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Sandra meets Tiger!

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April 2012

Hallo liebe Leser,

endlich hat die Saison begonnen und ich habe meine ersten drei Turniere gespielt. Es war schön, wieder dort draußen zu sein, und den Urlaubsstaub abzuschütteln.

Mein erstes Turnier 2012 habe ich in Australien bestritten. Es war, wie auf einem Karussell. Rauf und runter. Die ersten zwei Tage sind super gelaufen, dann am dritten Tag klappte nichts mehr. Daher sind diese Turniere am Anfang der Saison so wichtig. Man will die Sachen ausprobieren, an denen man in der Off-Saison gearbeitet hat.

Der Platz in Australien gehört zu den schönsten der Welt, letztes Jahr wurde dort der Präsident Cup (USA gegen den Rest der Welt außer Europa) gespielt. Die Grüns sind sehr onduliert, sehr schnell und werden von vielen Bunkern “verteidigt”.  Es herrschten sehr windige Verhältnisse, bei denen man die Drives auf die schmalen Fairways platzieren musste. Ein guter Test für den Anfang. Ich komme gerne nach Australien, die Leute dort sind sehr “legere“, liebenswürdig und wissen das Leben zu genießen. Nicht zu Letzt kann man dort deshalb auch sehr gut essen.  

Der nächste Stopp war Thailand. Es war heiß und sehr feucht. Am ersten Tag des Turniers bin ich mit einer Migräne fast zusammengebrochen (obwohl ich viel getrunken habe). Der Arzt hat mir ein paar Tabletten verschrieben und damit war ich wieder in der Lage, am nächsten Tag weiter zu spielen. Dann ging es einigermaßen – ich konnte aber keine Wunder erwarten. Am Anfang der Turnierwoche hatte ich es geschafft, einen Tiger Zoo zu besuchen. Ich durfte einen Baby-Tiger füttern und mich dann neben einen riesigen Tiger setzen. Aber das mache ich nicht noch einmal!

Das dritte Turnier war in Singapur. Normalerweise ist das Wetter dort noch viel schlimmer als in Thailand, aber entweder habe ich mich so langsam daran gewöhnt oder es war vielleicht doch nicht so heiß wie sonst. Da ich in der Vergangenheit auf diesem Platz und unter den heißen und feuchten Bedingungen nie richtig gut gespielt habe, haben wir uns mit meinem Caddie entschieden, sehr konservativ zu spielen, einfach nur Fairways zu treffen (oft mit einem Holz 3 oder sogar mit dem Hybrid) und dann Mitte Grün zu spielen, nach dem Motto “Paar ist gut, Birdie ist ein Bonus”. Wenn man von einigen “unforced Errors”  wie man es im Tennis sagt, absieht, spielte ich vier solide Runden von 72,71,71,71, was dann im Endeffekt zum geteilten 15. Rang reichte. Ich denke, es ist vielleicht eine gute Strategie für die Zukunft. Gerade dann, wenn man
Plätze unter schwierigen Bedingungen spielt oder jene, die einem nicht so gut “liegen”.

Nach einer Woche Erholungspause bin ich wieder zurück in den USA und bereite mich für die nächsten Turniere vor. Wir werden in Arizona und Kalifornien spielen. Bei der Kia Classic in Phoenix habe ich meinen Titel zu verteidigen, danach kommt das erste Major des Jahres – die Kraft Nabisco Championship in Palm Springs. Ich hoffe, ihr haltet mir die Daumen!

Eure
Sandra Gal
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Steckbrief - Sandra Gal

Sandra Gal ist die zurzeit beste deutsche Golfspielerin. Ende 2012 belegte sie den 32. Rang der Weltrangliste und den 25. Rang in der LPGA-Preisgeldliste. Seit 2008 spielt die langjährige DGV-Nationalspielerin auf der amerikanischen LPGA-Tour und seit 2011 ist sie Mitglied der LET. 2011 gelang ihr mit dem Erfolg bei den KIA Classics nicht nur der erste Sieg bei einem LPGA-Turnier, sondern gehörte die frühere Europa- und DGV-Ranglistensiegerin auch dem siegreichen europäischen Solheim-Cup-Team an. Seit 2012 arbeitet die gebürtige Düsseldorferin mit dem DGV als Botschafterin für Mädchen- und Damengolf zusammen. Auf DGV-DRIVE bloggt Sandra über ihr Leben als Profigolferin.
Sandra Gal