Doppelsieg für Wales - Pugh gewinnt Titel
11.8.2012 – Der Finaltag hatte es bei den Europameisterschaften der Herren in Irland in sich. Der Wind, der bisher praktisch keine Rolle gespielt hatte, war heute frisch bis stark und hat die Spieler vor erhebliche Probleme gestellt. Der Montgomerie-Platz im Carton House Golf Club in Maynooth vor den Toren von Dublin hat damit am letzten Tag doch noch Zähne gezeigt und neben der Länge und den unzähligen, beeindruckenden Bunkern auch noch die Naturelemente als wesentlichen Bestandteil in Spiel gebracht.
Update 11.8.2012
An diesem Tag, an dem es wieder trocken und sonnig war, war der Wind so heftig, dass er auch bei kurzen Schlägen und auf dem Grün ins Spiel kam. Mitunter bewegten sich sogar ruhende Bälle.
Für die Deutschen Spieler sind dies meist Bedingungen, mit denen sie nicht so gut zurecht kommen und im Klassement Plätze einbüßen. Nicht so heute. Moritz Lampert kam wieder mit einer starken 70 vom Platz und rückte damit im Endklassement noch einige Plätze vor – für die Top 10 reichte es aber nicht mehr ganz. Der Spieler des GC St.Leon-Rot belegt als bester Deutsche Rang 13.
Durch den starken Wind war der Platz heute anders zu spielen. Hier hat sich die gute Vorbereitung für Moritz Lampert noch einmal ausgezahlt. Auf der Frontnine war er zunächst in Schwierigkeiten und lag nach sieben Bahnen +3. Auf dem Rückweg ins Clubhaus lief es dann aber viel besser und insgesamt spielte der Sandhausener noch vier Birdies sowie zum versöhnlichen Ausklang einen Eagle auf Bahn 18.
„Insgesamt bin ich zufrieden mit meiner Leistung. Natürlich hätte es noch besser laufen können, aber mein Spiel war insgesamt an allen Tagen solide und gut“, zieht Lampert ein positives Resümee dieser EM.
Max Röhrig brachte nach einem Eagle auf Bahn 18 noch eine Runde mit Even Par in das herrschaftliche Clubhaus auf Carton House und kletterte damit noch etliche Ränge auf Rang 38, denn die Mehrzahl der Spieler, die den Cut zur Finalrunde gemacht hatten, mussten Scores notieren, die weit über Par lagen. Der Gesamtscore des Frankfurters liegt damit bei +1.
Knapp über dem „Null-Median“ kam Max Rottluff ins Ziel. Seine 73 vom heutigen Tag bringt seinen Gesamtscore auf -1. Dies reicht für Platz 25.
Spielerisch war die Leistung des Hubbelrather heute besser als an den anderen Tagen, aber durch die schwierigen Bedingungen wurden auch kleine Fehler hart bestraft. Ein Top-Score, den Rottluff heute hätte spielen können, wurde dadurch verhindert und damit auch der Sprung in die Top 10.
„Ich bin aber zufrieden mit meiner Steigerung am heutigen Tag und freue mich nun auf die Zeit in den USA“, blickte der angehende College-Spieler schon nach vorne.
Einen Schlag mehr in der Endabrechnung hat Philipp Westermann, der heute „drei über“ spielte und damit unter dem Strich bei Even Par liegt. Dies reicht für Platz 32 im Endklassement.
Rhys Pugh gewinnt Europameisterschaft
Ganz wunderbar kam Rhys Pugh mit dem Wind zurecht. Der Waliser brachte bei diesen Bedingungen eine 66 ins Clubhaus und verbessert seinen Gesamtscore damit auf -11 für das Turnier. Dies reichte am Ende für den Turniersieg, denn die Führenden ließen alle Federn. Die Silbermedaille sicherte sich mit James Frazer ein weiterer Waliser. Frazer hatte gestern einen Fabel-Platzrekord aufgestellt und spielte sich heute mit einer 71 auf gesamt -10.
Am Ende nichts mehr mit der Titelvergabe zu tun hatte der Leaderflight. Pontus Widegren aus Schweden lag nach der Frontnine schon +6 und konnte auch auf der Backnine nicht mehr zurück ins Titelrennen kommen.
