Fünf Deutsche bei EM in Top 10
28.7.2012 – Am Finaltag ging es bei den Europameisterschaften der Damen heiß her. Im Golf & Country Club Ljubljana brannte die Sonne erbarmungslos auf die Spielerinnen nieder – und es gibt auf dem Platz praktisch keinen Schatten. Auch sportlich ging es hoch her. Vier Spielerinnen aus Deutschland waren vor der Runde in der Top 10 und hatten realistische Chancen, auf das Podium zu kommen.
Update Finaltag, 28.7.2912, 17.00 Uhr
Die Spitzenreiterin Celine Boutier hatte frühzeitig mit einem kleinen Zwischenspurt an den Bahnen drei bis fünf für klare Verhältnisse gesorgt und ihren Vorsprung weiter ausgebaut. Die drei Birdies hatten Boutier auf -16 gebracht, gleichzeitig ihrem Endscore. Zu dem Zeitpunkt lag Karolin Lampert mit -8 schlaggleich mit Marina Stütz aus Österreich und Shannon Aubert aus Frankreich auf Medaillenkurs. Einen Schlag dahinter war Ann-Kathrin Lindner ebenfalls noch im Kampf um die Medaillen eine heiße Anwärterin. Nach Bogeys auf den Bahnen 10 und 15 waren für Anka die Träume von einer EM-Medaille ausgeträumt, auch wenn sie auf Bahn 16 eine tolle Reaktion zeigte und ein Birdie spielte.
Karolin Lampert lag bis zur 18 gleichauf mit Stütz und Aubert, so dass die Hoffnung bestand, dass die junge Spielerin aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Stephan Morales Edelmetall würde mit nach Hause nehmen können. Doch im Brutkasten von Slowenien gab es für diese Entscheidung ein Herzschlagfinale. Karo lag mit ihrem Schlag ins 18.Grün etwas neben dem Ziel und musste ein finales Bogey hinnehmen. Die Österreicherin und auch die Französin blieben cool und spielten Par.
Nach Kartenstechen sicherte Shannon Aubert den französischen Doppelsieg und Marina Stütz aus der Alpenrepublik muss mit der Bronzemedaille Vorlieb nehmen.
Auf den Plätze 4 bis 6 folgen Karolin Lampert, Ann-Kathrin Lindner und Nina Holleder. Das großartige Abschneiden des Deutschen Teams komplettierten Sophia Popov auf Platz 8 und Quirine Eijkenboom auf Platz 10.
Entsprechend sah Bundestrainer das Ergebnis mit Stolz, weil wohl noch nie unter den zehn besten Spielerinnen fünf Deutsche platziert waren. „Wahnsinn, dass wir nach dieser tollen Leistung ohne Medaille nach Hause fahren“, war Marcus Neumann nach dem letzten Putt gleichzeitig angefressen und traurig.
Hervorzuheben ist das Abschneiden der jungen Spielerinnen aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Stephan Morales. Zwei der Nachwuchstalente in der Top 10 und noch einige weitere im Cut bei dieser Europameisterschaft ist ein deutliches Zeichen, dass da etwas nachwächst und gute Arbeit geleistet wird.
Entscheidung für WM
Zusätzliche Brisanz hatte diese Finalrunde für Nina Holleder und Ann-Kathrin Lindner. Beide lagen kurz vor der WM, die im September in der Türkei ausgetragen wird, nach allen Eindrücken und Kriterien, die das Trainerteam um Bundestrainer Marcus Neumann formuliert und lange schon bekannt gegeben hatte, Kopf an Kopf, absolut gleichauf.
Welche der beiden Spielerinnen von Neumann für die Nominierung vorgeschlagen werden würde, musste diese Finalrunde der EM ergeben. Bei einem Gespräch am Abend vor der Runde wurden die Spielerinnen hierüber informiert, so dass sie sich darauf einstellen konnten: wer heute an diesem Finaltag der EM die bessere Runde spielt, ist der WM einen großen Schritt näher gekommen.
