• Lefty not amused!



    Happy birthday, Phil!

    Phil Mickelson ist ein geduldiger Mensch. Etwa hundert Mal greift sich der Publikumsliebling im Laufe einer Runde an die Kappe und flüstert "Thank you". Er bedankt sich so für die tausenden Anfeuerungen - bis zum letzten Loch. Zumeist hat er auch noch Zeit, danach viele der Autogrammwünsche zu erfüllen.

    Am Samstag in der dritten Runde der US Open hatte man aber das Gefühl, dass es selbst dem gelassenen Linksschwinger zuviel wurde. Verwunderlich war es nicht. Mickelson hatte Geburtstag, und die Fans wussten das. Selbst Flightpartner Alex Cejka kam leicht gerädert vom Platz zurück und sagte, ihm sei das ständige Happy-birthday-Gesinge schon ein wenig auf den Keks gegangen.

    Mickelson erging es vermutlich noch schlimmer. Zwar bedankte er sich gezwungernermaßen bei den Zuschauern auf der Tribüne des 18. Loches, dann verschwand er aber doch relativ zügig die steile Treppe hinauf in Richtung Clubhaus.

    Nach dem Unterschreiben der Scorekarte wurde er von einem amerikanischen Kollegen zum Kurz-Interview gebeten. Es verlief in etwa so:

    Hat es Ihnen gefallen, dass Ihnen die Fans auf dem 18. Grün noch ein Geburtstagsständchen gegeben haben?
    Mickelson (zähneknirschend): Es war ein langer Tag, aber es war freundlich von den Fans.

    Wie hat sich der Kurs heute angefühlt?
    Mickelson: Er war gut.

    Und im Vergleich zu gestern?
    Mickelson: Er war so, wie wir ihn erwartet haben.

    Dann ging er schnellen Schrittes weiter in die Umkleidekabine. Man kann ableiten, wie sehr sich der Superstar über die vielen Glückwünsche gefreut hat. Das Mitgefühl war bei dem abgefertigten Kollegen, aber irgendwie auch beim genervten Geburtstagskind.

    tfi



    Schlagwörter: US Open
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Über das (B)Logbuch

Turniere, Platztests, Pressekonferenzen, Produktvorstellungen: In den besten Momenten seines Jobs verlässt der Golf.de-Redakteur das Büro und bereist die Golf-Welt. Und weil es abseits von Ergebnissen, Zitaten und objektiven Bewertungen von unterwegs noch viel mehr zu erzählen gibt, nehmen wir Sie ein stückweit mit und berichten in diesem Blog von versteckten Major-Momenten, Organisationschaos, peinlichen Fauxpas und überraschenden Begegnungen.


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