Der Portugiese Goncalo Pinto, der an den drei Tagen zuvor sehr konstant gespielt hatte und jeweils mit 68 Schlägen ins Clubhaus gekommen war, kam mit dem Wind von Dublin ebenfalls nicht zurecht. Nach 13 Bahnen lag er +4, spielte noch jeweils zwei Bogeys und zwei Birdies, so dass für ihn am Ende eine 76 steht, womit er auch das Podium verfehlt hat.
Die Bronzemedaille sicherte sich der Däne Thomas Sörensen.
stebl´
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Update 10.8.2012
Schon auf der Frontnine war Frazer, der zehn Minuten nach Max Röhrig, also früh am Morgen gestartet war, sehr gut unterwegs und lag „vier unter“. Auf Bahn 10 leistete sich der Waliser sogar noch einen Bogey, ehe er den Turbo richtig einschaltete. Auf Bahn 11 holte er sich den Schlag zurück und setzte dann zu einem Endspurt an, der seinesgleichen sucht. Er beendete seine Runde mit Birdie-Birdie-Birdie-Birdie-Eagle! Auf der Backnine hatte er ganz zehn Putts gebraucht und es schien fast so, als ob Frazer keinen Ball daneben schieben kann. Auf Bahn 18 wollte er eigentlich nur sicher ans Loch, um mit einem finalen Birdie den Platzrekord von 63 Schlägen zu sichern, den er schon vor Augen hatte. Doch auch dieser Putt fiel und so steht nun mit 62 ein neuer Rekord, der so schnell wohl nicht mehr gebrochen werden wird.
Frazer hatte mit der frühen Startzeit einen kleinen Vorteil, weite Teile seiner Runde bei sehr wenig Wind spielen zu können. Zudem schien bereits am Morgen die Sonne, so dass die Bedingungen mehr als perfekt waren. Als der Waliser dann am hintersten Ende des Platzes angekommen war, lebte der Wind nach und nach auf und schob die Bälle beinahe schon magisch an. Ganz großer Sport, der hier auf Carton House, auf historischem Gelände geboten wird.
Nicht ganz so glücklich ist der Tag für die Deutschen Teilnehmer verlaufen.
Am ehesten zufrieden sein konnte noch Moritz Lampert, der wie schon in der Auftaktrunde wieder eine 70 unterschreiben durfte. Das Ende der Runde war allerdings nicht gelungen. „Mo“ lag nach einem Eagle auf der 15 „drei unter“, verlor auf der 16 durch einen Dreiputt aber gleich wieder einen Schlag. Auf Bahn 18 hätte der Sandhausener gerne Birdie oder gar Eagle gespielt, um zumindest eine Runde in den 60er zu Wege gebracht zu haben. Und tatsächlich sah es auch gut aus. Der Drive lag -wie schon bei den beiden Runden zuvor- etwas links neben dem Fairway, so dass ein imposanter Baum den direkten Weg zum Grün versperrt. Lampert schaffte es aber mit einem großartigen Schlag, seinen Ball trotzdem auf das Grün zu legen und hatte mit einem Putt von drei Metern eine realistische Eagle-Chance. Der Putt lief aber nicht wie gewünscht und so verspielte der amtierende Champion der Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland sogar noch das Birdie. Die Enttäuschung währte aber nur kurz. "Ich habe heute gut gespielt, viele gute Schläge gemacht und Spaß auf der Runde gehabt", lautet das Fazit des Sandhauseners. Für die Finalrunde hat Lampert sich auf jeden Fall noch etwas vorgenommen: "Morgen nochmal eine tiefe Runde spielen und dann mal schauen, was noch möglich ist!"
Die Runde in den 60er hat „Mo“ sich also für den morgigen Finaltag aufgehoben, in den er mit elf Schlägen Rückstand auf den führenden Schweden Pontus Widegren geht. Widegren hat sich von Tag zu Tag gesteigert. Er fing mit einer 71 an, rückte mit einer 67 weiter vor und löste mit einer 65 heute seinen Landsmann Daniel Jennevret als Spitzenreiter ab. Jennevret selber hatte heute eine für ihn enttäuschende 73 gespielt, nachdem er in der Auftaktrunde noch mit der Einstellung des alten Platzrekords von 64 Schlägen für Aufsehen gesorgt hatte.