Damit hatte Marcus Neumann und sein Team eine klare Position geschaffen und konnte gleichzeitig noch einmal die Spielerinnen dabei beobachten, wie diese auf eine absolute Drucksituation sportlich reagieren.
„Verdient, bei der WM dabei zu sein, hätten es sicher beide Spielerinnen. Aber da wir nur drei Spielerinnen nominieren können und Karolin Lampert und Sophia Popov sich über die Saison so viele Pluspunkte verschafft hatten, dass ich sie auf jeden Fall für einen Platz im WM-Kader vorschlagen möchte, mussten wir nun eine Entscheidung herbeiführen, auch wenn es hart ist“, fasst Marcus Neumann den Entschluss zusammen, den letzten freien WM-Platz im fairen, sportlichen Wettkampf auszuspielen.
Nina Holleder war mit Bogeys auf den Bahnen 1 und 3 schlecht ins Spiel gekommen, hatte sich dann aber gefangen und sehr konzentriert in den Kampf um jeden Schlag eingefunden. Mit Birdies auf 7, 8, 9 und 12 ging Holleder auf -2 für den Tag. Die Spannung, wer das letzte WM-Ticket bekommen würde, war so groß, dass das gesamte Team wie elektrisiert jeden Schlag der beiden Spielerinnen verfolgte. Da beide in aufeinander folgenden Gruppen spielten, war der Showdown perfekt.
Am Ende hatte ein großer, sportlicher Wettkampf eine glückliche und faire Siegerin gefunden, die trotz ihres Erfolges auch mit der Unterlegenen, ihrer Teamgefährtin aus St.Leon-Rot, fühlte und daher keinerlei Triumphgeste zeigte. Nina Holleder eben.
stebl´
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Update 3.Wettkampftag, 27.7.2912, 20.15 Uhr
Einen Start nach Maß in diesen dritten Tag hatte die Französin Perrine Delacour. Nach sechs gespielten Bahnen lag sie bereits bei -4 und rückte damit zwischenzeitlich im Klassement weit vor.
Nach einem weiteren Birdie auf Bahn 10 war es bei Delacour allerdings vorbei mit der Herrlichkeit. Noch vier Bogeys auf der Backnine brachten sie bei mehr als 30 Grad und sengender Sonne zurück auf -1 für den Tag.
Ganz anders die Spitzenreiterin! Celine Boutier setzte auf der Frontnine eine Marke. Mit -8 war die Französin in den Tag gegangen, spielte drei Birdies und hatte nach der Hälfte der Runde ihren Vorsprung schon kräftig ausgebaut, lag bei -11. Damit war die diesjährige Siegerin der Einzelwertung bei der European Nations Championship in Sotogrande und der Internationalen Amateurmeisterschaft von Deutschland aber noch nicht satt, sondern legte noch zwei Birdies nach und schaffte mit -5 die beste Runde des Tages. Damit rangiert Boutier nun mit -13 alleine auf weiter Flur und hat auf die erste Verfolgerin vor der morgigen Finalrunde komfortable fünf Schläge Vorsprung.
Deutsche auf Medaillenkurs
Diese erste Verfolgerin kommt aus Österreich. Marina Stütz kam heute mit -3 vom Platz und liegt mit -8 für das Turnier auf dem Silberplatz.
Auf Platz 3 liegt nach einer weiteren starken Runde Karolin Lampert. So unerfreulich für Karo der Start in den Tag an Bahn 2 war, so erfreulich war ihre Reaktion. Das Bogey machte die junge Sandhausenerin schnell wett und spielte auf der Frontnine noch vier Birdies. Die Backnine verlief ganz gradlinig. Ohne Bogey ging es für die 17-Jährige aus dem Kader von Mädchen-Bundestrainer Stephan Morales weiter. Ein Birdie auf Bahn 18 krönte die tolle Leistung. „Ich bin froh, die zweiten Neun ohne Bogey ganz entspannt gespielt zu haben“, nahm Karolin Lampert ihre Leistung gewohnt ruhig und sachlich hin.
