British Amateur Championship 2012

Schmieding scheidet im Achtelfinale aus

 
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21.6.2012 – Mit Daniel Schmieding ist bei der wohl wichtigsten Meisterschaft für Amateur-Golfer, die ein nationaler Golfverband ausrichtet, nun auch der letzte Deutsche ausgeschieden. Im Matchplay Mann gegen Mann sind nur noch acht Spieler bei der British Amateur Championship 2012 im Rennen um Titel, Ehre und Startplätze bei den drei großen Majors der Profis.

Update 23.6.2012

Der Österreicher Matthias Schwab hat das Finale um die British Amateur Open denkbar unglücklich verloren. Der Spieler vom GC Schladming hatte lange in Front gelegen, ehe der Brite Alan Dunbar (Rathmore) letztlich nach 36 Bahnen doch noch mit 1auf triumphierte und sich damit die begehrte Trophy nebst Einladungen zur British Open, US Open und den Masters sicherte.



Update 21.6.2012
Eine Berg- und Talfahrt erlebte Daniel Schmieding in seinem ersten Match des Tages. Gegen den Franzosen Edouardo Espana begann der Olchinger wieder im gleichen Stil, mit dem er gestern triumphiert hatte. Nach vier Bahnen lag Schmieding schon 3auf!
Espana konterte an Bahn 5 mit dem Schlag des Tages: ein Hole-in-one brachte den Franzosen zurück ins Spiel. Beflügelt von diesem Traumschlag hatte der Franzose den Rückstand auf der 14 wieder ausgeglichen.

Im Wind von Royal Troon behielt Daniel Schmieding die Ruhe und teilte sich auch weiterhin die Bahnen sehr gut ein. Die 17 und 18 nahm er seinem Kontrahenten jeweils ab, so dass er mit 2auf in die Runde der letzten 16 einzog.

Dies gelang Stephan Jäger (Eichenried) nicht. Gegen den Briten Rory McNamara unterlag der Müchner mit 4und3.

In der Runde der letzten 16 machte es Daniel Schmieding wieder besonders spannend. Gegen den Spanier Jacobo Pastor ging das Match wieder in die Verlängerung. Am zweiten Extraloch hatte der Spanier das Glück auf seiner Seite und machte den entscheidenden Punkt zum Einzug ins Viertelfinale.

Damit ist der letzte Spieler aus Deutschland ausgeschieden. Die Ehre, bei den nächsten drei großen Major-Turnieren, British Open, US Open und Masters aufteen zu dürfen, spielen die letzten acht verbliebenen Top-.Amateure unter sich aus. Unter ihnen ist auch der Österreicher Matthias Schwab, der morgen gegen Jacobo Pastor antreten muss.



Update 20.6.2012
Daniel Schmieding, der sich als schlaggleicher 62. der Zählspielqualifikation in die „nullte Runde“ der Matchplays gerettet hatte, musste heute Steherqualitäten beweisen.
Am Morgen traf der Spieler des GC Olching auf den Slowaken Peter Valasek.
Nach 17 Bahnen hatte der Slowake alle Trümpfe in der Hand und führte 1auf. Schmieding glich aber noch aus, so dass nach 18 Bahnen noch keine Entscheidung gefallen war. Die beiden Kontrahenten gingen in die Verlängerung. Auf der zweiten Extrabahn setzte sich Schmieding letztlich durch und hatte so die Eintrittskarte in das Hauptfeld der 64 Spieler in Händen, die weiter um den Titel und damit auch um die Einladungen zu den drei großen Majors kämpfen.

In der ersten Runde der Matchplays bekam Schmieding es mit dem Briten Daniel Young zu tun. Der Bayer zeigte eine ganz starke Leistung und führte schon nach sechs Bahnen mit 3auf. Nach neun Bahnen hatte Schmieding die Führung auf 5auf ausgebaut, obwohl sein Gegner auf der Frontnine auch unter Par gespielt hatte. Schmieding hatte bis dahin nur 29 Schläge gebraucht. „Das war das beste Golf meines Lebens“, war Schmieding mehr als zufrieden mit seiner Leistung.

Der Brite gab sich aber noch nicht geschlagen und konnte das Ergebnis am Ende etwas erträglicher gestalten. Letztlich war der 3und2-Sieg von Daniel Schmieding aber nicht in Gefahr.
Am zweiten Matchplay-Tag trifft der Olchinger ab 9.10 Uhr auf Edouard Espana. Der Franzose hatte seinen Landsmann Clement Cordet knapp mit 1auf aus dem Wettbewerb geworfen.

Stephan Jäger, der den Einzug ins Feld besten 64 schon in der Zählspielqualifikation souverän erspielt hatte, musste spät am Tag gegen den Briten Max Orrin antreten. Die beiden lieferten sich lange ein enges Duell und lagen all square. Nach zwölf Bahnen hatte sich Jäger mit 2auf einen kleinen Vorsprung erspielt. Die Spieler vom Münchner GC Eichenried baute diesen Vorsprung weiter aus und gewann letztlich sicher mit 4und3.
„Ich habe heute sehr solide gespielt, sowohl auf den Grüns, wie auch auf den Fairways“, kommentierte Jäger seine starke Leistung.