Marcel Schneider, der mit +2 nachder zweiten Runde nur einen Schlag hinter den Top 60 zurück lag, die am Finaltag noch antreten dürfen, schaffte es nicht, seine Leistung zu stabilisieren und war von sich selber entsprechend enttäuscht. „Die Art, wie ich gespielt habe, auch taktisch, war nicht gut“, war der Schwabe vom GC Schloss Monrepos nach der Runde selbstkritisch. Schon auf dem Platz war er vor allem mit seinen Putts unzufrieden. Obwohl er mehrfach an der Fahne lag, wollte der Putter nicht funktionieren. „Es war noch nicht einmal knapp, wenn ich vorbei geputtet habe“, so Schneider. Am Ende des Tages war der Sieger von Australien, der in wenigen Tagen ein absolutes Highlight seiner Amateur-Karriere erleben wird, nach seiner 74 zwei Schläge vom Cut entfernt. Nächste Woche steigt für Schneider die US-Amateur-Championship, bei der mehr als 300 der besten Amateure der Welt antreten und mit viel Medienrummel und zahlreichen Zuschauern einen Vorgeschmack auf das Profileben bekommen.
Aus der Top 10 gefallen
Philipp Westermann ist am dritten Tag aus der Top 10 gefallen. Der Pinneberger kam ebenfalls mit einer 74 vom Platz, nachdem er sich auf der Backnine vier Bogeys innerhalb von sechs Bahnen notieren musste. Auch das Birdie zum Abschluss konnte den Score nur noch etwas schönen. Mit gesamt -3 ist der Spieler des Hamburger GC Falkenstein trotzdem auf Rang 26 derzeit der bestplatzierte Deutsche im Feld.
Einen Schlag hinter Westermann liegen Moritz Lampert und auch Max Rottluff. Der Hubbelrather lag nach 13 Bahnen +4, ehe endlich die ersten Putts fielen. Zwei Birdies auf den Bahnen 15 und 18 gestalteten das Ergebnis wieder etwas freundlicher, so dass Rottluff eine 74 unterschreiben durfte.
Vierter Deutscher, der im Cut ist und damit morgen zur Finalrunde antreten darf, ist Max Röhrig. Der Spieler des Frankfurter GC hatte heute eine ganz frühe Startzeit und kam mit -1 auf die Abschlussbahn. Dort ist mit etwas Glück ein Eagle möglich, allerdings ging bei Röhrig an diesem Tag nur noch ein Bogey. Mit Even Par beendete der Hesse den Tag und belegt vor dem Finaltag mit +1 Rang 46.
Dominic Foos und Benedict Staben sind erst spät auf die Runde gegangen.
Der Youngster vom GC St.Leon-Rot hat ist inzwischen im Clubhaus. Heute spielte "Dome" eine 75, wobei ihm auf Bahn 8 sogar ein Eagle gelang. Bis dahin hatte der erst 14-Jährige allerdings schon drei Bogeys gespielt und die Hoffnungen, doch noch im Cut zu sein, begraben.
Auf der Backnine unterliefen dem jungen Spieler, der auch bei dieser EM wieder sehr viel wohlwollende Aufmerksamkeit unter den Fachleuten bekam, noch vier Bogeys. Versöhnlicher Abschluss einer Woche, in der der Youngster wieder sehr viel Erfahrung gesammelt hat, war das Birdie auf dem letzten Grün.
Am Ende steht Platz 100 - damit hat der junge Karlsruher fast ein Drittel des starken Teilnehmerfeldes hinter sich gelassen.
Zweiergruppen am Finaltag
Am letzten Tag dieser Europameisterschaften gehen die 62 Spieler, die im Cut sind, in Zweiergruppen auf die Runde. Max Röhrig ist um 8.20 Uhr der erste Deutsche, der "raus" geht.
Max Rottluff schlägt um 10.10 Uhr, Moritz Lampert um 10.20 Uhr ab. Zuletzt geht Philipp Westermann um 10.50 Uhr auf seine Finalrunde.
Der Leaderflight mit dem Schweden Pontus Widegren und dem Portugiesen Goncalo Pinto wird um 13.00 Uhr auf den Platz gehen.