Mit -7 gesamt liegt die Spielerin, die nächste Woche in der 1.Bundesliga in Bad Saarow für den GC St.Leon-Rot antreten wird, hervorragend und hat vor dem Finale beste Aussichten, mit einer weiteren, guten Runde eine Medaille mit nach Hause zu nehmen.
Einen Schlag hinter ihrer Clubkameradin liegt Ann-Kathrin Lindner, die am Morgen noch nicht richtig ins Spiel gefunden hatte. Nach acht Bahnen in Par und einem Bogey lag Anka „eins über“. Auf der Backnine dreht die aus Norddeutschland stammende Nationalspielerin den Spieß um, spielte wieder acht Pars, streute noch ein Birdie ein und kam damit Even vom Platz. Mit -6 belegt Ann-Kathrin Lindner vor der morgigen Finalrunde Rang 5, kann sich also ebenfalls noch berechtigte Hoffnung machen, einen Platz auf dem Siegerpodest zu erspielen.
Mit -2 auf der Frontnine ging Sophia Popov auf die zweiten Neun. Dort lief es für die Spielerin, die wie Lampert und Lindner für den GC St.Leon-Rot antritt, nicht rund. Zwei Bogeys verhagelten die Bilanz. Das Birdie auf Bahn 16 half immerhin noch dabei, die Hoffnung auf eine Medaille zu erhalten. Sophia Popov liegt mit gesamt -4 auf dem geteilten 6.Platz, den auch Nina Holleder erreicht hat. Holleder spielt gewohnt solide und lag nach 12 gegangenen Bahnen -2. Ohne Bogey oder weiteres Birdie brachte sie ihre Runde zu Ende.
Junge Spielerinnen überzeugen
Eine tolle EM spielt Samantha Krug. Die junge Spielerin vom GC Hubbelrath zeigte sich nervenstark. Nach neun Bahnen lag sie „zwei unter“, zog sich auf den Bahnen 10 und 13 jeweils einen Bogey, kam aber mit einem starken Birdie auf der 15 zurück und liegt nun mit insgesamt -2 auf dem 12.Platz.
Diesen nimmt auch Quirine Eijkenboom vom Münchner GC ein. Die Spielerin aus dem Mädchen-Nationalkader begann mit einem Birdie auf Bahn 2, musste postwendend ein Bogey hinnehmen und spielte fortan ohne besondere Vorkommnisse eine grundsolide Par-Runde zu Ende.
Isi Gabsa war heute nach ihrer Runde nicht zufrieden. Mit -2 war sie in den Tag gestartet und vergab heute mit einer Runde von 74 Schlägen wohl ihre Chancen, noch in den Kampf um die Medaillen einzugreifen. Ein kleiner Hänger von den Bahnen 2 bis 5, wo die Ulmerin zwei Bogeys und ein Doppelbogey notieren musste, brachten den Score ins rutschen. Zwischendrin hatte Gabsa auf Bahn 4 aber auch ein Birdie eingestreut. Am Ende des Tages steht für Isi Gabsa Rang 28 mit einem Gesamtscore von +1.
Platz 31 teilen sich Anna-Lena Krämer und Vicki Troeltsch mit gesamt +2.
Vicki Troeltsch hatte ihre Frontnine von Bahn 10 in Angriff genommen und brachte eine blitzsaubere Scorekarte von der ersten Hälfte der Runde mit. Ausnahme: ein Birdie auf Bahn 15.
Auf der Backnine war Fortuna nicht auf Seiten der Münchnerin. Zwei Bogeys und ein Doppelbogey machten die Hoffnungen auf einen Score von deutlich unter Par zunichte. Bei den beiden Birdies auf den Bahnen 7 und 8 wären auch gut Eagles drin gewesen, so knapp verfehlten die Bälle ihr Ziel.
Anna-Lena Krämer erlebe heute eine Berg- und Talfahrt. Fünf Birdies strahlen von der Scorekarte der Stuttgarterin. Allerdings fallen auch die Schatten von einem Doppelbogey und zwei Bogeys auf diese gute Leistung. -1 für Tag, +2 für das Turnier sind der Zwischenstand vor der Finalrunde.
