• Schwungumstellung

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    Hallo liebe Golfsportfreunde,

    wieder ist eine lange Zeit vergangen nach meinem letzten Bericht. Es ist für mich nicht immer einfach von meinen Tourerfahrungen zu berichten, da ich zur Zeit ein "kleines" Motivationsloch durchmache. Ich entschuldige mich hierfür und werde mich hoffentlich bessern.

    Nach der Schloss Moyland Classic begann für mich und meinen Coach Martin Höcker eine wichtige Entscheidung. Dadurch das wir uns beruflich bedingt im Winter und Anfang des Jahres nicht oft gesehen haben war das Training sehr individuell und hatte wenig Struktur. Nach einer langen Spielzeit (Januar - Juni) schleichen sich nach und nach Fehler in den Schwung ein, die man als Spieler erst bemerkt, wenn es bereits zu spät ist. Man benötigt dann eine lange Zeit, um diese Fehler wieder zu korrigieren.

    Wir hatten also eine Entscheidung zu treffen, die so ausfiel: Wir arbeiten in der Saison am Schwung und versuchen ihn bis zum Ende des Jahr bis zur European Tour School Anfang September wieder in Topform zu bekommen. Das heißt für mich: viel Arbeit mit der Technik und versuchen, die Scores auszublenden. Das ist, wie ihr wahrscheinlich wisst, sehr sehr schwierig.

    Nach den zwei Wochen Training ging es auf der EPD Tour das erste Mal nach Bayreuth, wo wir einen schönen Platz vorfanden. Leider konnte ich meine Technik nicht abrufen und musste nach Runden von 77 und 80 Schlägen zurück nach Hause fahren. Das sind Ergebnisse, die ich lang schon nicht mehr hatte...

    Kurz nach Bayreuth stand die Bad Waldsee Classic auf dem Plan, ein sehr schöner Platz mit sehr schwierigen Löchern 14, 15, 16. Auch hier habe ich versucht, meine neueTechnik auf den Platz zu bekommen, aber auch hier hatte ich meine Schwierigkeiten und konnte mich nicht in den dritten Tag spielen. Somit musste ich erneut die Koffer packen und auf den zweistündigen Wg nach Hause machen.

    Da ich nun wieder die Möglichkeit habe, mit meinem Coach zu arbeiten, muss ich die Turniere als Training unter Wettkampfbedingungen sehen. Aber ich denke, jeder kennt dieses Gefühl, wenn es nicht läuft. Durchbeißen heißt die Devise!

    Ein "kleiner" Lichtblick war für mich diese Woche eine Unter-Par-Runde bei der HDI PGA Championship auf dem Golfplatz in Gleidingen bei Hannover. In der ersten Runde konnte ich eine 71 für mich verbuchen und lag nach Tag eins auf den geteilten 20. Rang freuen. Leider war an Tag zwei mein Gefühl für die Grüns weg und ich musste mit einer 82 die Koffer packen. Heute ist der letzte Tag dieser Meisterschaft und ich bin gespannt wie die Jungs sich schlagen.

    Wie gesagt es war ein kleiner Lichtblick für mich und ich sehe dass es wieder leicht bergauf geht - das tut unheimlich gut! Also weiter dran bleiben und fit werden für die Q-School! Keine leichte Zeit, aber es wird!

    Für mich geht es erst in zwei Wochen in Augsburg weiter, da ich meinen Turnierkalender anpassen musste. Durch meine dürftigen Ergebnisse habe ich leider nicht mehr so viel Geld für diese Saison, somit habe ich drei Turniere aus dem Plan genommen.

    Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Freude auf dem Golfplatz und viel Spaß beim Training.

    Bleibt wohlauf

    Euer Max 


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  • Knapp vorbei

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    Wieder sind zwei Wochen rum und ein neuer Blog von mir ist wieder fällig. Lasst mich erzählen, wie es mir in den letzten beiden Turnierwochen ergangen ist.

    Nach der Haugschlag NÖ Open Ende Mai ging es für uns komplett in die andere Richtung - und zwar nach Berlin. Wir sind von Haugschlag (an der tschechischen Grenze) nach München gefahren, haben fünf Tage Zeit gehabt, um neue Kleidung einzupacken oder zu waschen und haben uns dann Anfang Juni auf den Weg ins Fleesensee Resort (zwischen Berlin und Hamburg) aufgemacht. 