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Update 9.8.2012
Fünf, drei, zwei. So zählt sich der Rückstand herunter, den Philipp Westermann als bester Deutscher Starter nach zwei von vier Runden dieser Europameisterschaften auf die Medaillenränge hat. Der Hamburger ist mit seinem Gesamtscore von 139 Schlägen derzeit auf dem 8.Rang. Nach seiner 69 von gestern lieferte Westermann heute eine solide 70 ab und setzte seinen drei Bogeys fünf Birdies entgegen.
„Alles in allem habe ich ordentlich gespielt und weiterhin eine gute Ausgangsposition für die kommenden Tage“, kommentierte Max Rottluff seine heutige Par-Runde. Besonders auf der Backnine hatte der Hubbelrather einige Schläge liegen lassen und deshalb seine starke 68 vom Vortag nicht halten können. Eine muntere Berg- und Talfahrt war die Runde von Rottluff, denn nur acht Bahnen spielte er Par, aber jeweils fünf Birdies und Bogeys. Mit -4 liegt der Rheinländer derzeit auf Rang 13.
Nach der Frontnine war für Moritz Lampert die Welt noch in Ordnung. Der Sandhausener lag auf Par-Kurs. „Auf der 11 und 12 habe ich zwei doofe Doppelbogeys gespielt, danach aber gut gekämpft“, spielte Lampert auf die drei Birdies an, die er noch auf den schwierigen Platz im GC Carton House zauberte. Zuversichtlich blickt „Mo“ in die kommenden Tage: „Mit zwei guten Runden ist noch viel möglich!“ Der Spieler vom neuen Deutschen Mannschaftsmeister St.Leon-Rot liegt Even Par für das Turnier und rangiert damit zur Halbzeit auf Platz 46.
Max Röhrig liegt derzeit genau im Cut. Gestern noch hatte der Spieler des Frankfurter GC mit einer 69 aufhorchen lassen und lag aussichtsreich im Vorderfeld. Heute kam Röhrig nicht so gut mit dem langen und sehr selektiven Platz zurecht, schaffte auf der Frontnine kein Birdie und lag nach einem Bogey und einem Doppelbogey bei +3. Auf der Backnine musste sich Röhrig drei weitere Bogeys notieren, spielte aber auch zwei Birdies, eines davon als versöhnlichen Rundenausklang auf Bahn 18. Unter dem Strich steht nach den beiden ersten Tagen Platz 56 mit einem Score von +1.
Cut erst nach drei Runden
Da der Cut bei dieser EM erst nach drei Runden gezogen wird, hat Marcel Schneider noch gute Aussichten, bei der Finalrunde dabei zu sein. Derzeit hat der Spieler des GC Monrepos zum Cut einen Schlag Rückstand.
Nach zwei Birdies und zwei Bogeys kam Schneider Even Par von der Runde und hatte sich damit um zwei Schläge gegenüber der Auftaktrunde gesteigert. Dies machte dem Spieler selber auch Mut für den morgigen Tag: „Mit meinem heutigen Spiel muss ich eigentlich zufrieden sein, aber ich habe vom Fairway aus zu wenige Grüns getroffen und dadurch auch nur selten eine Birdie-Chance gehabt. Wenn ich morgen mehr Grüns treffe, bin ich zuversichtlich, dass es nach vorne geht.“
Heute ebenfalls eine Runde mit 72 Schlägen brachte Dominic Foos ins Clubhaus. Gerade mit den beiden Abschlussbahnen war der Youngster nicht zufrieden, da er jeweils Birdie-Chancen vergeben hatte. Insgesamt kann der 14-Jährige mit seiner Leistung heute aber hoch zufrieden sein. Der Weg in den Cut ist bei vier Schlägen Rückstand morgen sicher sehr weit, aber zuzutrauen ist es dem Karlsruher allemal, auch wenn er für sich selbst eine Schwierigkeit in der Länge der Bahnen sieht. „Heute war es eine solide Runde. Ich habe viele Fairways und relativ viele Grüns getroffen“, analysierte der Spieler, der am Sonntag den Wanderpokal bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft für den GC SLR entgegen nehmen durfte, seine Runde.