Sicher im Cut, allerdings ohne Aussicht auf einen vorderen Rang ist auch Leigh Whittaker. Die College-Spielerin kam heute mit +2 vom Platz, liegt damit insgesamt bei +4 auf dem 47. Rang.
Nach Zitterpartie im Cut
Eine nervenzehrende Zitterpartie mussten Isabel Gadea und Olivia Cowan durchleiden. Beide waren am Vormittag über den Platz gegangen und lagen am Ende haarscharf auf der Grenze zum Cut. Gadea spielte heute zwei über Par, schaffte dabei aber vier Birdies.
Nach ihren guten Leistungen unerwartet noch so weit nach unten zurückgefallen ist Olivia Cowan. Die Mädchen-Nationalspielerin ging mit -1 in den Tag und hatte eigentlich sogar eher den Blick weiter nach vorne. Auf den Bahnen 7 und 18 unterliefen der jungen Spielerin vom GC Barbarossa aber jeweils Triplebogeys. Diese waren nicht zu kompensieren und so kam der heutige Score von +7 zustande. Am Ende hat es aber eben doch für den Cut gereicht, so dass die 15-Jährige in der Finalrunde mitspielen kann.
Denise Kalek hat heute eine Runde von -1 als versöhnlichen Abschluss ins Clubhaus gebracht. Für den Cut hat es nicht mehr ganz gereicht, aber die Hubbelratherin hat gezeigt, dass nach ihrer Verletzungspause wieder mit ihr zu rechnen ist.
Zufriedene Bundestrainer
Bundestrainer Marcus Neumann strahlte am Abend nach diesem spannenden Tag: „Ich bin total happy, dass wir mit vier Spielerinnen vor der Schlussrunde in der Top 10 sind. Ich glaube, da muss man schon lange zurück denken, um eine ähnliche gute Situation bei einer EM zu finden!“ Dass Celine Boutier noch eingeholt werden kann, hält der Bundestrainer angesichts der Stärke der Französin speziell auf der Schlussrunde für unwahrscheinlich. Ansonsten traut er aber den vier Spielerinnen, die auf den Plätzen 3 bis 6 liegen, allen den Sprung aufs Treppchen zu, zumal alle fit sind und auch mit den schwierigen Bedingungen zurecht kommen, die die Hitze für die Aktiven mit sich bringen, wenn es am Ende der Runde auch auf Kondition und Konzentration ankommt.
Mädchen-Bundestrainer Stephan Morales war ebenfalls sehr zufrieden mit dem Abschneiden seiner Spielerinnen. „Es freut mich sehr, dass Karolin wieder bei einem Turnier der Damen um eine Medaille kämpft. Aber auch die Leistungen der anderen Spielerinnen sind aller Ehren wert!“
Eine Quirine Eijkenboom auf Platz 12 sei doch großartig. Und auch über die tollen Leistungen von Samantha Krug freut sich Morales sehr: „Samantha ist nun schon mehrfach positiv aufgefallen.“
Auch die Leistung von Isi Gabsa hat den Bundestrainer beeindruckt: „Schade, dass sie nach zwei sehr guten Runden heute nicht so gut gespielt hat.“
Und zu Olivia Cowan unterstreicht Morales, dass sie im ersten Jahr im Mädchenkader dabei ist und bei einer EM der „Großen“ im Cut ist.
Morgen geht es aber 8.00 Uhr in die Finalrunde.
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Update 2.Wettkampftag, 26.7.12, 20.00 Uhr
Die beste Runde der frühen Startgruppe schaffte die Tschechin Karolina Vlckova mit -3. Allerdings war Olivia Cowan vom GC Barbarossa auf bestem Wege, dieses Ergebnis zu unterbieten. Nach der Frontnine lag sie -3, kam mit -4 auf das 18.Tee und musste dort noch ein Doppelbogey notieren, so dass am Ende eine -2 für Tag und damit -1 für das Turnier stand.
