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Qual der Wahl
15.05.2013 | 10:24 Uhr
Bei der LGO mit dabei: Caro Masson
Es ist Mai, und die Tage zur UniCredit Ladies German Open lassen sich bald an zwei Händen abzählen. Zum Leidwesen vieler begeisterter Zuschauer und Golffans kann man jetzt schon anhand der Teilnehmerliste feststellen, dass die deutsche Beteiligung dieses Jahr ohne die Spitzenspielerin Sandra Gal stattfinden wird. Der Grund ist leicht zu erklären: Auf der amerikanischen LPGA Tour findet zur gleichen Zeit ein mehrfach höher dotiertes Turnier statt, was am Ende des Jahres eine große Rolle in der Order of Merit spielen könnte - ob man teilnimmt, oder nicht. Immerhin kommt Caroline Masson, die in diesem Jahr erstmals auf der LPGA Tour spielt, aber dennoch die Reise-Strapazen auf sich nimmt.
Diesen Konflikt kann man häufig beobachten, nicht nur bei den Damen. Auch die Herren sind oft im Zwiespalt, das ein oder andere Turnier noch "mitzunehmen" oder sich lieber eine Pause zu gönnen, oder gar auf einer anderen Tour ein "wichtigeres Turnier" zu spielen.
Leider trifft es dieses Jahr unsere geliebte LGO, die deswegen auf internationale Stars wie Alexis Thompson verzichten muss, die in den letzten Jahren gerne nach Deutschland gekommen ist.
Dafür kann man die Nichte von Tiger Woods begutachten, die meiner Meinung nach eine große Last zu schleppen hat. Nur weil sie den gleichen Nachnamen trägt und einen Nike-Vertrag hat, muss das nicht gleich heißen, dass sie auch solche Top-Ergebnisse wie ein Tiger Woods bringen muss.
Ich bin mir jedoch sicher, dass sich ihre Berater nicht lumpen lassen, was die Sponsoren-Verträge betrifft. Somit macht sich der Druckfaktor sicherlich bezahlt.
In diesem Sinne freue ich mich auf die UniCredit Ladies German Open. Leider bin ich nicht mehr aktiv dabei, dafür aber im Kommentar beim Livestream im Internet!
Viel Spaß beim Zuschauen wünscht
Eure Martina Eberl-Ellis
In Gut Häusern diesmal nicht dabei: Sandra Gal
Schlagwörter: Martina Eberl • Caro Masson • Sandra Gal -
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Messen Sie Ihre Schlaglänge
"Ich schlage mein Eisen 7 mindestens 140 Meter weit." Wie oft haben Sie diese Aussage schon von Ihren Mitspielern gehört? Nur die Wahrheit sieht bei den meisten Amateuren etwas anders aus. Abhilfe schafft nur ein vernünftiges Ausmessen. Ich zeige Ihnen, wie das am besten geht.
Gute Spieler kennen Ihre Schlaglängen für jeden einzelnen Schläger im Bag und überprüfen diese mindestens drei Mal im Jahr. Folgende Zeitpunkte sind sinnvoll: Zu Beginn und in der Mitte der Saison sowie vor dem Wintertraining. Einige Profis und exzellenten Amateure überprüfen diese sogar vor jedem Turnier. Auch beim Einsatz neuer Schläger oder Schäfte werden diese sofort vermessen, um genau zu wissen, wie weit der Ball tatsächlich fliegt.
Dabei ist die Carry-Länge das entscheidende. Also der Punkt, an dem der Ball das erste Mal den Boden berührt. Die Schlaglängen für jeden Schläger zu kennen hat den Vorteil, dass man auf einer Runde bei einem schlechten Schlag die Schlägerwahl als Grund ausschließen kann.
Messen mit Launch Monitor...
Am einfachsten ist es, die Schlaglängen mit einem Launch Monitor zu bestimmen. Dieser wird hinter Ihnen in Schlagrichtung aufgestellt und ermittelt alle Schlaglängen, unterteilt in die einzelnen Schläger. Sollte Ihr Pro keinen Launch Monitor besitzen, können Sie auch einen Entfernungsmesser verwenden.
... oder Laser
Am besten messen Sie Ihre Schlaglänge auf einem Loch auf dem Platz (natürlich nur, wenn möglichst wenig los ist). Schlagen Sie mit jedem Schläger zehn Bälle. Ihr Partner stellt sich neben das Grün. Nach einem Schlag misst er dabei von dem Punkt, an dem der Ball das erste Mal den Boden berührt zum Spieler zurück und notiert das Ergebnis.
Am Ende sollten Sie den weitesten und kürzesten Schlag streichen und aus den acht übrig gebliebenen Schlägen einen Durchschnittswert pro Schläger errechnen.
Zunächst werden Sie erst einmal erstaunt sein, wie "weit" die Bälle tatsächlich fliegen. Aus dieser Ernüchterung erwächst aber ein absoluter Mehrwert für Ihr Spiel auf dem Platz.
