Karolin Lampert schafft den Cut
25.5.2012 - Der zweite Tag der Uni Credit Ladies German Open presented by Audi ist vorbei. Die DGV-Nationalspielerinnen Ann-Kathrin Lindner, Nina Holleder, Quirine Eijkenboom und Karolin Lampert hatten ihr Erlebnis, auf einem Profiturnier zu spielen. Hatten? Trifft es nur zum Teil. Denn: Karolin Lampert hat als geteilte 25. schlaggleich mit Caroline Masson den Cut geschafft.
- Bildergalerie vom Vormittag -
Update 19.10 Uhr:
Einen weiteren, großen Erfolg in ihrer noch jungen Karriere feiert Karolin Lampert vom GC St. Leon-Rot. Die erst 17-Jährige aus Sandhausen hat nach ihrer -2 vom ersten Tag eine grundsolide Par-Runde nachgelegt und sich damit im Feld der Proetten bestens behauptet. Karo ist damit die einzige Amateurin, die im Cut ist. "Mit dem Wind war es heute noch schwieriger als gestern, da musste man schon gute Eisen spielen. Meistens ist mir das gelungen - und wenn nicht konnte ich mit einigen Up-And-Downs das Par retten", sagte Lampert. "Ich freue mich sehr, dass ich hier bei meiner ersten Teilnahme den Cut geschafft habe. Das hätte ich vorher auch nicht unbedingt erwartet. Jetzt freue ich mich auf das Wochenende und möchte hier weiter das Turnier genießen und Erfahrung sammeln."
Quirine Eijkenboom steigerte sich gegenüber dem Vortag deutlich. Heute kam die junge Starnbergerin, die für den Münchner GC spielt, mit +3 von der Runde und liegt insgesamt bei +10. Schlaggleich ist auch Steffi Kirchmayr ins Clubhaus gekommen.
Update 17:30 Uhr:
Helmut Hoffmann vom GC Rottbach hat den Tagespreis beim DGV-Gewinnspiel "Clubgolfer für Golfclubs" gewonnen. Das Los bescherte Herrn Hoffmann ein Golfer-Set mit unter anderem einem Gutschein von GOLFHOUSE im Wert von 25 Euro. Noch bis Sonntag können Golfer am Stand des Deutschen Golf Verbandes in der Public Area wertvolle Preise für sich und ihren Golfclub gewinnen.
Update 16.50 Uhr:
Quirine Eijkenboom und Karolin Lampert haben die Frontnine inzwischen gemeistert.
Lampert war mit einem Birdie in die Runde gestartet, musste den Zähler aber auf Bahn 2 schon wieder abgeben. Ganz solide spielt die Leon-Roterin ihre Sache, hat auf das Bogey an Bahn 9 sofort mit einem Birdie auf der 10 reagiert. Stark verteidigt Karo ihren guten Score und hat beste Aussichten, bei ihrem ersten Profiturnier im Cut zu sein.
Quirine Eijkenboom startete vielversprechend mit einem Birdie auf ihrer zweiten Bahn. Es folgten allerdings auch noch drei Bogeys auf der Frontnine, so dass die junge Spielerin des Münchner GC derzeit für den Tag +2 liegt. Nach ihrer +7 vom Vortag sind die Chancen, den Cut schaffen nur noch theoretisch vorhanden.
Die beiden anderen Amateurinnen im Feld, Nina Birken vom GC Mülheim und Katharina Böhm vom GC Olching sind ebenfalls auf der Backnine ihrer Runde. Birken liegt nach 10 Bahnen +3, wie auch Böhm nach 11 gespielten Bahnen.
Gal und Masson schon durch
Eine großartige Backnine spielte Sandra Gal. Die in den USA auf der Tour erfolgreiche Proette aus dem Rheinland hatte auf den ersten neun Bahnen noch +1 gelegen, schaffte auf der Backnine aber satte fünf Birdies, kam also für den Tag mit -4 ins Clubhaus. Gal hat damit vor den beiden Finalrunden noch echte Siegchancen und liegt insgesamt bei -6.
Nicht ganz so zufrieden mit dem Tag war Caroline Masson. Die Gladbeckerin spielte auf den ersten neun Bahnen je zwei Birdies und Bogeys, auf der Backnine ganz glatt alle Bahnen Par. Diese Parrunde bringt die auf der LET spielende Profigolferin nicht nach vorne und so bleibt sie ingesamt bei -2.
