dennoch: Carnoustie hat uns weiter gebracht!“


Update 27.6.2012

„Ein guter Tag für Deutschland an einem schlechten Tag in Schottland“, bringt Bundestrainer Marcus Neumann den zweiten Tag in Carnoustie auf eine kurze Formel.

Den Cut souverän geschafft haben mehrere Deutsche Spielerinnen. Mit den Bedingungen heute besonders gut zu Recht gekommen ist Vicki Troeltsch. Die Münchnerin spielte mit 71 das zweitbeste Tagesergebnis und rückt damit auf Platz 9 vor. Die Studentin lag nach zwölf Bahnen sogar bei -3 für den Tag, musste auf der späten Backnine aber noch zwei Bogeys hinnehmen.
Bundestrainer Marcus Neumann lobte das exakte Lange Spiel und auch die guten Putts.
„Das schottische Golf ist schon anders- manchmal mit den
tiefen Fairway- und Grünbunkern frustrierend, manchmal springt der Ball glücklich, aber auf jeden Fall interessant“, beschreibt Vicki Troeltsch ihre Erfahrungen bei diesem Turnier. „Jetzt bin ich froh, dass es für den Cut gereicht hat und freue mich auf das Lochwettspiel!“

Schlaggleich mit Troeltsch bei +6 eine gute Zählspielqualifikation hat Isi Gabsa gespielt. Die Ulmerin kam nach ihrer stabilen 77 aus dem windigen ersten Tag heute mit 73 Schlägen über den Platz, spielte dabei auf Bahn 12, einem 422 Meter langen Par 5 sogar einen Eagle.

Ebenfalls im Cut ist Sophia Popov. Die College-Studentin hatte gestern die beste Runde aller Deutschen Teilnehmerinnen gespielt, kam heute mit einer 78 vom Platz. Auf der Backnine hatte die Spielerin des GC St.Leon-Rot alleine fünf Schläge verloren, wobei einige Bogeys eingeplant waren, um kein Risiko einzugehen. Das Desaster von Van de Velde bei der Open 1999 wirkt hier noch nach.

Auf Rang 32 kam Ann-Kathrin Lindner mit insgesamt +10 ins Ziel. Auch die Norddeutsche, die für St.Leon-Rot spielt, steigerte sich heute. „Ich habe mich durchgekämpft und manchmal gehört auch ein wenig Glück dazu", ist Ann-Kathrin Lindner froh, trotz der schweren Bedingungen im Cut zu sein.

Einen Schlag mehr hat Nina Holleder gebraucht, ist aber ebenfalls sicher im Cut.
„Linksgolf ist einfach gewöhnungsbedürftig. Gestern hatte ich große Probleme, mich anzupassen. Das wichtigste war, taktisch klug zu spielen. Das ist mir heute gelungen“, zieht Nina Holleder ein Zwischenfazit.

Obwohl Karolin Lampert schlaggleich mit der 64. ist, hat sie den Cut nicht geschafft. Um den letzten Platz im Matchplay wird nicht separat gestochen, sondern nur nach Scorekarte. Und da hatte die junge Spielerin aus Sandhausen heute das Nachsehen.

Die Scores der Zahlspielrunden sind ab morgen irrelevant. Das Turnier beginnt mit den Matchplays ganz neu.
Ein Highlight wird das Match zwischen Sophia Popov und Amanda Strang (Schweden) werden. "Zwei Kämpfertypen treffen aufeinander", charakterisiert Marcus Neumann die Vorzeichen.



Update 26.6.2012

Die Teilnehmerinnen bekommen von der Ladies Golf Union in Carnoustie einen längeren Platz als Herausforderung als die Proetten bei der Ladies British Open im vergangenen Jahr. 67 Meter mehr in Summe bei ebenfalls Par 72.

Am besten meisterte in der ersten Runde der Zählspielqualifikation die Französin Celine Boutier den Course. Bei ihrer Runde mit 70 Schlägen gelangen Boutier auf den drei langen Bahnen (6, 2 und 14) jeweils Birdies. Auch auf der 15 lochte sie einen 8-Meter-Putt. Tribut forderten die beiden Abschlussbahnen, auf denen die aktuelle Siegerin der Internationalen Amateur Meisterschaften von Deutschland sich jeweils ein Bogey notieren musste.
Lange lag Celine Boutier alleine in Führung, ehe am späten Nachmittag die Italienerin Guila Molinaro, die gerade ihr viertes Jahr an der Arizona State University beendet hat, gleichzog.

Beste Deutsche auf dem extrem anspruchsvollen Platz in Carnoustie ist Sophia Popov. Die Spielerin des GC St.Leon-Rot startete mit einem Birdie, musste sich auf der Backnine drei Bogeys notieren und liegt mit +2 für den Tag auf dem geteilten elften Rang.