Weitere Ergebnisse


Update 19.6.2012:
Einen schwarzen Tag erlebten die meisten Deutschen Starter an der schottischen Westküste. Die Bedingungen waren aufgrund aufkommenden Windes zunehmend schwierig. Damit kamen die Spieler aus Deutschland schlechter zurecht als viele Konkurrenten, die sich unbeeindruckt den Weg in die Matchplays mit guten Ergebnissen erspielten.

Die beste Tagesrunde konnte der Schwede Daniel Jennevret ins Clubhaus bringen. Seine 65 reichte ihm, um die Zählqualifikation als bester Starter zu beenden. Eine starke Mannschaftsleistung lieferten die Franzosen ab: Fünf Spieler brachte die Grande Nation in die Top 15.

Bester Spieler aus Deutschland ist Stephan Jäger (Eichenried), der seiner 70 von gestern heute eine 72 folgen ließ und sich damit auf Rang 15 sicher für die Matchplays qualifizieren konnte. Der Gegner für Jäger wird morgen in einer Matchplay-Vorausscheidung ermittelt.
In eben dieser Vorausscheidung trifft Daniel Schmieding auf den Slowaken Peter Valasek. Schmieding, der gestern ebenfalls eine 70 unterschreiben durfte, hatte heute mit seiner 75 zwar den geteilten 62.Rang erreicht. Da sich diesen Platz aber 15 Spieler teilen, aber nur für drei Platz im Matchplay-Bracket ist, wird diese „nullte“ Runde vorab gespielt, ehe dann 64 Spieler im KO-System gegeneinander antreten.

Lange sehr gut gelegen hatte auch Max Mehles. Der Spieler vom GC Hubbelrath spielte auf Royal Troon eine blitzsaubere Frontnine: durchweg Par. Auf der Backnine erwischte Mehles einen schlechten Start, spielte Bogey-Doppelbogey. Exakt damit hörte der junge Spieler aus Düsseldorf auch auf. Unter dem Strich stand am Ende doch eine +7 für den Tag und +6 für das Turnier. Max Mehles teilt sich den 118. Rang unter anderem mit Dominic Foos. Der Youngster aus Karlsruhe hatte konstant beide Runden jeweils +3 gespielt und damit ebenfalls das Ziel nicht erreicht, im Cut zu sein.

Philipp Westermann, der gestern eine viel versprechende Parrunde absolviert hatte, musste sich heute eine 78 notieren und fiel damit auf Rang 136 zurück. Max Rottluff war nach einer 73 heute mit 76 unterwegs, was ebenfalls Platz 136 bedeutete.

Auch die übrigen Deutschen haben den Cut verfehlt: Max Krämer (72, 78) auf Platz 171, Sean Einhaus (70, 82) auf Rang 211, Benedict Staben (75, 80) auf Platz 244 und Sebastian Schwind (83, 77) auf Position 275.
Florian Kolberg, der für die Türkei spielt, war mit Runden von 79 und 78 auch nicht besser dran und belegte am Ende Rang 259.

Weitere Ergebnisse

Update 18.6.2012
Bei ungewöhnlich ruhigem Wetter ist die erste Runde für die meisten Starter aus Deutschland sehr gut verlaufen. Die schottische Westküste zeigte sich heute von ihrer besten Seite und machte es den Kontinentaleuropäern so möglich, mit den sturmerprobten Briten Schritt zu halten.

Ganz stark war das Abschneiden von Benedikt Schmeding und Stephan Jäger, die auf dem schwierigeren Platz Royal Troon mit -1 ins Clubhaus kamen.
Auf dem Glasgow Gailes-Links haben Max Mehles und Sean Einhaus den Tag ebenfalls mit „eins unter“ beendet.

Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt, der für Mehles als Caddie fungierte, war nach der Runde sehr zufrieden mit dem Spiel seines Schützlings. „Max hat heute sehr solide gespielt und sich im langen Spiel nur einen Fehler erlaubt“, lobte der Bundestrainer. Die Ausgangsposition des jungen Spielers vom GC Hubbelrath sieht Eckhardt damit als sehr gut, auch wenn am zweiten Tag Royal Troon zu meistern ist.

Insgesamt liegen fast alle Deutschen nach Tag 1 sehr aussichtsreich.
Dominic Foos hat auf Royal Troon ganz früh am Morgen eine sehr solide Runde gespielt. Wäre dem 14-Jährigen nicht auf Bahn 14 ein Doppelbogey unterlaufen, hätte er sich eine noch bessere Ausgangslage erspielt. Mit +3 für den Tag und der Aussicht, morgen den „leichteren“ Platz spielen zu dürfen, ist dem Youngster vom GC St.Leon-Rot zuzutrauen, morgen im Cut zu sein. „Es war eine relativ gute Runde, ich bin damit zufrieden“, zog Foos das Tagesfazit.