    Auch dieses Mal bin ich wieder mit meinem Kollegen David Heinzinger mitgefahren, um die Fahrtkosten gering zu halten. Und auch in Fleesensee selber haben wir zu dritt eine Ferienwohnung gemietet, direkt am Golfplatz. Hier entstand auch eines der beiden Bilder, die man als Golfer einfach nur genial findet.

    Für mich ging es in der Woche um weit aus mehr als nur um eine gute Platzierung. Mit einem soliden Ergebnis hätte ich eine  Möglichkeit, einen Startplatz bei der diesjährigen BMW International Open zu bekommen.  

    In der ersten Runde konnte ich mein Spiel noch nicht so fein ausspielen, wie ich das gerne wollte. Ich musste oft Schläge aus dem Rough oder Bunker retten, konnte mich mit einer 73 nicht wirklich gut platzieren. Also hieß es für mich an Tag zwei: Angriff. Mit keinem Bogey und "nur" drei Birdies reichte es für mich zu einer soliden 69. Damit konnte ich wieder ein paar Plätze gutmachen. Mit einer weiteren Unter-Par-Runde an Tag drei (70 Schläge) und einem Gesamtergebnis von vier unter Par war ich schlussendlich geteilter 17. und bekam einen Lohn von 480 Euro.

    Da letztes Mal jemand gefragt hat bezüglich den Meldungen für die BMW International Open, würde ich ganz gern kurz darauf eingehen: Es gibt eine Deutsche Rangliste der Professionals, die sich Titleist Order of Merit schimpft. Zwei Wochen vor der BMW International Open ist Stichtag. In dieser Liste sind auch Martin Kaymer, Alex Cejka, usw. geführt, nur diese Herren fallen raus, da sie meist durch eine andere Kategorie in das Turnier gelangen. Im Prinzip werden nur die Plätze 1-10 für das Turnier angerufen, da aber die ersten fünf Spieler bereits anders qualifiziert sind, rutschen fünf weitere Spieler nach, also sind wir bereits bei den Top 15 der deutschen Rangliste. Meine momentane Position ist 20. und bis Platz 16 wurde eingeladen, also reichte es dieses Jahr wieder nicht für eines der besten Turniere.

    Nach Fleesensee ging es wieder in 6,5 Stunden Autofahrt nach München zurück. Hier hatte ich vier Tage Zeit, mich auf die Schloss Moyland Classic vorzubereiten. Das Resort liegt nördlich von Dortmund an der holländischen Grenze und man braucht circa 8,5 Stunden aus München. Dieses Mal war ich mit dem Fahrdienst dran, da David die letzten beiden Turnier gefahren ist.
    Leider hat es nach Runden von 77 und 78 Schlägen nicht für den letzten Tag gereicht, und somit mache ich mich ein Tag früher als geplant auf den Heimweg.

    Nun haben wir die nächsten zwei Wochen Turnierpause und ich habe etwas Zeit, mein Rythmus wieder zu stabilisieren, bevor es Anfang Juli in Bayreuth weitergeht.

    Bis bald

    Euer Max


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  • Chaos am Flughafen Casablancas

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    Hallo Golffreunde,

    nun wird es wieder Zeit, mich bei Euch zu melden, da ihr ja gespannt seid, wie es bei mir weitergeht und was seit der zweiten Marokko-Station passiert ist.

    Nachdem wir das letzte Turnier in Rabat beendet hatten, ging es für uns um 4 Uhr morgens zurück nach Casablanca, direkt an den Flughafen. Uns standen sechs Stunden Aufenthalt am Flughafen bevor ... Nun ist aber der Casablanca Airport nicht der Freitzeitpark, den man sich wünscht, sondern gleicht einem überfüllten Café in der Fussgängerzone. Ich war zum Glück nicht alleine, somit wurde die Wartezeit mit Gesprächen über Turniere, vergangene Erfolge, Facebook etc. gefüllt.

