• Knapp vorbei


    Tourleben  | 

    Wieder sind zwei Wochen rum und ein neuer Blog von mir ist wieder fällig. Lasst mich erzählen, wie es mir in den letzten beiden Turnierwochen ergangen ist.

    Nach der Haugschlag NÖ Open Ende Mai ging es für uns komplett in die andere Richtung - und zwar nach Berlin. Wir sind von Haugschlag (an der tschechischen Grenze) nach München gefahren, haben fünf Tage Zeit gehabt, um neue Kleidung einzupacken oder zu waschen und haben uns dann Anfang Juni auf den Weg ins Fleesensee Resort (zwischen Berlin und Hamburg) aufgemacht. 

    Auch dieses Mal bin ich wieder mit meinem Kollegen David Heinzinger mitgefahren, um die Fahrtkosten gering zu halten. Und auch in Fleesensee selber haben wir zu dritt eine Ferienwohnung gemietet, direkt am Golfplatz. Hier entstand auch eines der beiden Bilder, die man als Golfer einfach nur genial findet.

    Für mich ging es in der Woche um weit aus mehr als nur um eine gute Platzierung. Mit einem soliden Ergebnis hätte ich eine  Möglichkeit, einen Startplatz bei der diesjährigen BMW International Open zu bekommen.  

    In der ersten Runde konnte ich mein Spiel noch nicht so fein ausspielen, wie ich das gerne wollte. Ich musste oft Schläge aus dem Rough oder Bunker retten, konnte mich mit einer 73 nicht wirklich gut platzieren. Also hieß es für mich an Tag zwei: Angriff. Mit keinem Bogey und "nur" drei Birdies reichte es für mich zu einer soliden 69. Damit konnte ich wieder ein paar Plätze gutmachen. Mit einer weiteren Unter-Par-Runde an Tag drei (70 Schläge) und einem Gesamtergebnis von vier unter Par war ich schlussendlich geteilter 17. und bekam einen Lohn von 480 Euro.

    Da letztes Mal jemand gefragt hat bezüglich den Meldungen für die BMW International Open, würde ich ganz gern kurz darauf eingehen: Es gibt eine Deutsche Rangliste der Professionals, die sich Titleist Order of Merit schimpft. Zwei Wochen vor der BMW International Open ist Stichtag. In dieser Liste sind auch Martin Kaymer, Alex Cejka, usw. geführt, nur diese Herren fallen raus, da sie meist durch eine andere Kategorie in das Turnier gelangen. Im Prinzip werden nur die Plätze 1-10 für das Turnier angerufen, da aber die ersten fünf Spieler bereits anders qualifiziert sind, rutschen fünf weitere Spieler nach, also sind wir bereits bei den Top 15 der deutschen Rangliste. Meine momentane Position ist 20. und bis Platz 16 wurde eingeladen, also reichte es dieses Jahr wieder nicht für eines der besten Turniere.

    Nach Fleesensee ging es wieder in 6,5 Stunden Autofahrt nach München zurück. Hier hatte ich vier Tage Zeit, mich auf die Schloss Moyland Classic vorzubereiten. Das Resort liegt nördlich von Dortmund an der holländischen Grenze und man braucht circa 8,5 Stunden aus München. Dieses Mal war ich mit dem Fahrdienst dran, da David die letzten beiden Turnier gefahren ist.
    Leider hat es nach Runden von 77 und 78 Schlägen nicht für den letzten Tag gereicht, und somit mache ich mich ein Tag früher als geplant auf den Heimweg.

    Nun haben wir die nächsten zwei Wochen Turnierpause und ich habe etwas Zeit, mein Rythmus wieder zu stabilisieren, bevor es Anfang Juli in Bayreuth weitergeht.

    Bis bald

    Euer Max



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Die Autoren

Maximilian Tschinkel

Maximilian Tschinkel, 23, aus Ottobrunn bei München spielt seit 2010 auf der EPD Tour. Sein großes Ziel für dieses Jahr: die Karte für die Challenge Tour zu holen. Seine beste Platzierung bislang war Platz zwei bei der Open Mogador.

Auf diesem Blog berichtet er von den Reise-Strapazen der dritten Liga, dem Messen mit anderen Nachwuchsspielern und ersten Erfolgen bei internationalen Turnieren.

 

Stefan Wiedergrün

Stefan Wiedergrün, 27, aus Waiblingen bei Stuttgart spielt seit Mai 2011 auf der egolf Professional Tour in den USA. Sein großes Ziel für dieses Jahr: das Ticket für die Nationwide- oder gar die US PGA Tour zu lösen. Seine bislang beste Platzierung war Platz 15 bei den HGM Hotels Classic in Rock Barn. Sein größter Erfolg zwei Qualifikationen zu den Nationwide-Events in Ohio und Tennessee.

Auf diesem Blog berichtet er von dem Wohnortwechsel in die Staaten, dem Leben aus dem Koffer, dem Messen mit anderen Nachwuchsspielern der dritten Liga und ersten kleinen wie großen Erfolgen.


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