Mit einer 69 kam auch die Münchnerin Vicki Troeltsch von der Runde. Troeltsch, die heute im Kreise der Nationalmannschaft ihren 21.Geburtstag feiert, hatte dabei bis zu den Grüns eine beinahe perfekte Runde gespielt. 17 Grüns getroffen und beim 18. im Vorgrün gelegen. Darauf lässt sich aufbauen. Lediglich die Putts wollten heute nicht fallen, so dass ein noch besserer Score auf den Grüns vergeben wurden.
Direkt auf der ersten Bahn wurde das Geburtstagskind Zeuge eines besonderes Schlages: die Belgierin Chloé Leurquin begann die Runde mit einem Hole-in-one. „Das war bereits mein sechstes Ass“, nahm die Schützin dieses Ereignis lakonisch zur Kenntnis.
Weitere Ergebnisse von zwei unter Par brachten Marina Stütz und Manon de Roey nach Hause. Die Österreicherin und die Belgierin haben sich damit auf -5 verbessert und liegen damit zunächst an der Spitze des Feldes.
Leigh Whittaker konnte heute eine Par-Runde unterschreiben und bleibt damit gesamt bei +2 für das Turnier.
Isi Gabsa, die heute von Tee 10 startete, lag nach neun gespielten Bahnen genau auf Par-Kurs, hatte auf der Backnine aber doch ein Bogey mehr auf der Karte und kam mit einer 72 vom Platz. Ihr Gesamtscore ging damit auf -2 zurück.
Nachmittagsblock
Am Nachmittag wurde auf dem Platz des G&CC Ljubljana noch besser gespielt als am Morgen. Wieder einmal ihre Klasse unter Beweis gestellt hat die Französin Celine Boutier. Die Siegerin der Internationalen Amateurmeisterschaften von Deutschland kam heute mit einer 66 vom Platz. Insgesamt verbesserte sich die französische Titelaspirantin damit auf -8 und hat schon am zweiten Tag die Führung übernommen.
Einen grandiosen Start in den Tag legte Ann-Kathrin Lindner hin. Sie begann mit Par-Birdie-Eagle und lag nach einem weiteren Birdie nach sechs Bahnen schon „vier unter“, tauchte zu dem Zeitpunkt auch an der Spitze des Leaderboards auf. Die Spielerin des GC St.Leon-Rot musste auf ihrer neunten Bahn ein Bogey notieren und spielte eine ausgeglichene Backnine, so dass sie am Ende mit einer 68 die drittbeste Runde des Tages nach Hause brachte. Das dichte Semirough war an den Bogeys von Lindner maßgeblich beteiligt. Teils lässt es sich gut aus solchen Lagen spielen, teils geraten die Schläge aber auch zu kurz.
„Ich gucke jetzt nach vorne. Man kann nur einmal Europameisterin werden“, geht Anka Lindner offensiv in die beiden verbleibenden Runden, in denen sie die beiden Schläge Rückstand auf die Spitzenreiterin noch aufholen kann.
Auch Karolin Lampert hat mit -4 eine ganz starke Runde gespielt. „Die Runde war ohne Bogeys und deshalb ganz entspannt“, quittierte Karo die zweitbeste Tagesrunde trocken. Mit nun -3 schiebt sich die Sandhausenerin auf Rang 9 vor.
Nach ihrer zweiten Runde unter Par liegt Sophia Popov schlaggleich mit Karo Lampert mit nun fünf Schlägen Rückstand auf Celine Boutier. Einen besseren Score verhagelten Popov zwei Bälle, die im Aus landeten. Bei vier Birdies wäre ansonsten auch eine noch bessere Ausgangslage zur Halbzeit dieser EM möglich gewesen.
„Drei unter“ schaffte Samantha Krug am heutigen Tag, obwohl sie auf Bahn 8 einen Doppelbogey notieren musste. Die junge Hubbelratherin verbesserte sich damit auf Rang 24, schlaggleich bei -1 wie auch Olivia Cowan.
Quirine Eijkenboom kam mit einer 69 vom Platz. Zwei späte Birdies brachte die Spielerin vom Münchner GC auf nun auch insgesamt -2 und damit auf den geteilten 16.Rang, den sie sich unter anderen auch mit Nina Holleder teilt.
