• Was man von der Jugend lernen kann


    Vergangenes Wochenende haben die Allianz German Boys and Girls Open im GC St. Leon-Rot zum neunten Mal stattgefunden. Ein internationales Turnier für Jugendliche unter 18 Jahren mit Fastprofi-Format. Drei Tage Zählspiel, Players-Night, viele Nationalspieler, und 75 Prozent aller Teilnehmer hatten ein Handicap von 0 und besser. Die Siegerscores von zwölf unter Par von Karolin Lampert bei den Mädchen und 14 unter Par von Dominic Foos sprechen für sich. Zum zweiten Mal in Folge stellt damit der GC St. Leon-Rot bei "seinem" Turnier die Siegerin in der Mädchen-, wie in der Jungenkonkurrenz. Karolin Lampert konnte dabei ihren Titel verteidigen. Besonders interessant war in diesem Jahr zu beobachten, dass viele Nationen dieses Turnier als Standortbestimmung für die Mannschaftseuropameisterschaft der Mädchen genutzt haben, die Mitte Juli im GC SLR stattfinden wird. Ein Fakt, der noch einmal für eine sportliche Steigerung dieses ohnehin schon hochwertigen Turniers gesorgt hat.

     
    Nun, Sie werden sich fragen, was hat das mit mir und meinem Golf zu tun? Wer am Wochenende die Chance hatte, die Spieler und Spielerinnen im Turnier zu beobachten, der kann für sich eine Menge mitnehmen und lernen.
     
    1. Die Turniervorbereitung:
    Neben dem Spielen einer obligatorischen Proberunde, hat fast jeder Spieler ein eigenes Birdie-Buch mit genauen Meter- und Platzangaben (Ondulierung der Grüns, mögliche Pin-Positionen, Entfernungen Anfang Grün) für sich erstellt.
     
    2. Nutzung eines Entfernungsmessgeräts:
    Laser zur Entfernungsmessung waren erlaubt und wurde von allen Teilnehmern genutzt. Laser helfen nicht nur, die genaue Entfernung zur Fahne oder zu einem Zielpunkt zu bestimmen, sondern beschleunigen auch das Spiel, weil das ablaufen der Entfernungen ausbleibt.
     
    3. Training:
    Vor der Runde, nach der Runde. Jeder Spieler geht auch nach einer Turnierrunde noch einmal auf die Range und oder den Übungsbereich und übt das, was in der Runde nicht ideal geklappt hat. Ein ständiger Verbesserungsprozess mit dem besten Feedback, was man erhalten kann, sind Wettkampfergebnisse.
     
    4. Spaß:
    Trotz eines immer höheren Leistungsdrucks und einer Spitze, die immer breiter wird, um bei Berti Vogts zu bleiben, sieht man den Spielern und Spielerinnen den Spaß am Golf und an der Leistung an. Ein wichtiger Faktor, um Erfolg zu haben und motiviert zu bleiben.
     
    Neben diesen vier Hauptfaktoren, die jeder Golfer aus meiner Sicht von der Crème de la Crème der Golfjugend lernen kann, ist ein Faktor noch besonders wichtig! Das Putting-Grün war immer der Bereich, der am intensivsten, längsten und ausdauerndsten genutzt wurde. Die Jugend weiß, worauf es ankommt.
     
    Mehr Informationen zu den AGBGO finden Sie auf golf.de unter www.golf.de/german-boys-and-girls-open-2012 oder auf der eigenen Turnierhomepage unter www.gb-go.de.
     
    Ihr Fabian Bünker



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Die Autoren

Fabian Bünker

Fabian Bünker (31) ist Akademie- und sportlicher Leiter sowie Trainer der AK 14 Mädchenmannschaft des Golf Club St. Leon-Rot. Bünker verfügt über den A-Trainerschein des DGV und eine "G1"-Graduierung der PGA of Germany. Außerdem ist er Mitglied des Coach-Teams der PGA of Germany und im DGV-Lehrteam.

Marco Schmuck

Marco Schmuck betreibt seine Golfschule im GC Olching bei München und betreut dort unter anderem die Bundes- ligamannschaften der Herren und Damen. Daneben hat sich der 37-Jährige vor allem als Spezialist im Bereich der Videoanalyse (Scope) einen Namen gemacht. Der geborene Leverkusener betreut zahlreiche deutsche Spitzenamateure sowie den Playing Professional Daniel Wünsche.

Martina Eberl-Ellis

Die Münchnerin Martina Eberl-Ellis wechselte mit 21 Jahren zu den Profis und gewann in ihrer Karriere vier Turniere auf der Ladies European Tour. Seit ihrem Rückzug vom Profigeschäft Ende 2012 betreibt sie die "Martina Eberl Golfakademie" (Eröffnung 2011) im Münchner Golf Eschenried, in der sie täglich anzutreffen ist.