Nach der Runde bestätigte Masson, dass heute Vormittag der Wind viel mehr im Spiel war als gestern. Die Grüns waren härter, nachdem sie am ersten Turniertag wegen des starken Regens in der Nacht davor viel weicher zu spielen gewesen seien, so Masson.
Alles andere als zufrieden dürfte Steffi Kirchmayr mit ihrem Score sein. Zum ersten Mal ist die Spielerin vom GC Reichswald hier als Mitglieder der LET-Tour am Start, liegt aber weit zurück. Nach ihrer +7 von gestern liegt sie heute nach 12 Bahnen auch schon wieder +4. Die Fränkin hat allerdings auch an der rechten Hand einen Finger verbunden, was sicherlich ihr Spiel stört.
Vom Vormittag:
Sowohl Lindner als auch Holleder hatten die erste Runde mit 76 Schlägen (+4) beendet. "Da es durch die Regenunterbechung gestern Abend spät geworden ist, war die Nacht recht kurz", sagte Nina Holleder vor dem ersten Abschlag. "Trotzdem hoffe ich auf eine gute Runde. Ich werde nicht bei jedem Schlag volles Risiko gehen, aber schon etwas versuchen. Man kann auf diesem Platz sicherlich ein tiefes Ergebnis erzielen. Dafür darf ich aber nicht so oft im Rough landen und muss besser putten als gestern." Auf den ersten neun Löchern gelang der St. Leon-Roterin das nicht wie gewünscht, so dass sie nach drei Bogeys und einem Birdie auf Bahn 9 zwischenzeitlich bei +6 lag.
Auf den zweiten neun Bahnen wollte kein Birdie mehr gelingen, dafür hatte Nina Holleder mehr Kontakt mit dem Rough als ihr lieb war. Für heute kam die Spielerin des GC St.Leon-Rot mit +5 vom Platz, für beide Tage gesamt auf +9.
Ann-Kathrin Lindner sagte vor der Runde nur knapp. "Für heute gilt wieder volle Konzentration und voller Einsatz." Nach neun gespielten Löchern steuerte Anka auf Par-Kurs, lag damit weiter gesamt bei +4. Auf der Backnine spiele Lindner ein Birdie und zwei Bogeys, kam für heute also mit +1 vom Platz, macht in Summe +5 für das Turnier.
Nach ihrer Premiere auf der LET-Tour zeigte sich Lindner durchaus zufrieden, obwohl sie am Ende nicht im Cut war. „Ich habe mich gut gefühlt und heute auch viel besser gespielt“, sagte Lindner nach der Runde. Sie habe sich heute selten in schwierige Lagen gebracht und nur deshalb keine Schläge gutgemacht, weil die Putts nicht fallen wollten. Insgesamt hatte Lindner aber solide geputtet und auf zwei Runden nur einen Dreiputt gespielt.
„Nach meinem Bogey auf der 12.Bahn, mit dem ich meine Chancen auf den Cut wohl verspielt hatte, wollte ich die letzten Bahnen einfach nur noch genießen. Dann lief es auch sehr gut und ich war entspannt. Das Gefühl, hier am Start zu sein, war nicht viel anders als bei den großen Amateur-Turnieren“, resümiert die Spielerin vom GC St.Leon-Rot.
Der Traum, bei diesem Turnier mitspielen zu dürfen, ist mit dieser Woche für Anka Lindner in Erfüllung gegangen. Besonders gefreut hat die 24-Jährige, dass sie von etlichen Zuschauern 18 Bahnen lang begleitet wurde: „Dabei sind hier doch ganz andere Golfgrößen am Start!“
Im Spiel seien die Proetten nicht so anders als die guten Amateure. Im kurzen Spiel und auf den Grüns retten die „Großen“ allerdings mehr Bälle, wenn sie einmal nicht optimal liegen.
„Ich bin ganz entspannt in das Turnier gegangen, denn ich hatte ja nichts zu verlieren. Der Cut war für mich durchaus erreichbar“, zieht Ann-Kathrin Lindner ein positives Fazit.
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Ladies German Open 2012 - Tag 2 - Freitag - Nachmittag
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