    Nach einer kurzen Kontrolle unserer Abflugzeit wurde mir klar, dass die Airline die Maschine zwei Stunden später eingeplant hatte, was für uns dann also acht Stunden Wartezeit bedeutet hätte. Nach fünf Stunden entdeckte ich per Zufall, dass unsere Maschine nun doch, wie ursprünglich geplant, normal abhebt und bereits einige Passagiere auf französisch aufgerufen wurden ... Das war knapp!!! Wir haben alle gerade noch so die Maschine nach Lissabon erreicht.

    Drei Wochen Afrika waren schön, aber man freut sich doch wieder auf daheim!

    Nach meiner Ankunft in München habe ich erstmal eine Woche pausiert, da ich eine Entzündung im rechten Kniegelenkt hatte. Diese dauerte auch etwas länger als geplant, und die Physiotherapiestunden machten meine Traininsplanung weitestgehend zunichte. Anfang Mai ging für mich dann das Training auf dem Platz wieder los und ich war froh, dass nun auch die Grüns in Straßlach und Umgebung einigermaßen an Schnelligkeit gewonnen hatten. 

    In den folgenden zwei Wochen hatte ich mich viel mit meinem Rythmus beschäftigt, da ich einfach gemerkt hatte, dass ich zu schnell wurde und meine Bewegung nicht mehr stabil halten konnte. Dies führte dann zu Missschlägen, wo man sich dann danach denkt, "den hättest du dir auch sparen können!"

    Über meinen Coach Martin Höcker habe ich in der Zeit Kontakt zu einem exzellenten Schuhhersteller bekommen, der mir einen ganz neuen Einblick in das Thema Schuhfitting gegeben hat.

    Mit neuen Golfschuhen und Selbstbewusstsein ging es für mich dann zur Haugschlag NÖ Open auf den bis dato besten Platz der Saison. Die Grüns waren fantastisch, der Platz in einem hervorragendem Zustand und der Wind hat sein übriges beigetragen.

    Mit zwei sehr soliden Runden von 70 Schlägen lag ich mit einem Score von -4 auf dem geteilten zehnten Platz und hatte am letzten Tag noch gute Chancen, eine ordentliche Platzierung raus zu holen.

    Leider bin ich an Sonntag nicht gut in mein Spiel gekommen. Am Schluss stand eine 77 auf meiner Scorekarte und ich rutschte auf den geteilten 22. Rang zurück. Es war ziemlich bitter an diesem Tag, da ich mir doch eine Chance ausgerechnet hatte, um dieses Jahr bei der BMW International Open dabei zu sein ... aber gut, ein Turnier habe ich noch, um mich zu beweisen!

    Nun wird diese Woche weiter gearbeitet und gekämpft, bevor es nächste Woche Dienstag in Fleesensee heißt "Ladies & Gentlemen, please welcome on the first Tee, Professional from Germany, Maximilian Tschinkel". (Spruch von unserem Starter und Tour-Maskottchen Bernd Kraft).

    Viel Erfolg bei Euren Turnieren

    Euer

    Max


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Die Autoren

Maximilian Tschinkel

Maximilian Tschinkel, 23, aus Ottobrunn bei München spielt seit 2010 auf der EPD Tour. Sein großes Ziel für dieses Jahr: die Karte für die Challenge Tour zu holen. Seine beste Platzierung bislang war Platz zwei bei der Open Mogador.

Auf diesem Blog berichtet er von den Reise-Strapazen der dritten Liga, dem Messen mit anderen Nachwuchsspielern und ersten Erfolgen bei internationalen Turnieren.

 

Stefan Wiedergrün

Stefan Wiedergrün, 27, aus Waiblingen bei Stuttgart spielt seit Mai 2011 auf der egolf Professional Tour in den USA. Sein großes Ziel für dieses Jahr: das Ticket für die Nationwide- oder gar die US PGA Tour zu lösen. Seine bislang beste Platzierung war Platz 15 bei den HGM Hotels Classic in Rock Barn. Sein größter Erfolg zwei Qualifikationen zu den Nationwide-Events in Ohio und Tennessee.

Auf diesem Blog berichtet er von dem Wohnortwechsel in die Staaten, dem Leben aus dem Koffer, dem Messen mit anderen Nachwuchsspielern der dritten Liga und ersten kleinen wie großen Erfolgen.


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