Holleder hat heute oft das Fairway verfehlt, sich aber meist gut aus diesen Situationen befreien können und so ebenfalls die 69 unterschreiben dürfen.
Noch eine Deutsche Spielerin kam mit -2 vom Platz: Antonia Scherer war nach ihrer 69 zufrieden. Anfangs hatte die 18-Jährige aus Aystetten noch einige Chancen ausgelassen, strahlte aber dennoch nach der Runde glücklich, weil sie den Score auf der Backnine zusammen gehalten hatte, als es einige kritische Situationen gab.
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Update 1.Wettkampftag, 25.7.12
Im Vormittagsblock wurden bei Windstille und weitgehender Trockenheit teilweise famose Scores ins Clubhaus gebracht. Auf dem Par 71-Course vor den Toren der slowenischen Hauptstadt Ljubljana waren die Tschechin Katerina Ruzickova und die Spanierin Andrea Vilarasu Amoros am besten unterwegs und konnten eine 66 unterschreiben. Auch die 67 von der jungen Französin Shannon Aubert beeindruckte.
Aus dem Deutschen Kader waren Ann-Kathrin Lindner mit -3, Sophia Popov mit -2 und Isabel Gadea mit -1 die besten Spielerinnen des Vormittags.
Anka Lindner kam mit einem Bogey auf Bahn 2 nicht optimal in die Runde, glich mit einem Birdie auf der sechsten Bahn wieder aus. Auch die Backnine ging mit einem Bogey nicht gut los, doch dann zündete die Spielerin vom GC St.Leon-Rot. Mit Birdies auf 11, 12, 14, 15 und 16 hatte die Nationalspielerin einen Lauf. Das Bogey auf Bahn 17 verhinderte dann jedoch die Platzierung ganz weit vorne im Klassement.
Sophia Popov brachte einen grundsoliden Score nach Hause, obwohl die College-Spielerin, die ebenfalls in der Mannschaft des GC St.Leon-Rot steht, nur zwei Fairways traf und gleich auf der ersten Bahn ihren ersten Bogey spielte. Popov hatte oft mit dem teils sehr dichten Rough zu kämpfen, löste die Aufgaben aber auf hohem Niveau. Zu Gute kam Sophia Popov an diesem Tag sicherlich die ungewöhnlich hohe Zahl an Par 3-Bahnen im Diners G&CC Ljubljana: das Par 71 setzt sich aus sechs Par 3, sieben Par 4 und fünf Par 5 zusammen.
Sichtlich zufrieden mit ihrer Runde war Isabell Gadea (Hummelbachaue). Nur drei Schläge auf der Runde waren in ihren Augen nicht gut. Ansonsten erspielte sich die Rheinländerin viele Chancen, die sie allerdings überwiegend ungenutzt liegen ließ. Die Runde mit 70 Schlägen ist eine gute Ausgangslage für die nächsten Tage.
Nach ihrer Knieoperation erstmals wieder im Turniergeschehen und mit reichlich Trainingsrückstand gestartet ist Denise Kalek. Die Hubbelratherin war entsprechend mit ihrer Runde von 73 auch ganz zufrieden, zumal sie 17 Grüns getroffen hatte. Acht echte Chancen auf ein Birdie ließ die Studentin aus, sonst wäre ihre erste Turnierrunde nach in Slowenien noch besser ausgefallen.
Mit jeweils einer Par-Runde kamen Nina Holleder und Quirine Eijkenboom vom Platz. Wie unterschiedlich ein solcher Score erzielt werden kann, wird klar, wenn man sieht, dass Holleder 16 Par und jeweils ein Birdie und Bogey gespielt hat. Quirine Eijkenboom dagegen erlebte eine Berg- und Talfahrt, bei der sie nur 12 Bahnen im Standard ging, ansonsten Birdies und Bogeys sich munter abwechselten.