Solide gespielt und nur einige Putts liegen gelassen hat der frisch gekürte Türkische Amateur-Champion Max Rottluff. Auf Glasgow Gailes-Links spielte der Hubbelrather +2 und ging anschließend noch trainieren, um sich auf die entscheidende Runde auf Royal Troon vorzubereiten.

Max Krämer hatte auf Royal Troon (fast) die ganze Runde sehr sicher im Griff und lag nach neun Bahnen "eins unter". Zum Auftakt der Backnine musste der Spieler vom Stuttgarter GC Solitude mit Doppelbogey-Bogey Federn lassen, berappelte sich aber wieder und brachte am Ende eine gute 72 nach Hause. Mit +1 liegt Krämer auf dem 69.Rang.

Auch Benedict Staben, der heute auf Royal Troon mit +4 ins Clubhaus kam, darf sich morgen noch gute Chancen ausrechnen, den Cut zu schaffen, da er morgen die leichtere Aufgabe vor sich hat.

In Führung liegen der Australier Geoff Drakeford und der Brite Asley Chesters, die mit -4 vom Platz kamen.


Daniel Schmieding
Mit -1 heute auf Royal Troon souverän unterwegs: Daniel Schmieding (Foto: DGV/stebl)



Vor dem Start
Zunächst werden bei dieser 117.Auflage des Turniers auf zwei Plätzen jeweils 144 Starter zwei Zählspielrunden absolvieren. Auf dem Glasgow Gailes-Links ist danach das Turnier zu Ende, denn nur die 64 Bestplatzierten sind im Cut und werden im Matchplay auf dem legendären Linkscourse des Royal Troon Golf Clubs um den Sieg spielen.
Royal Troon ist bekannt für sein tiefes Rough, die Ginsterbüsche und natürlich für den Nordwestwind, der an manchen Tagen kräftig über den Firth of Clyde bläst und so den Platz zu einem echten Monster mutieren lässt.

„Man muss Links schon können, wenn man hier hinkommt“, bestätigt Bundestrainer Uli Zilg den Ruf des Platzes. Das Team des DGV ist zwar schon frühzeitig angereist, um sich mit den Gegebenheiten und der Witterung vor Ort vertraut zu machen, aber da auf Royal Troon nur eine Proberunde gestattet ist, fanden die Trainingsrunden meist auf ähnlichen Plätzen in der Nähe statt.

Aufgrund der äußeren Bedingungen hat Uli Zilg auch an keinen seiner Spieler genaue Erwartungen hinsichtlich des Abschneidens. Klar ist aber, dass die Konkurrenz sehr stark ist und so jeder eine starke Leistung abliefern muss, der den Cut überstehen will.

Sogar aus den USA, Kanada und Australien sind die stärksten Spieler am Start, denn dem Sieger winken unvergessliche Erlebnisse, die manch ein Tour-Pro nie haben darf: Der Sieger darf nicht nur bei „The Open“, wie die British Open offiziell genannt wird antreten, sondern auch bei der nächsten US Open und bei der Masters in Augusta. Ein Sieg bei dem renommierten Amateur-Turnier sichert also den Start bei drei der vier kommenden Majors der Profis!

Aus Deutschland sind Max Rottluff, Sebastian Schwind, Philipp Westermann, Benedict Staben, Sean Einhaus, Stephan Jäger, Dominic Foos, Daniel Schmieding, Max Mehles und der für die Türkei spielende Florian Kolberg am Start.

Youngster Dominic Foos, der zuletzt die German Boys&Girls Open in St.Leon-Rot gewann und dabei mit einer 64 einen Fabelplatzrekord aufgestellt hatte, darf schon um 7.11 Uhr auf Royal Troon ins Rennen gehen. Danach folgen ebenfalls noch vor 8 Uhr Sebastian Schwind und Aktivensprecher Benedict Staben.
Max Rottluff, der vor wenigen Tagen in der Türkei seine erste internationale Meisterschaft in der offenen Altersklasse gewonnen hat, spielt am ersten Tag um 10.45 Uhr den Glasgow Gailes-Links.

Jungen-Bundestrainer Ulli Eckhardt, der gemeinsam mit Uli Zilg vor Ort ist, traut seinen beiden Schützlingen Dominic Foos und Max Mehles durchaus zu, den Cut zu machen. "Und dann ist sowieso alles möglich", spielt Eckhardt mit einem Augenzwinkern darauf an, dass jedes Matchplay für sich auch einem Underdog die Chance bietet, gegen einen Favoriten die Oberhand zu behalten.


Gemäß des britischen Selbstverständnisses heißt das Turnier auf der Insel nur kurz „The Amateur Championship“. Und dies wohl nicht zu unrecht, denn 288 Starter aus 32 Nationen werden sich einen hochklassigen Kampf um Titel und Ehre liefern.


Lampert und Schneider in Köln am Start
Moritz Lampert und Marcel Schneider werden bei dieser Meisterschaft nicht antreten, da sie zeitgleich bei der BMW International Open auf Gut Lärchenhof bei Köln versuchen, im Feld der Profis auf der European Tour zu bestehen.

stebl´


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