• FedEx Cup-Playoff von Hurricane Earl betroffen

    Petra Himmel  |  02.09.2010  |  04:09 Uhr

    Earl ist das, was man einen ausgewachsenen Hurricane der Gefahrenstufe 4 nennt. Im Moment nähert er sich der Ostküste der USA, die zuletzt vor fünf Jahren von einem Hurricane getroffen wurde.

    Stewart Williams bereitet Earl reichlich Kopfschmerzen. Williams ist der Meteorologe vor Ort beim zweiten Playoff-Turnier des FedEx Cups, der Deutsche Bank Championship im TPC of Boston. Und soweit Williams weiß, wird Earl am Freitag auf der Höhe von Boston sein. Ob er dann schon auf Land getroffen ist, nach Westen oder Osten abgedriftet ist, weiß Williams noch nicht. Fest steht: Der Platz in Boston und die 100 Spieler, die sich für die zweite Runde qualifiziert haben, dürften am Freitag reichlich Regen und Wind während ihrer Runde erleben. Ob man überhaupt spielen kann, wer weiß?

    Die Turnierorganisatoren jedenfalls haben sich bereits so gut wie möglich für Earl präpariert: Die Startzeiten wurden am Freitag auf 7 Uhr morgens um 40 Minuten vorverlegt, auf dem Platz hat sich ein Teil der Greenkeeper die letzten Tage damit beschäftigt, überhängende Äste abzuschneiden und loses Material aufzusammeln.

    Ansonsten bleibt ohnehin nur Abwarten. „Wenn sich der Stum weiter nach Osten bewegt, werden wir hier deutlich weniger abkriegen, was natürlich besser ist“, stellt Williams fest. „Wenn er sich aber stärker nach Westen bewegt, dann bekommen wir deutlich mehr Wind und Regen und haben ein viel größeres Problem.“

    In North Carolina hat man derweil auf den vorgelagerten Inseln bereits mit Evakuierungsmaßnahmen der Bevölkerung begonnen.


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  • Disqualifikation Nr. 4

    Petra Himmel  |  01.09.2010  |  04:09 Uhr

    Regelfragen ohne Ende: Die Serie der Disqualifikationen scheint kein Ende zu nehmen. Diesmal allerdings beschäftigt die Regelepisode die Offiziellen der LPGA Tour noch über den Tag des Geschehens hinaus. Am vergangenen Donnerstag nämlich, während der ersten Runde der CN Canadian Women’s Open verwechselten Il Mi Chung und Shi Hyun Ahn am 18. Fairway des St. Charles Country Clubs ihre Bälle.

    Angeblich aber verständigten sich die beiden Südkoreanerinnen darauf, dieses Regelvergehen für sich zu behalten und nicht zu melden. Die dritte Spielerin im Flight, Danielle Downey, hatte die Ball-Verwechslung nicht mitbekommen. Chung selbst sagte später, dass sie ihren Fehler erst realisiert habe, als sie ihren mit einem Autogramm versehenen Ball dem Zähler des Flights schenken wollte.

    Die Verwechslung flog erst auf, als Chris Benz, der Caddie von Chung am 18. Grün feststellte, dass seine Spielerin offenbar einen anderen Ball spielte. Er sprach sie aber nicht sofort darauf an. Erst als beide Spielerinnen nach dem Ende der Runde den Scoring- Bereich bereits verließen, ging Benz auf sie zu und meinte, sie hätten eventuell ihre Bälle verwechselt.

    Daraufhin wechselten die Proetten ein paar Worte auf Koreanisch, stimmten Benz schließlich zu und gingen dann zu dem Büro der Regelrichter. Dort wurden sie umgehend für das Unterschreiben falscher Scorekarten disqualifiziert. Die LPGA untersucht jetzt, ob sich die beiden Süd-Koreanerinnen tatsächlich abgesprochen hatten, den Regelbruch zu vertuschen.


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  • Family-Golf als Marketing-Instrument

    Petra Himmel  |  31.08.2010  |  03:08 Uhr

    Die Amerikaner tun sich seit Jahren schwer mit dem Golfsport. Die Sportart schrumpft, die Zahl der Neuanfänger wächst nicht mehr, vor allem die Anzahl jener, die wieder aufhören mit dem Hobby, macht der United States Golf Association zu schaffen. Die Wirtschaftskrise hat diese Tendenz noch verschlimmert. Golfen auf Greenfeebasis kann sich so mancher Amerikaner nicht mehr leisten, Reisen sind zu teuer geworden und Golfen wird oftmals durch preisgünstigere Aktivitäten ersetzt.

    Immerhin: Der Markt steuert mit kreativen Werbemaßnahmen entgegen. Beispiel: Die Inseln Kiawah Island und Hilton Head Island im Staate South Carolina. Beide als High-End-Golf-Destinationen bekannt. Wer dieser Tage dort als Familie aufkreuzt, stößt in zahlreichen Proshops auf die Alternative Family-Golf. "Um das Spiel mit Kindern und Jugendlichen zu fördern, haben wir das Programm Family-Golf eingeführt“, heißt es zum Beispiel im Shipyard Golf Club.

    Ab 16 Uhr nachmittags zahlen Kinder nur 15 Dollar pro neun Löcher, Erwachsene sind mit 30 Dollar im Rennen. Im benachbarten Palmetto Dunes verzichtet man bei den Jugendlichen gänzlich auf das Greenfee, die Erwachsenen zahlen 50 Dollar für 18 Löcher. In Old South spielen Familien ganztags zu vier Personen für 119 Dollar. In Kiawah Island schließlich öffnet man nachmittags ebenfalls einen Platz, auf dem extra Family-Tees deutlich vor den roten Tees installiert wurden, um für den Nachwuchs das Spiel attraktiv und für die Eltern erschwinglich zu machen.

    Geschadet ist damit niemandem, denn nachmittags sind die Plätze in der Regel ohnehin leer. Der Club holt auf diese Weise wenigstens noch ein paar Dollar Greenfee rein, die Familien kommen vielleicht einmal mehr zum Golfen, weil die Runde zu viert auf diese Weise eben deutlich erschwinglicher wird.

    Ein Marketing-Instrument, das womöglich auch für so manchen deutschen Golfclub interessant sein könnte, der auf diese Weise Familien im Sommerurlaub oder Daheimgebliebene für sich als Gäste gewinnen kann. In München zumindest bietet der Münchener Kreis seit Jahren für Kinder in den Sommerferien ein Greenfee von fünf Euro an. Auch das eine Initiative, mit der man den Nachwuchs auf die Golfplätze bekommt. Wer angesichts dieser mäßigen Einnahmen mit dem Kopf schüttelt, sollte nicht vergessen, dass die Jugendlichen von heute die Vollzahler von morgen sind. Und die sind dann meistens doch sehr begehrt.


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Petra Himmel
Die Autorin

Petra Himmel, 41 Jahre alt, ist als freiberufliche Journalistin auf den Bereich Golf spezialisiert, hat mehrere Bücher veröffentlicht und arbeitet für zahlreiche große Tagezeitungen wie die Süddeutsche Zeitung oder den Züricher Tagesanzeiger. Zum Golf kam sie selbst eher zufällig vor 16 Jahren, inzwischen hat die Münchnerin, die im GC Olching spielt, es auf Handicap 3,6 gebracht.



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