Nachmittagsblock
Im Nachmittagsblock lag die Schwedin Johanna Björk nach neun Bahnen bereits bei -6, konnte davon letztlich nach einem Bogey noch die 66 ins Clubhaus retten und liegt damit gemeinsam mit den beiden 66er-Runden des Vormittags in Führung.
Ganz stark unterwegs war auch Isi Gabsa. Die Spielerin vom GC Ulm lag nach zwölf Bahnen -4, kassierte an der 16 ihren einzigen Bogey der Runde und liegt schlaggleich mit Anka Lindner auf dem geteilten 5.Rang.
Bundestrainer Marcus Neumann sah an diesem ersten Wettkampftag ideale äußere Bedingungen und hervorragende Grüns. „Die Par 5 haben heute die Spitzenreiterinnen allesamt Birdie gespielt. Longhitter sind hier klar im Vorteil“, so Neumann. Zudem seien auf diesem Platz keine Tricks nötig. Der Schlüssel zum Erfolg ist es, lang und gerade auf dem Fairway zu liegen.
Die Bundestrainer sahen einen soliden Start der Deutschen Mannschaft und waren vor allem mit den Runden unter Par zufrieden. „Mal sehen, was in den nächsten Tagen nach diesem Auftakt noch geht“, blickt Marcus Neumann zuversichtlich voraus.
Trainingstag, 24.7.12
Die Eindrücke von dieser Runde sind unterschiedlich. Einige Bahnen sind vom Tee aus relativ eng und zeigen dann Zähne, wenn man in dem dicht gewachsenen Gras neben dem Fairway landet. Auch um die Grüns herum ist das Gras teils sehr dicht, so dass es schwer ist, die Länge zu dosieren, wenn man das Grün verfehlt.
Die Grüns sehen zudem schneller aus als sie sich letztlich spielen.
Da es am Trainingstag nicht gerade zügig voran ging und sich die Spielerinnen am 18.Tee stauten, hatte Co-Trainer Michael Terwort zur Überbrückung der Wartezeit eine kleine Competition parat. Neben dem Tee ist ein Übungsareal, in dem auch neu kleine Bunker eingebaut sind. Diese sind etwa 50 bis 70 Meter von Tee 18 entfernt und können frei angespielt werden.
Jede Spielgruppe, die von Grün 17 kam, wurde von Terwort motiviert, vier Bälle carry in vier verschiedene Bunker zu platzieren. Er setzte sogar einen kleinen Preis für jede Spielerin aus, die dies schafft.
Wie homogen der Deutsche Damen-Kader ist, lässt sich anhand der Reaktionen ausnahmslos aller Spielgruppen erkennen, denen die Offerte mit der Aufgabenstellung unterbreitet wurde:
„Und wer holt nachher die Bälle?“
Nach 17 gespielten Bahnen, bei denen auch etliche Höhenmeter zu gehen sind, waren die Kräfte für den Tag schon weitgehend aufgebraucht und alle freuten sich auf ein kühles Getränk. Letztlich versuchten sich etliche Spielerinnen doch an dieser spielerischen Übung. Die ausgelobte Sonderprämie musste Michael Terwort aber nicht ausgeben.
Die Stimmung vor dem Start dieser Europameisterschaft war teils ausgelassen fröhlich, kombiniert mit konzentriertem Spiel und intensiver Vorbereitung. Positiv ist die Ausstrahlung der Ladies, die die Deutschen Farben bei dieser international sehr stark besetzten Meisterschaft vertreten.
Am ersten von vier Wettkampftagen gibt es eine frühe und eine späte Startgruppe. Am Morgen darf Karolin Lampert um 8.40 Uhr als erste Spielerin aus Deutschland aufteen. Zehn Minuten später folgt Denise Kalek.
Am Mittag gehen Vicki Troeltsch (Tee 1) und Olivia Cowan (Tee 10) zeitgleich ab 13.20 Uhr auf die Runde. Bis weit in den Abend werden Nicola Rössler und Eva Mayr spielen, denn sie gehen erst mit der letzten Startzeit um 15.00 Uhr auf den Platz.
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EM Damen 2012 - Tag 4: Finalrunde
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