Fünf Bogeys auf der Frontnine kassierte Benedict Staben. „Ich hatte keinen guten Start, hab nicht den Rhythmus gefunden und die Putts waren schlecht“, erklärt der Hamburger seine 40 nach der Hälfte der Runde. Danach lief es aber wesentlich besser und Staben spielte sicher, ohne ein weiteres Bogey, schaffte am Ende noch ein Birdie und brachte damit eine 75 rein. Gegenüber der Auftaktrunde war dies eine Steigerung um vier Schläge, bringt den Hanseaten aber nicht wirklich weit nach vorne. Zum Cut fehlen vor der dritten Runde acht Schläge. Der Aktivensprecher des DGV blickt dennoch kämpferisch voraus: „Heute war der Score zwar besser, aber ich kann nicht zufrieden mit meinem Spiel sein. Morgen versuche ich, weiterhin an meinen Themen zu arbeiten und mich zu verbessern!“
Der Comebacker des Tages und Platzrekord erneut eingestellt
Auf dem letzten Platz rangiert zwar weiterhin Alex Verschaeren. Dennoch ist der Luxemburger so etwas wie der Comebacker des Tages. Gestern spielte er eine 87, heute war er satte 16 (!!!) Schläge besser und kam mit einer -1 von der Runde. Eine solche Steigerung hatte sonst niemand zu bieten.
Der lokale Held, Alan Dunbar, der mit der Empfehlung hier nach Dublin kam, The Amateur Open gewonnen zu haben, hat sich nach seiner 76 von gestern heute wieder in den Kreis der Anwärter auf Titel oder Medaille gespielt. Fast hätte der Ire einen neuen Platzrekord aufgestellt, scheiterte mit seinem Eagle-Putt auf der 18 aber knapp, so dass er sich mit der Einstellung des aktuellen Platzrekords von 64 Schlägen bescheiden musste. Er rückt mit einem Gesamtscore von -4 bis auf sechs Schläge an den weiterhin führenden Schweden Daniel Jennevret heran, der gestern den Platzrekord egalisiert hatte und heute eine solide 70 unterschreiben durfte, damit bei -10 für das Turnier liegt.
Titelverteidiger Manuel Trappel wird sich wohl damit abfinden müssen, am Cut zu scheitern. Zwar steigerte sich der Österreicher heute und kam mit einer 73 vom Platz, liegt aber mit insgesamt +8 weit abgeschlagen auf Rang 124.
Morgen wird es für alle Spieler die letzte Chance geben, sich in den Cut zu spielen, der derzeit bei +1 liegt. Gestartet wird auch die dritte Runde komplett von Tee 1. Da keine Gewitter zu erwarten stehen, sondern durchweg trockenes Wetter angekündigt ist, sollte es gelingen, alle Spieler bis zum Einbruch der Dunkelheit ein drittes Mal ins Clubhaus zu bringen. Für Einheimische stehen geradezu tropische Temperaturen an. Ein Mitglied des Scoring-Teams meinte: „Morgen wird es richtig, richtig heiß!“ Gemeint sind damit 25 bis 27 Grad.
Max Röhrig wird morgen der erste Deutsche sein, der „raus“ geht – und dies schon sehr früh um 7.10 Uhr. Um 7.50 Uhr folgt Moritz Lampert. Etwas entspannter sind die weiteren Startzeiten für Spieler aus dem Kader von Bundestrainer Uli Zilg. Max Rottluff geht um 10.00 Uhr auf die Runde, Philipp Westermann wird ab 10.30 Uhr versuchen, seine Position in der Top 10 weiter auszubauen und Marcel Schneider geht um 11.20 Uhr in seinen Kampf um den Cut.
Zur Mittagszeit wird Dominic Foos um 12.50 Uhr starten, Benedict Staben ist um 14.40 Uhr der letzte Deutsche, der auf den Platz geht.
Für Bundestrainer Uli Zilg und die Betreuer der Deutschen Spieler ist damit auch am dritten Tag eines schon vorher sicher: es wird ein sehr langer Tag auf einem sehr langen Platz.
stebl´
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Update 8.8.2012
Mit seinen 6.705 Metern spielt sich dieser Links-Course auch bei besten Bedingungen sehr lang. Oft haben die Spieler auf den Par 4 nach einem guten Drive noch ein Eisen 4 oder 5, selten auch ein Eisen 6.