Isi Gabsa liegt mit +5 auf Rang 32, Nicola Rössler mit +6 auf Platz 40.
Ann-Kathrin Lindner, Vicki Troeltsch und Antonia Scherer spielten eine 79er Runde und teilen sich Rang 54.

Morgen in der zweiten Zählspielrunde haben aber auch noch Nina Holleder und Karolin Lampert (je +8) sowie Sophia Zeeb (+9) und Leigh Whittaker (+10) gute Aussichten, den Cut zu schaffen. Auch Lara Katzy hat nach ihrer 83 bei nur vier Schlägen Rückstand noch Aussichten, sich in die Matchplays zu spielen.

"Teilweise haben die Spielerinnen nur kleine Fehler in der taktischen Disziplin oder technische Unzulänglichkeiten gezeigt, die aber große Auswirkungen hatten. Daher bin ich mit den Leistungen auch nicht zufrieden", hatte sich Marcus Neumann bessere Scores seiner Schützlinge erhofft. Sophia Popov bilde insgesamt die positive Ausnahme.
"Morgen wird es bei widrigen Bedingungen eine grenzwertige Herausforderung", blickt der Bundestrainer in die zweite Runde voraus.





Vor dem Start

Wie bei den Herren, so lockt auch bei den Damen neben der Ehre, den Medaillen und Pokalen eine ganz besondere Auszeichnung die stärksten Spielerinnen zu diesem Turnier: Die Siegerin bekommt Einladungen zur British Open und aus zu den US Open der Damen! Zwei Majors auf einen Streich.

Nach zwei Runden Zählspielqualifikation wird es in Carnoustie einen Cut geben. Die besten 64 Spielerinnen treten dann im Matchplay gegeneinander an, um die Siegerin auszuspielen.
Carnoustie Golf Links war seit 1931 sieben Mal Austragungsort von „The Open“. Letzter Sieger 2007 war der Ire Padraig Harrington.
2011 war die Women´s British Open an der Schottischen Nordseeküste zu Gast.
Die Ladies British Amateur Championship, die bereits seit 1893 ausgetragen wird, fand erst zweimal in der Nähe von Dundee auf dem legendären Links Course statt: 1963 und 1971.

Im letzten Jahr gewann Lauren Taylor mit 16 Jahren als jüngster Spielerin in der 118-jährigen Turniergeschichte die British Ladies Open Amateur Championship. Die britische Titelverteidigerin ist auch in diesem Jahr am Start.


Starkes Deutsches Team

Aus Deutschland wird eine starke Mannschaft versuchen, dem Platz und auch dem Wind an der Nordseeküste zu trotzen. Marcus Neumann und das Trainerteam des DGV sieht dieses wichtige Turnier gemeinsam mit der Einzel-EM in Slowenien als wesentlichen Schritt zur Mannschaftsfindung für die Team-WM, die Ende September in der Türkei ausgetragen wird. Neumann hat seine Mannschaft über die Kriterien informiert, die für die Nominierung angesetzt werden und will damit das Verfahren für seine Spielerinnen so transparent wie möglich machen.

In Carnoustie sieht der Bundestrainer eine wesentliche Voraussetzung, um erfolgreich spielen zu können, in der mentalen Stärke. Durch die engen Bodenwellen und knallharten Fairways dieses klassischen Linkscourses kann es den Spielerinnen passieren, dass ein eigentlich optimal geschlagener Drive unglücklich springt und so die Lage den Score in Gefahr bringt. „Wer da nicht den Kopf frei hat und einfach den nächsten Ball ohne zu hadern weiter spielt, hat schon verloren“, sieht Neumann mögliche Situationen voraus, an denen Spielerinnen ihren Score ruinieren können.

13 Spielerinnen aus Deutschland werden versuchen, der internationalen Konkurrenz aus Europa und Übersee Sieg und Titel streitig zu machen:
Sophia Popoy, Lara Katzy, Ann-Kathrin Lindner, Nicola Rössler, Roberta Röller, Vicki Troeltsch, Nina Holleder, Leigh Whittaker, Antonia Scherer, Karolin Lampert, Isi Gabsa, Sophia Zeeb und Olivia Cowan.
Die Spielerin mit der derzeit besten Stammvorgabe kommt aus Deutschland: Antonia Scherer startet mit +4,9, hat allerdings durch ihren langen, verletzungsbedingten Ausfall sicher noch Nachholbedarf an Spielpraxis.

Einen großen Vorteil gegenüber vielen Konkurrentinnen haben die Deutschen Spielerinnen: sie wohnen komfortabel direkt am Golfclub. Die zeitaufwändige Rundtour durch mehrere Bed&Breakfast-Häuser entfällt, so dass sich Spielerinnen und Betreuer ganz auf das sportliche Geschehen konzentrieren können.

stebl´

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