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Chaos am Flughafen Casablancas
Tourleben |
Hallo Golffreunde,
nun wird es wieder Zeit, mich bei Euch zu melden, da ihr ja gespannt seid, wie es bei mir weitergeht und was seit der zweiten Marokko-Station passiert ist.
Nachdem wir das letzte Turnier in Rabat beendet hatten, ging es für uns um 4 Uhr morgens zurück nach Casablanca, direkt an den Flughafen. Uns standen sechs Stunden Aufenthalt am Flughafen bevor ... Nun ist aber der Casablanca Airport nicht der Freitzeitpark, den man sich wünscht, sondern gleicht einem überfüllten Café in der Fussgängerzone. Ich war zum Glück nicht alleine, somit wurde die Wartezeit mit Gesprächen über Turniere, vergangene Erfolge, Facebook etc. gefüllt.
Nach einer kurzen Kontrolle unserer Abflugzeit wurde mir klar, dass die Airline die Maschine zwei Stunden später eingeplant hatte, was für uns dann also acht Stunden Wartezeit bedeutet hätte. Nach fünf Stunden entdeckte ich per Zufall, dass unsere Maschine nun doch, wie ursprünglich geplant, normal abhebt und bereits einige Passagiere auf französisch aufgerufen wurden ... Das war knapp!!! Wir haben alle gerade noch so die Maschine nach Lissabon erreicht.
Drei Wochen Afrika waren schön, aber man freut sich doch wieder auf daheim!
Nach meiner Ankunft in München habe ich erstmal eine Woche pausiert, da ich eine Entzündung im rechten Kniegelenkt hatte. Diese dauerte auch etwas länger als geplant, und die Physiotherapiestunden machten meine Traininsplanung weitestgehend zunichte. Anfang Mai ging für mich dann das Training auf dem Platz wieder los und ich war froh, dass nun auch die Grüns in Straßlach und Umgebung einigermaßen an Schnelligkeit gewonnen hatten.
In den folgenden zwei Wochen hatte ich mich viel mit meinem Rythmus beschäftigt, da ich einfach gemerkt hatte, dass ich zu schnell wurde und meine Bewegung nicht mehr stabil halten konnte. Dies führte dann zu Missschlägen, wo man sich dann danach denkt, "den hättest du dir auch sparen können!"
Über meinen Coach Martin Höcker habe ich in der Zeit Kontakt zu einem exzellenten Schuhhersteller bekommen, der mir einen ganz neuen Einblick in das Thema Schuhfitting gegeben hat.
Mit neuen Golfschuhen und Selbstbewusstsein ging es für mich dann zur Haugschlag NÖ Open auf den bis dato besten Platz der Saison. Die Grüns waren fantastisch, der Platz in einem hervorragendem Zustand und der Wind hat sein übriges beigetragen.
Mit zwei sehr soliden Runden von 70 Schlägen lag ich mit einem Score von -4 auf dem geteilten zehnten Platz und hatte am letzten Tag noch gute Chancen, eine ordentliche Platzierung raus zu holen.
Leider bin ich an Sonntag nicht gut in mein Spiel gekommen. Am Schluss stand eine 77 auf meiner Scorekarte und ich rutschte auf den geteilten 22. Rang zurück. Es war ziemlich bitter an diesem Tag, da ich mir doch eine Chance ausgerechnet hatte, um dieses Jahr bei der BMW International Open dabei zu sein ... aber gut, ein Turnier habe ich noch, um mich zu beweisen!
Nun wird diese Woche weiter gearbeitet und gekämpft, bevor es nächste Woche Dienstag in Fleesensee heißt "Ladies & Gentlemen, please welcome on the first Tee, Professional from Germany, Maximilian Tschinkel". (Spruch von unserem Starter und Tour-Maskottchen Bernd Kraft).
Viel Erfolg bei Euren Turnieren
Euer
Max
Die Autoren
Maximilian Tschinkel, 23, aus Ottobrunn bei München spielt seit 2010 auf der EPD Tour. Sein großes Ziel für dieses Jahr: die Karte für die Challenge Tour zu holen. Seine beste Platzierung bislang war Platz zwei bei der Open Mogador.
Auf diesem Blog berichtet er von den Reise-Strapazen der dritten Liga, dem Messen mit anderen Nachwuchsspielern und ersten Erfolgen bei internationalen Turnieren.
Stefan Wiedergrün, 27, aus Waiblingen bei Stuttgart spielt seit Mai 2011 auf der egolf Professional Tour in den USA. Sein großes Ziel für dieses Jahr: das Ticket für die Nationwide- oder gar die US PGA Tour zu lösen. Seine bislang beste Platzierung war Platz 15 bei den HGM Hotels Classic in Rock Barn. Sein größter Erfolg zwei Qualifikationen zu den Nationwide-Events in Ohio und Tennessee.
Auf diesem Blog berichtet er von dem Wohnortwechsel in die Staaten, dem Leben aus dem Koffer, dem Messen mit anderen Nachwuchsspielern der dritten Liga und ersten kleinen wie großen Erfolgen.