Ganz stark unterwegs war an diesem ersten Tag Philipp Westermann. Der Spieler des Hamburger GC Falkenstein startete mit fünf Pars, legte am Ende der Frontnine einen kleinen Zwischenspurt ein, bei dem er vier Birdies in Folge spielte. Nach einem weiteren Birdie auf Bahn 13 verbesserte sich das Nordlicht sogar auf -5. Eine Platzierung ganz vorne im Klassement verhinderte ein Doppelbogey auf Bahn 17. Mit -3 für den Tag rangiert Westermann als zweitbester Deutscher auf dem geteilten 15.Rang. Schlaggleich kam bei letztem Tageslicht Max Röhrig vom Platz. Der Frankfurter war erst um 14.45 Uhr im drittletzten Flight gestartet, kam mit den schwierigen und sehr ondulierten Grüns gut zurecht, machte keinen Dreiputt und musste sich nur einen Bogey notieren.
Max Rottluff ist mit einem Schlag weniger vom Platz gekommen und auf dem geteilten 5.Platz der einzige Spieler aus Deutschen in der Top 10.
„Ich habe heute solide gespielt und wenig Fehler gemacht“, war der zukünftige College-Spieler zufrieden. Es wäre auch eine 66 möglich gewesen, aber an Bahn 11 hatte der Hubbelrather eine reeller Birdiechance vertan und sich mit einem Dreiputt aus kurzer Distanz gleich noch einen Bogey gefangen, so dass am Ende eine 68 steht. Dabei hatte der Hubbelrather mit einem Bogey auf Bahn 1 angefangen, kam aber dennoch gut ins Spiel und holte sich den Schlag schon auf Bahn 2 zurück.
Auf der Abschlussbahn, die parallel zu dem kleinen Flüsschen Rye verläuft, schaffte Rottluff sogar einen Eagle.
Lampert grundsolide
Grundsolide hat auch Moritz Lampert seine Auftaktrunde gespielt. Der Sieger der IAM von Green Eagle kam gut über den Platz, hat aber einen gehörigen Respekt vor den Tücken, die Colin Montgomerie eingeplant hat, als er diesen Course entwarf. „Hier muss man bei jedem Schlag sehr genau aufpassen, denn selbst wenn man den einen Bunker überwunden hat, liegt direkt dahinter schon der nächste“, so Lampert, der heute eine -2 unterschreiben durfte und damit auf Rang 21 platziert ist. Auch wenn der frisch gebackene Deutsche Mannschaftsmeister meinte, dass auf praktisch jeder Bahn ein Bogey lauert, kam er mit fast blitzsauberer Scorekarte von der ersten Runde. Lediglich auf Bahn 2 musste Lampert einen Bogey notieren.
Marcel Schneider war nicht zufrieden, da sein Spiel um die bzw. auf den Grüns nicht optimal lief. Bei diesem Platz kann man aber nur Birdies spielen, wenn auch das kurze Spiel funktioniert. So kam der Spieler des GC Schloss Monrepos mit einer 74 vom Platz.
Dominic Foos hatte heute nicht seinen besten Tag erwischt. Der 14-Jährige ist der jüngste Teilnehmer an dieser EM, muss sich daher auch nicht über die 77 ärgern, die er heute unterschreiben musste. Auf einem derartig anspruchsvollen Platz haben natürlich die Spieler mit mehr Routine einen großen Vorteil.
Platzrekord eingestellt
Daniel Jennevret brachte bei den guten Bedingungen heute eine perfekte Runde in das beeindruckende und und Ehrfurcht einflößende Clubhaus, das in einem alten Herrenhaus untergebracht ist. Ohne ein Bogey ging der Schwede über diesen schweren Platz, spielte dabei aber sechs Birdies und einen Eagle. Macht unter dem Strich eine 64! Damit stellte Jennevret den Platzrekord ein. Schon bei der British Amateur Open hatte der Schwede aufhorchen lassen, als er nach der Zählspielqualifikation in Führung liegend in die Matchplays gegangen war.
Titelverteidiger Manuel Trappel aus Österreich erlebte in der Auftaktrunde eine Debakel. Mit 79 Schlägen muss der Österreicher fast jetzt schon fürchten, den Cut nicht zu schaffen, auch wenn dieser erst nach drei Runden erfolgt.