Nutzen Sie diese Werte ganz konsequent für jeden Schlag und Sie werden merken, dass...
- Sie zuversichtlicher an den Ball kommen.
- die Schlägerwahl häufiger die richtige sein wird. Und
- Sie mehr Grüns treffen.
Fabian Bünker
Schlagwörter: Langes Spiel • Fabian Bünker • Laser -
Augusta und der Draw
Kein Schlag, so predigt nicht nur die Golflegende Arnold Palmer seit Jahren, ist in Augusta so wichtig wie der Draw. Gemeint ist dabei eine leichte Flugkurve des Balles von rechts nach links, die sich in Augusta vor allem deshalb anbietet, weil es eine ganze Reihe von Löchern gibt, die von ihrer Form in etwa dieser Flugkurve entsprechen.
Wer den Draw als Rechtshänder, vom Abschlag weg beherrscht, benötigt danach häufig ein kürzeres Eisen und kann so die extrem ondulierten Grüns besser anspielen. Wobei auch hier gilt: Nicht jeder Grün-Treffer ist auch wirklich ein Erfolg. Die Grüns von Augusta nämlich hängen derartig stark und haben so viele kleine und große Breaks, dass es bei jedem Grün meist nur eine kleine Zone gibt, die vom Anspiel her möglich ist, weil der Ball hier hält und auch der nächste Schlag nicht unmöglich ist. Diese ideale Treffzone liegt relativ häufig nicht im direkten Umfeld der Fahne.
Letztendlich geht es also darum, den Ball so zu platzieren, dass nur noch ein, maximal zwei Putts folgen. Eine Kunst, an der bekanntlich schon extrem viele Spieler gescheitert sind. Und: Der Spieler der in der Woche am kreativsten beim Lösen dieser Aufgaben auf dem Golfplatz sein wird, wird auch wieder die größte Chance auf den Titel haben.
Meine Augusta-Liste:1) Luke Donald: Der wahrscheinlich beste Eisenspieler der Welt!2) Dustin Johnson: Mr. volle Pulle. Wenn er eine gute Woche erwischt, hat er natürlich Titel-Ambitionen.3) Matt Kuchar: Er ist einer der Spieler, die durch ihre unauffällige Art des Spielens große Chancen auf den Titel haben. Und er ist ein extrem guter Taktiker!4) Rory McIlroy: Mr. Allround. Er hat im Grunde genommen keine richtige Schwäche und schlägt die langen Eisen in einer unglaublichen Flughöhe.5) Phil Mickelson: Der Publikumsliebling und Meister des kurzen Spiels. Immer wieder gut für den Masters-Titel.6) Justin Rose: Einer der konstantesten Spieler auf der Tour. Lang, präzise und absolut willensstark.7) Brandt Snedeker: Kaum einer beherrscht die Draw-Flugkurfe so gut wie er.8) Bubba Watson: Der Titelverteidiger hat durch seine paradoxe Spielweise immer eine Chance, ein solches Turnier zu gewinnen.9) Tiger Woods: Die aktuelle Nummer eins der Welt ist für mich der absolute Topanwärter bei diesem Turnier, weil er der kompletteste Spieler auf der Welt ist. Und dafür gibt es mehrere Gründe: Er ist wieder völlig gesund. Er ist neu verliebt. Und er hat gerade zwei Turniere hintereinander gewonnen. Er ist gierig auf seinen nächsten Major-Titel.Hoffen wir, dass es bis zum Ende spannend bleibt,
Euer Marco
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Die Autoren
Fabian Bünker (31) ist Akademie- und sportlicher Leiter sowie Trainer der AK 14 Mädchenmannschaft des Golf Club St. Leon-Rot. Bünker verfügt über den A-Trainerschein des DGV und eine "G1"-Graduierung der PGA of Germany. Außerdem ist er Mitglied des Coach-Teams der PGA of Germany und im DGV-Lehrteam.
Marco Schmuck betreibt seine Golfschule im GC Olching bei München und betreut dort unter anderem die Bundes- ligamannschaften der Herren und Damen. Daneben hat sich der 37-Jährige vor allem als Spezialist im Bereich der Videoanalyse (Scope) einen Namen gemacht. Der geborene Leverkusener betreut zahlreiche deutsche Spitzenamateure sowie den Playing Professional Daniel Wünsche.
Die Münchnerin Martina Eberl-Ellis wechselte mit 21 Jahren zu den Profis und gewann in ihrer Karriere vier Turniere auf der Ladies European Tour. Seit ihrem Rückzug vom Profigeschäft Ende 2012 betreibt sie die "Martina Eberl Golfakademie" (Eröffnung 2011) im Münchner Golf Eschenried, in der sie täglich anzutreffen ist.
Schlagwörter
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