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Mentale Unterstützung in Sotogrande
Lara Katzy |Wie jedes Jahr fand der European Nations Cup im Golf Club Sotogrande, eine Stunde von Malaga entfernt statt.
Im Gegensatz zu den letzten drei Jahren bin ich aber nicht an den Start gegangen, sondern habe das Team im Rahmen eines Trainingslehrgangs begleitet. Für Deutschland gingen Ann-Kathrin Lindner, Roberta Röller und Nina Holleder an den Start, bei den Herren waren es Marcel Schneider, Benedict Staben, Max Krämer und Dominic Foos.
Während der Proberunde hatte ich die Möglichkeit, den Platz in Sotogrande spielen zu können. Es ist einer meiner Lieblingsplätze, auch wenn er zu den schwierigsten gehört, die wir das ganze Jahr über spielen. Den trockenen Winter in Spanien haben wir auch dort zu spüren bekommen. Die Grüns waren hart und es war schwer, den Ball auf dem Grün zum Halten zu bekommen. Die Grüns in Sotogrande stellten sehr hohe Ansprüche an die Spieler, es war ein präzises Anspielen der Fahnenposition erforderlich. In den letzten Jahren war der Boden sehr feucht und somit war das Semirough um die Grüns nicht so dicht wie in diesem Jahr. Da um das Pitching-Grün auf der Trainingsanlage ein ganz anderes Gras wächst, war es für die Spieler schwer, diese Schläge in der Vorbereitungszeit zu üben. Allerdings spielte sich der Platz durch die wenigen Regenfälle ein paar Meter kürzer, was wiederum ein Vorteil war.
Die Damen sind jeden Morgen vor den Herren gestartet und mussten sich dadurch morgens im kalten Wind aktivieren. Es wurde von Tag zu Tag windiger, am letzten Tag ließ dieser zwar nach, dafür gab es einige Regenschauer. Das Damenteam lag nach zwei Tagen an der Spitze und hatte dem Wind mit soliden Schlägen getrotzt. Am dritten Tag blühte dann Mitfavorit Frankreich auf und überholte das deutsche Team mit vier Schlägen. Natürlich waren die Mädels nach der Runde enttäuscht, doch das ist der Zeitpunkt, um dem Frust freien Lauf zu lassen und nach dem Mittagessen wieder motiviert ins Training zu starten, um am nächsten Tag nochmal anzugreifen. Jedoch haben die Französinnen am letzten Tag nichts anbrennen lassen und haben kaum Fehler gemacht. Die Damen um Ann-Kathrin, Roberta und Nina haben die Woche über tolles Golf gespielt und sich den zweiten Platz mehr als verdient! Mit einem dritten und zwei siebten Plätzen in der Einzelwertung kann das gesamte Damenteam stolz auf die drei sein! Auch hier nochmal: Herzlichen Glückwunsch Mädels! :)
Ich habe in der Woche die sehr guten Trainingsmöglichkeiten in Sotogrande nutzen können. Besonders viel habe ich mich auf dem Pitching- und Puttinggrün aufgehalten. Wir haben einen großen Aufgabenkatalog von unserem Nationaltrainer Marcus Neumann bekommen und aus diesem habe ich mir für die Woche einen Trainingsplan entworfen und konnte dort auf schnellen Grüns trainieren, die wir hier in Deutschland noch nicht vorfinden.
Jetzt bin ich ein paar Tage in Berlin und trainiere die Woche über mit meinem Trainer Mario Hansch. Nächste Woche geht es über Ostern nach St. Leon-Rot zum Trainieren. Dort können wir intensiv mit unserem Athletiktrainer Christian Marysko arbeiten. Wir können das Fitnesstraining direkt mit dem Golftraining verbinden, was das Techniktraining intensiviert. Zum Beispiel machen wir Würfe mit Medizinbällen und schlagen direkt im Anschluss Bälle. Das ermöglicht uns, zu sehen, ob bestimmte Würfe Einfluss auf die Schlägerkopfgeschwindigkeit haben.
Am 13.4. ist das EM-Team vom letzten Jahr zum Verbandstag eingeladen. Aber von diesem werde ich euch das nächste Mal berichten.
Ich wünsche euch frohe Ostern und gegebenenfalls einen schönen Golfurlaub über die Feiertage! :)
Viele liebe Grüße,
Eure Lara
Die Autorin
Nationalspielerin seit 2007, Team-Europameisterin 2009, DGV-
Ranglistensiegerin 2010. Keine Frage: Die Berlinerin Lara Katzy (Handicap +3,5) zählt zu den derzeit besten Amateurgolferinnen in Deutschland und Europa. Ihre internationalen Topleistungen haben Lara im April 2010 zur Aufnahme in die Sportfördergruppe der Bundeswehr verholfen - als erste Golferin überhaupt! Ganz "nebenbei" absolviert die 21-jährige Spielerin des G&LC Berln-Wannsee auch noch ein Fernstudium „Sport und angewandte Trainingslehre“. Trotzdem findet Lara, die über ihren jüngeren Bruder zum Golfsport kam, noch Zeit, um an dieser Stelle von ihrem Leben als Spitzensportlerin zu berichten.
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