Der Ire Alan Dunbar, der sich mit seinem Sieg bei The Amateur Open nicht nur den Sieg holte, sondern damit auch Einladungen zur Masters, zur US Open und zu The Open, stand heute am Vormittag im Mittelpunkt des Interesses. Etliche Zuschauer hatten sich bei der Spielgruppe eingefunden, in der auch Marcel Schneider und Daan Huizing (Niederlande) waren. Wie groß in Irland das Interesse an dieser Meisterschaft ist, mag belegen, dass schon am ersten Tag ein Fernsehteam auf dem Platz unterwegs war, um Bilder einzufangen. Dunbar kam mit dem großen Interesse nicht zurecht und liegt nach einer Runde mit 76 Schlägen auf Rang 101. Dabei hatte sich der Ire zum Ende hin wieder gefangen. Nach 12 Bahnen lag er sogar schon bei +6.
stebl´
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7.8.2012 - Vor dem Start
Vor allem durch ihre Zeit an der Tasche von Nick Faldo wurde Fanny Sunesson weltbekannt. Diese beeindruckende Persönlichkeit gab der Deutschen Mannschaft wertvolle Tipps, wie eine professionelle Vorbereitung auf ein großes Turnier aussehen kann.
Die Schwedin war auf Einladung von Bundestrainer Uli Zilg mit dem Deutschen Kader zu den Proberunden dieser EM gekommen und zeigte den Spielern unter anderem, welche Präzision in einem Yardage-Book möglich und im Turnier hilfreich ist. Vom Auftreten, der Professionalität und dem Interesse der Deutschen Spieler zeigte sich Sunesson ebenso beeindruckt, wie von dem Umfeld und der Betreuung des Kaders.
Dass auf dem ausgesprochen anspruchsvollen Kurs in Carton House eine gute Vorbereitung und detaillierte Platzkenntnis wichtig sind, um erfolgreich sein zu können, wird schnell klar, wenn man nur einen Blick auf die Bunker wirft. Oft sind diese als echte Hindernisse im Spiel und etliche werden im Laufe dieser EM Opfer fordern. Mitunter sind die Spieler im Bunker nicht mehr zu sehen, so tief sind die Töpfe.
Unter den 144 Teilnehmer der EM sind sieben Deutsche Spieler. Bundestrainer Uli Zilg hat aus seinem Kader Marcel Schneider, Benedict Staben, Moritz Lampert, Max Rottluff und Philipp Westermann dabei. Dazu kommen noch Max Röhrig und Dominic Foos, der kürzlich bei der Jungen-Mannschaftseuropameisteschaft großen Anteil daran hatte, dass das DGV-Team die Bronzemedaille aus Schweden mit nach Hause nehmen durfte.
Das Ambiente, in dem diese Einzel-EM stattfindet, beeindruckt die Aktiven. Das Clubhaus ist im Stile eine alten Herrschaftshauses errichtet und bietet eine imponierende Kulisse. Der Montgomerie-Course zieht sich sehr weit in die irische Landschaft hinaus und ist einem Links-Course nachempfunden. Mitten drin: Naturdenkmäler in Form von Jahrhunderten alten Buchen und Eichen, die als Solitär Blickfang sind. Im Spiel sind sie eher selten, da sie meist nicht auf die Spielbahnen ragen.
Max Rottluff, für den diese EM für 2012 das letzte Turnier in Europa sein wird, weil er nächste Woche seine College-Zeit in Phoenix beginnt, freut sich auf die Woche in Irland: „Es ist ein langer und schwerer Platz. Hier herrscht eine tolle Atmosphäre.“
Der Hubbelrather ist morgen der erste Deutsche, der auf den Platz geht. Um 7.40 Uhr startet er von Tee 1 - wie alle anderen Spieler auch. Jeweils im 10-Minuten-Takt folgen Moritz Lampert, Marcel Schneider und Dominic Foos. Um 9.05 Uhr geht Philipp Westermann raus, eine Spielgruppe später Benedict Staben. Einziger Spieler mit einer späten Startzeit ist der Frankfurter Max Röhrig, der erst um 14.45 Uhr auf dem Tee stehen wird.
Die Wettervorhersage ist zum derzeitigen Stand außergewöhnlich gut. Kaum Regen und nur wenig Wind, dafür aber Sonnenschein und Temperaturen zwischen 16 und 21 Grad sagen die Meteorologen voraus.
Im Vergleich zu Tagen, an denen Wind heftig über den Platz weht, dürfte dieses Wetter für die Spieler eine erhebliche Erleichterung sein.
stebl´
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EM Herren 2012 - Tag 4 - Samstag, Teil I
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