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Sandra Gal ausgezeichnet
Petra Himmel | 03.02.2012 | 15:50 Uhr
Der Preis ist ihr offenbar ein wenig peinlich: Sandra Gal wurde von der US Zeitschrift Golf Digest mit der Auszeichnung „Golf Digest hottest golfer“ bedacht. Also: Die Dame auf den Fairways mit dem meisten Sex-Appeal. Dabei hatte die 26jährige, die derzeit ab und an für Katalogaufnahmen von Callaway als Model zur Verfügung steht, im vergangenen Jahr vor allem sportlich für Aufsehen gesorgt. Sie gewann mit der Kia Classic ihr erstes LPGA Turnier und spielte in Europas Solheim Cup Team.
Der Auszeichnung von Golf Digest folgte auch sofort ein Interview auf dem Golf Channel, in dem die Deutsche mehrmals betonte, dass „ich mich vor allen Dingen auf mein Spiel konzentriere“, es sei ja schön, dass man sie als gutaussehend beurteile, sie selbst halte sich aber keineswegs für die hübscheste Golferin auf der Tour.
Wie dem auch sei: Ein bisschen Medienaufmerksamkeit schadet nie und wer die Deutsche kennt, weiß, dass sie sich tatsächlich eher als Golferin denn als Vorzeige-Model fühlt und präsentiert.
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Das Bunkerparadies der Emirate
Petra Himmel | 31.01.2012 | 21:28 Uhr
Wer sich in Zeiten der Wirtschaftskrisen einen Eindruck davon verschaffen will, wie man in den Emiraten mit dem Thema Zukunftssorgen umgeht, macht dieser Tage einen Ausflug nach Saadiyat Island. Die Insel, nur 700 Meter von der Küste des Zentrums Abu Dhabi gelegen, wird derzeit als exklusiver Rückzugsort für reiche Araber oder ebenfalls betuchte Touristen fertiggestellt. Dabei basieren sämtliche Planungen auf dem schneeweißen Strand und dem überraschend türkisblauen Meer vor der Insel. Beide Elemente prägen auch den derzeit einzigen Golfplatz der Insel, genannt Saadiyat Beach Golf Club, der derzeit mit dem Kurs von Yas Links um die Austragung der Abu Dhabi Golf Championship 2013 wetteifert.
Dabei haben die beiden Plätze, was Design und Optik anbelangt, ausgesprochen wenige Gemeinsamkeiten. Während Yas Links als typischer Linkskurs gehalten ist, stechen in Saadiyat endlos große Bunkerlandschaften ins Auge, bei denen Designer Gary Player offenbar kein Ende gefunden hat. Spielerisch interessant sind die 18 Löcher allemal, zumal die Bahnen 5 und 6 spektakulär ans Wasser herunterführen und auch die Bahnen 16 und 17 noch einmal das Wasser ins Spiel bringen. Sand sieht man auf den zweiten Neun allerdings ohnehin reichlich, weil hier das Bunkerkonzept noch einmal exzessiv gepflegt wird. Fest steht: In Deutschland könnte sich kein Club einen derartigen Platz mit solchen Schwierigkeiten erlauben, weil die Mitglieder auf die Barrikaden gehen würden.
Für den Touristen allerdings sieht die Sache ganz anders aus: Saadiyat ist zweifellos spektakulär, reizvoll zu spielen und eine Herausforderung bis hin zum 18. Loch, dessen Grün aus zwei Terrassen besteht, die durch eine riesige Welle voneinander getrennt werden.
Im Verlauf der Runde stellt sich der Reisende allerding ab und an die Frage, wer all’ die riesigen Einfamilienhäuser beziehen soll, die diverse Fairways säumen. Auch das soeben eröffnete St. Regis Hotel direkt am Strand wirkt ebenso wenig klein und übersichtlich wie das Park Hyatt Hotel nur wenige hundert Meter entfernt. Den Bau des Shangri-La-Hotels in der Mitte hat man auf jeden Fall im Moment erst einmal gestoppt und auch das Projekt eines zweiten Golfplatzes auf der Insel ist erst einmal auf Eis gelegt.
Dafür hat man kürzlich den Monte Carlo Beach Club eröffnet, dessen Outdoor-Poolbar sich zu einem der In-Plätze Abu Dhabis entwickelt hat. Einen Eindruck von der Zielgruppe der Anlage mag die Preisgestaltung für die Cabanas geben, die sich um den Pool gruppieren. Die ersten zwei Sonnenliegen in Beach-Nähe werden für 50.000 Euro im Jahr vermietet. Angeblich sind sie für 2012 bereits gebucht…….
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Putten wie Stevie Wonder
Petra Himmel | 26.01.2012 | 16:15 UhrFehlstart in der ersten Runde. So analysierte Martin Kaymer seine Runde von fünf über Par, die mit einem Doppel-Bogey nach einem Schlag ins Aus begann:
„Das war wirklich alles etwas merkwürdig. Ich weiß überhaupt nicht, wieso die Offiziellen da Out of Bounds gesteckt haben. Ich finde es ziemlich überflüssig, an dieser Stelle überhaupt Aus zu stecken. Aber unabhängig davon war der ganze Schlag einfach schlecht. Außerdem habe ich einfach überhaupt keine Putts gelocht. Ich habe zu meinem Caddie gesagt: „Wenn man puttet wie Stevie Wonder, kann man gar keine Birdies machen.“
Leider entwickelte sich die Runde auch nach dem ersten Loch nicht in eine positive Richtung weiter:
„Der Golfplatz ist auf jeden Fall schwerer als in den früheren Jahren. Das Rough ist ziemlich dick und die Fairways sind erheblich enger. Die Grüns haben sich aus meiner Sicht nicht verändert. Aber für mich waren sie heute auf jeden Fall sehr schwer.“
Und Kaymers Strategie für Runde zwei?
Ich brauche unbedingt eine dieser Runden, wie ich sie in der Vergangenheit gespielt habe. Eine Runde Mitte 60.
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Die Autorin
Petra Himmel, 42 Jahre alt, ist als freiberufliche Journalistin auf den Bereich Golf spezialisiert, hat mehrere Bücher veröffentlicht und arbeitet für zahlreiche große Tagezeitungen wie die Süddeutsche Zeitung (inkl. Golf Spielen) oder den Zürcher Tagesanzeiger. Zum Golf kam sie selbst eher zufällig vor 16 Jahren, inzwischen hat die Münchnerin, die im GC Olching spielt, es auf Handicap 3,5 gebracht.
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